Baranovichi
Baranawitschy
Баранавічы
Барановичи
Baranowicze
Basisdaten
Staat: Weißrussland
Woblast: Brest
Einwohner: 168.553 (2004)
Fläche: --
Höhe: --
Postleitzahl: --
Telefonvorwahl: --
Geografische Lage: 53° 08′ n. Br., 26° 01′ ö. L.
KFZ-Kennzeichen: 1
Stadtverwaltung
Bürgermeister: --
Adresse: --
Homepage: www.baranovichi.by
E-Mail: --

Baranawitschy (weißrussisch Баранавічы; russisch Барановичи/Baranowitschi, polnisch Baranowicze) ist eine Stadt mit 168.553 Einwohnern (2004) im Westen Weißrusslands in der Woblast Brest an der Ost-West-Hauptverkehrsachse des Landes, Zentrum des Rajons Baranawitschy.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Baranawitschy entstand in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts als wichtiger Eisenbahnknotenpunkt (offizielles Gründungsjahr: 1871) im westlichen Teil des Russischen Reichs und verfügt bis heute über 2 Bahnhöfe für den Regional- und Fernverkehr (Baranawitschy Zentralnyje; Baranawitschy Palesskije). Im Juni 1916 wurde die weitere Umgebung der Stadt im Zusammenhang mit der Brussilow-Offensive Schauplatz einer der größten Schlachten des Ersten Weltkrieges (Сражение под Барановичами), die innerhalb weniger Tage fast 100.000 Soldaten das Leben kostete. Zwischen den Weltkriegen gehörte die Stadt zu Polen und wurde bis zum Zweiten Weltkrieg mehrheitlich von Polen und Juden bewohnt. In der Zeit von Juni 1941 bis Juli 1944 befand sich in der Stadt für Juden ein deutsches Ghetto (Sammellager für Deportationen). Baranawitschy war nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst Gebietshauptstadt der gleichnamigen Woblasz (russ. oblast), gehört nach einer administrativen Neugliederung heute aber zum Gebiet (Woblasz) Brest.

Wirtschaft

Wichtige Wirtschaftszweige sind vor allem Leichtindustrie, Maschinenbau und Lebensmittelproduktion.

Bildungswesen

Baranawitschy verfügt seit 2004 über eine eigene Universität, die aus einer pädagogischen Fachhochschule hervorgegangen ist.

Sehenswürdigkeiten

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt die alte orthodoxe Kirche (Свято-Покровский собор), in der sich ein Mosaik des Petersburger Meisters W. Frolow befindet. Dieses Mosaik war ursprünglich für die orthodoxe Newski-Kirche in Warschau bestimmt. Als die Kirche auf Beschluss der polnischen Regierung im Jahre 1920 jedoch abgerissen wurde, konnten Teile des Mosaiks gerettet und nach Baranawitschi ausgelagert werden, wo sie in der nach einem Brand (1921) neu errichteten Kirche angebracht wurden. Unweit der orthodoxen Kirche befindet sich eine katholische Holzkirche, die Kreuzerhöhungskirche (Костел Воздвижения Святого Креста).

Museen: Freilicht-Eisenbahnmuseum, Heimatmuseum.

Verkehr

Baranawitschy hat einen eigenen Autobahnanschluss an der Autobahn "M1" Brest - Minsk. Daneben ist die Stadt Bahnknotenpunkt an den Strecken Warschau-Minsk-Moskau und Vilnius-Riwne-Kiew.

Söhne und Töchter der Stadt

Militär

Im Süden der Stadt gibt es einen Militärflugplatz.

53.13333333333326.0166666666677Koordinaten: 53° 8′ N, 26° 1′ O


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Baranovichi — Saltar a navegación, búsqueda Баранавічы Барановичи Baranovichi Baranovichi …   Wikipedia Español

  • BARANOVICHI — (Pol., Baranowicze), capital of Baranovichi district, Belarus (from 1921–39 in Poland). After Baranovichi became a railroad junction at the end of the 19th century, Jews from the surroundings began to settle there without official permission (see …   Encyclopedia of Judaism

  • Baranovichi — Infobox Settlement official name = Баранавічы Барановичи Baranovichi nickname = imagesize = image map caption = Location of Baranovichi subdivision type = subdivision name = leader title = leader name = established title = Mentioned established… …   Wikipedia

  • Baranovichi — Sp Barãnovičiai Ap Баранавічы/Baranavichy baltarusiškai (gudiškai) Ap Барановичи/Baranovichi rusiškai L V Baltarusija …   Pasaulio vietovardžiai. Internetinė duomenų bazė

  • Baranovichi — /beuh rah neuh vich ee/; Russ. /bu rddah neuh vyi chyi/, n. a city in central Byelorussia (Belarus), SW of Minsk. 131,000. * * * ▪ Belarus also spelled  Baranoviči        town, Brest oblast (province), Belarus, on the southern edge of the… …   Universalium

  • Baranovichi — Ba•ra•no•vi•chi [[t]bəˈrɑ nəˌvɪtʃ i[/t]] n. geg a city in central Belorussia, SW of Minsk. 146,000 …   From formal English to slang

  • Baranovichi — /beuh rah neuh vich ee/; Russ. /bu rddah neuh vyi chyi/, n. a city in central Byelorussia (Belarus), SW of Minsk. 131,000 …   Useful english dictionary

  • Gueto de Baranovichi — Los alemanes establecieron el gueto de Baranovichi en 1941 como campo de concentración de la población judía sobreviviente de la masacre de Baranovichi, durante la Segunda Guerra Mundial. Historia En el otoño de 1941, cuando los alemanes se… …   Wikipedia Español

  • FC Baranovichi — Infobox Football club clubname = FC Baranovichi fullname = Football Club Baranovichi nickname = shortname = founded = 1945 dissolved = ground = Lokomotiv capacity = 3749 chrtitle = Director chairman = Igor Astapchik ceo = mgrtitle = Head Coach… …   Wikipedia

  • Apartment in Baranovichi — (Baranavichy,Беларусь) Категория отеля: Адрес: Baranovichi, Lenin Street 5 …   Каталог отелей

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”