Baraka (Segenskraft)

Baraka ist im Islam eine Art Segenskraft. Sie ist an eine bestimmte Person oder an bestimmte Dinge an einem Ort gebunden, von denen es auf andere Menschen übertragen werden kann.

Im islamischen Volksglauben können Gegenstände mit Baraka „aufgeladen“ werden, etwa indem man Tücher auf Heiligengräber legt. Nach einer Weile werden sie dann wieder abgeholt und getragen. Manchmal werden Gegenstände auch mit Vorhängeschlössern an den Gittern von heiligen Stätten befestigt, um sie später wieder abzuholen.

Baraka kann von einer Person auf seine Nachkommen weitervererbt werden.

Im Sufismus und Derwischtum bekommt Baraka ein sehr zentrale Rolle.

Baraka enthält auch das Wasser der Zamzam-Quelle im Vorhof der Ka'ba.

Literatur

  • Rudolf Kriss, Hubert Kriss-Heinrich: Volksglaube im Bereich des Islam. Band 1: Wallfahrtswesen und Heiligenverehrung. Harrassowitz, Wiesbaden 1960
  • Annemarie Schimmel: Die Zeichen Gottes. Die religiöse Welt des Islam. C. H. Beck, München 1995

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