Barbara Dieckmann
Bärbel Dieckmann (2006)

Barbara „Bärbel“ Dieckmann (* 26. März 1949 in Leverkusen) ist Oberbürgermeisterin von Bonn und Mitglied des Bundesvorstandes sowie des Parteipräsidiums der SPD.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Bärbel Dieckmann wurde als Tochter eines Diplomaten geboren.

Studium und Beruf

1967 machte sie an der Bonner Liebfrauenschule Abitur. Anschließend studierte Dieckmann von 1967 bis 1972 Philosophie, Geschichte und Sozialwissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität. Im Juni 1972 legte sie die Erste Staatsprüfung für das Lehramt am Gymnasium in den Fächern Geschichte und Sozialwissenschaften ab. Von 1974 bis 1977 war Bärbel Dieckmann Lehrerin in Köln und nach einer Familienpause von 1983 bis 1995 in Bonn, zuletzt als Studiendirektorin Mitglied der Schulleitung am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium.

Familie

Bärbel Dieckmann ist seit 1973 mit Jochen Dieckmann verheiratet, bis April 2007 Landesvorsitzender der SPD Nordrhein-Westfalen. Sie ist Mutter von vier Kindern, zwei Zwillingspaaren. Christoph und Markus kamen 1976 zur Welt, zwei Töchter ein Jahr später.

Bonner Oberbürgermeisterin

1994 wählte die Bonner SPD Bärbel Dieckmann zur Spitzenkandidatin im Kommunalwahlkampf. Bei dieser Wahl sorgten die Wähler für einen tiefen Einschnitt in die Bonner Stadtgeschichte. SPD und Grüne beendeten die Jahrzehnte lange Vorherrschaft der CDU. Bärbel Dieckmann wurde von der damaligen rot-grünen Mehrheit des Stadtrats als Nachfolgerin von Hans Daniels (CDU) zur Oberbürgermeisterin gewählt.

Durch die Gemeindereform wurde Bärbel Dieckmann 1995 hauptamtliche Oberbürgermeisterin und Chefin der Stadtverwaltung. 1999 wurde sie in der Stichwahl gegen Helmut Stahl (CDU) für eine zweite Amtszeit direkt gewählt. 2004 erhielt sie bereits im ersten Wahlgang die Stimmenmehrheit von 56,8%. Nach 15 Jahren an der Spitze der Bonner Stadtverwaltung will sie sich bei der Kommunalwahl 2009 nicht mehr um eine Wiederwahl bewerben. Als sozialdemokratischer Bewerber um das Amt des Bonner Oberbürgermeisters folgt ihr Jürgen Nimptsch.

Stellvertretende Bundesvorsitzende

Bärbel Dieckmann trat 1972 in die SPD ein. Bis in die 1990er Jahre war sie in ihrem Ortsverein überwiegend kommunalpolitisch aktiv. Nach ihrer Wahl zur Bonner Oberbürgermeisterin 1994 wurde sie auch in weitere Parteiämter gewählt. Nach Mitgliedschaft im Landesvorstand NRW und im Parteirat wurde sie 2001 in den (Bundes-)Parteivorstand gewählt. Nach ihrer Wiederwahl 2003 wurde sie auch Präsidiumsmitglied. Diese Tätigkeit biete – so Frau Dieckmann auf ihrer Internetseite – „die Chance, für Bonn und die Bedeutung der Kommunalpolitik zu werben“. Der SPD-Parteitag in Karlsruhe wählte sie am 15. November 2005 zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden. Im Mai 2007 wurde der Vorschlag des SPD-Parteivorsitzenden Kurt Beck von den Spitzengremien der Partei angenommen, die Posten der stellvertretenden Bundesvorsitzenden von fünf auf drei zu reduzieren. Im Rahmen dessen kündigte Bärbel Dieckmann an, Ende Oktober 2007 auf dem SPD-Bundesparteitag nicht mehr für das Amt zu kandidieren. Am 26. Oktober 2007 wurde sie als Beisitzerin in den Parteivorstand und ins Präsidium der Partei gewählt.

Gesellschaftliches Engagement

Im November 2008 wurde Dieckmann zur ehrenamtlichen Präsidentin der Welthungerhilfe gewählt. Sie löste damit Ingeborg Schäuble ab, die den Verein als Vorstandsvorsitzende 12 Jahre lang führte.[1]

Einzelbelege

  1. Mitgliederversammlung wählt heute neues Präsidium der Welthungerhilfe in Berlin

Weblinks


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