Barbari
Jacopo de’ Barbari: Rebhuhn mit Eisenhandschuhen und Armbrustbolzen

Jacopo de’ Barbari (* um 1440 in Venedig; † 1515 oder 1516 in Brüssel) war ein italienischer Maler und Kupferstecher.

Barbari bildete sich unter dem Einfluss des Giovanni Bellini, war von 1472 bis gegen 1500 in Venedig tätig, ging dann nach Deutschland, wo er unter dem Namen Jakob Walch, d. h. der Welsche zu großem Ansehen gelangte. In Nürnberg wurde er mit Albrecht Dürer bekannt und übte auf ihn und Hans von Kulmbach großen Einfluss.

Er trat dann in die Dienste des Grafen Philipp von Burgund und war zuletzt Hofmaler der Erzherzogin Margarete in Brüssel, wo er vor 1515 starb. Seine Gemälde sind selten. Eine Madonna mit zwei Heiligen in Paris und eine Madonna mit zwei Heiligen und der Stifterin im Berliner Museum zeigen noch ganz die bellineske Art. Die Galerie zu Weimar besitzt einen Christuskopf, die Galerie in Augsburg ein Stillleben von 1504.

Seine Gemälde und Kupferstiche tragen meist einen Merkurstab als Zeichen. Daher wird er auch Meister mit dem Caduceus genannt.

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Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn Du den Artikel so weit überarbeitet oder neu geschrieben hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt und dies mit Quellen belegt ist, wenn der Artikel heutigen sprachlichen Anforderungen genügt und wenn er keine Wertungen enthält, die den Wikipedia-Grundsatz des neutralen Standpunkts verletzen.

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