Tim Hardaway

Tim Hardaway

Tim Hardaway (* 1. September 1966 in Chicago) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Basketballspieler.

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Basketball

Hardaway - auch "Tim Bug" genannt - machte sich in seiner Jugend einen Namen auf den Freiplätzen Chicagos. Er besuchte die Carver High School, bevor er für die Universitätsmannschaft der University of Texas - El Paso aktiv war. Er war dort der erfolgreichste Punktesammler der Universitätsgeschichte. Als Auszeichnung für seine hervorragenden sportlichen Leistungen am College erhielt er den Naismith-Award. 1989 wurde er an 14. Stelle der Draft von den Golden State Warriors gewählt. 1996 wurde der Point Guard zu den Miami Heat getradet, wo er bis zur Saison 2000/01 spielte. In seiner vorletzten Saison spielte für die Dallas Mavericks und die Denver Nuggets. In seiner letzten Saison spielte er für 10 Spiele für die Indiana Pacers. 2003 gab er aufgrund von Knieproblemen seinen Rücktritt bekannt.

Sein Markenzeichen war der „Killer-Crossover“, mit dem er seine Gegner mehr als einmal beim Zug zum Korb stehen ließ. Der „Killer-Crossover“ funktioniert wie folgt:

  1. Langsam auf den Gegner zudribbeln. Blick auf die Füße des Verteidigers richten und leicht abducken (niedriger Schwerpunkt).
  2. Schneller Schritt in Richtung Korb, dann den Ball geschmeidig durch die Beine in die andere Hand dribbeln.
  3. Mit einer Körpertäuschung den Gegner auf den falschen Fuß locken; erneuter Handwechsel.
  4. Noch einmal blitzschnell durch die Beine und der Weg zum Korb ist frei.

Hardaway erzielte in 867 NBA-Spielen insgesamt 15.373 Punkte (17,7 Pkt./Sp.) und verteilte 7.095 Korbvorlagen (8,2 Ass./Sp.). Hardaway wurde fünf mal in das Allstargame der NBA gewählt. 2000 gewann er mit dem "Dream Team" die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Sydney. Als Spieler war er vor allem für sein schnelles Mundwerk bekannt.Im Stakkato bombardierte er seine Mitspieler mit deftigen Wortsalven, sogenanntem "Trash-Talk".

Homophobie und Läuterung

In einen Radio-Interview am 14. Februar 2007 bei 790 the Ticket in Miami sorgte Hardaway mit homophoben Äußerungen für große Empörung. Während des Interviews wurde er auf das Outing des ehemaligen Basketball-Spielers John Amaechi angesprochen. Auf die Frage, wie er mit homosexuellen Teamkameraden umgehen würde, sagte er zum Radio-Moderator Dan Le Batard: „Well, you know, I hate gay people. I let it be known I don’t like gay people. I don’t like to be around gay people. I’m homophobic. It shouldn’t be in the world, in the United States, I don’t like it.“ In etwa: „Ich hasse Schwule und das können sie ruhig hören. Ich will sie nicht um mich haben. Ich bin homophob. So etwas sollte es in der Welt und den USA nicht geben.“ In den darauf folgenden Interviews von ihm und seinen Agenten entschuldigte er sich und meinte, dass er dies nicht hätte sagen sollen.[1][2][3] Die NBA nahm ihn daraufhin aus dem Programm des All-Star Weekend am darauffolgenden Wochenende, sein Dienstgeber Trinity Sports, Eigentümer des Teams Indiana Alley Cats, entließ ihn aus der Position des Chief Basketball Operations Advisor[4] und die CBA distanzierte sich in einer Pressemeldung von seinen Aussagen[5].

Monate später hörte er vom YES Institute, einer Kinderrechtsorganisation, die sich für homosexuelle Jugendliche einsetzt und daran arbeitet, die Bedingungen für LGBT-Jugendliche in jeder Hinsicht zu verbessern, das Selbstvertrauen zu stärken und so auch Selbstmordversuchen vorzubeugen. Er besuchte mehrere ihrer Veranstaltungen, um zu verstehen, woher seine Einstellung rührt und welche Auswirkungen seine Äußerungen auf Betroffene haben können. Entgegen seiner anfänglichen Angst wurde er dort mit offenen Armen aufgenommen und meinte im September 2007: „I had no idea how much I hurt people, a lot of people.“ („Ich hatte keine Ahnung, wie sehr ich die Menschen verletzt habe, viele Menschen.“) Die Institutsvorsitzende beschreibt Hardaway als authentisch und seinen Willen, etwas zu lernen, als echt. [6]

Privates

Tim Hardaway und seine Frau Yolanda haben zwei Kinder, Tim Jr. und Nia.

Quellen

  1. Ex-NBA-Star: „Ich hasse Schwule“, 15. Februar 2007
  2. Retired NBA star Hardaway says he hates ‚gay people‘, ESPN.com, 16. Februar 2007
  3. Associated Press: Hardaway Banned For Anti-Gay Slur, Washington Post, 16. Februar 2007
  4. Pressemeldung: Indiana Alley Cats Release Statement Regarding Tim Hardaway, cbahoopsonline, 15. Februar 2007
  5. Pressemeldung: Continental Basketball Association decries Tim Hardaway comments, cbahoopsonline, 15. Februar 2007
  6. Tim Hardaway nimmt am YES Institute Training teil, YES press release in englischer Sprache

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