Barbara Höll
Barbara Höll

Barbara Höll geb. Eisenberger (* 26. Dezember 1957 in Coswig) ist eine deutsche Politikerin (Die Linke).

Sie war von 2005 bis 2009 stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Deutschen Bundestag.[1]

Inhaltsverzeichnis

Leben und Beruf

Nach dem Abitur 1976 in Halle absolvierte Barbara Höll ein Studium der Philosophie an der staatlichen Universität in Rostow am Don, welches sie 1981 als Diplom-Philosophin beendete. Anschließend arbeitete sie bis 1990 als wissenschaftliche Assistentin an der Handelshochschule Leipzig. 1988 erfolgte ihre Promotion zum Dr. phil. an der Pädagogischen Hochschule Magdeburg mit der Arbeit Zur Wirkungsweise und Reflexion der Bedürfnisse als Triebkräfte menschlichen Handelns aus historischer Sicht.

Barbara Höll ist Atheistin, geschieden und Mutter von drei Kindern[2].

Partei

Von 1976 bis 1990 war sie Mitglied der SED. Nachdem sie schon seit 1990 als Vertreterin des Demokratischen Frauenbundes über die offene Liste der PDS in den Bundestag eingezogen war, trat sie 1996 auch in die PDS ein. Bis November 2005 war sie stellvertretende PDS-Landesvorsitzende in Sachsen.

Im April 2005 kandidierte sie für das Amt des Oberbürgermeisters von Leipzig, konnte sich aber nicht gegen Amtsinhaber Wolfgang Tiefensee (SPD) durchsetzen. [3]

Höll ist sächsische Landessprecherin für den Forum demokratischer Sozialismus.

Abgeordnete

Barbara Höll war von 1990 bis 2002 und ist erneut seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier ist sie seit November 2005 Leiterin des Fraktionsarbeitskreises Wirtschaft, Arbeit und Finanzen und stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion Die Linke. Höll ist lesben- und schwulenpolitische Sprecherin ihrer Fraktion.[4]

Von 2004 bis zur Niederlegung ihres Mandates am 23. Oktober 2005 gehörte Barbara Höll als direkt gewählte Abgeordnete des Wahlkreises Leipzig V dem Sächsischen Landtag an. Hier war sie Sprecherin der PDS-Fraktion für Gleichstellungspolitik. Für sie rückte René Fröhlich in den Landtag nach.

Im Juni 2008 traf sich Höll mit ihrem Kollegen Jan Korte, beide Unterstützer der LINKEN-Gruppierung Forum demokratischer Sozialismus, mit Vertretern der SPD-Parlamentarische Linke im Berliner Restaurant Walden, woraus in der Presse die „Walden-Connection“ wurde.[5]

Sie ist stets über die Landesliste Sachsen in den Bundestag eingezogen. Ihr Wahlkreis ist Leipzig I, für den 17. Bundestag kandidiert Höll auf Platz 3 der sächsischen Landesliste der LINKEN.[6]

Gesellschaftliche Ämter

Barbara Höll ist stellvertretende Vorsitzende des Sozialwerkes des Demokratischen Frauenbundes e. V. (dfb) und Vorsitzende des „Verein der Bundestagsfraktion DIE LINKE e. V.“.

Veröffentlichungen

  • Warum Mindestbesteuerung für hohe Einkommen und Vermögen. In: Lorenz Jarass, Gustav M. Obermair: Wer soll das bezahlen? Wege zu einer fairen und sachgerechten Besteuerung: Begrenzung für alle, Mindestbelastung für die Großen. Marburg 2002, ISBN 3-89518-380-6.

Einzelnachweise

  1. Die Mitglieder des Fraktionsvorstandes in: www.linksfraktion.de, Stand 15. November 2009
  2. http://www.barbara-hoell.de/willkommen/zur_person/
  3. Tiefensee bleibt Oberbürgermeister von Leipzig in: Handelsblatt, vom 11. April 2005
  4. Sprecher/innen der Linksfraktion in: www.linksfraktion.de, Stand 14. Juni 2009
  5. Carsten Volkery und Björn Hengst: TREFFEN MIT DER LINKSPARTEI – Walden-Connection schreckt SPD auf in: Stern-Online, Artikel vom 16. Juni 2008
  6. Kipping führt Sachsens Linke in Bundestagswahl in: MDR-Online, Artikel vom 14. Juni 2009

Weblinks


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