Barcza-System

Gedeon Barcza [ˈɡɛdɛon ˈbɒrʦɒ] (* 21. August 1911 in Kisújszállás; † 27. Februar 1986 in Budapest) war ein ungarischer Schachspieler.

Gedeon Barcza wuchs in Debrecen auf und absolvierte ein Studium der Mathematik. Zunächst arbeitete er als Lehrer für Mathematik und Physik an einer Mittelschule, ab 1951 betätigte er sich als Schachjournalist.

Grabstein von Gedeon Barcza

Inhaltsverzeichnis

Nahschach

Im Nahschach gewann er zwischen 1942 und 1966 achtmal die Landesmeisterschaft von Ungarn. Außerdem vertrat er sein Land im Zeitraum von 1936 bis 1968 auf acht Schacholympiaden. 1952 und 1962 spielte er im Interzonenturnier. 1954 wurde er von der FIDE zum Großmeister ernannt.

Seine beste historische Elo-Zahl von 2683 erreichte er im Dezember 1951.[1]

Fernschach

Bei den Fernschacholympiaden 1937/39 und 1947/52 trug er wesentlich zum Sieg der ungarischen Mannschaft bei. 1941/42 wurde er ungarischer Meister.

Journalist

Barcza war auch als Schachjournalist und -autor tätig. Er war ab 1951 Chefredakteur der führenden ungarischen Schachzeitschrift Magyar sakkélet und veröffentlichte 1959 (zusammen mit László Alföldy und Jenő Kapu) eine Geschichte der Schachweltmeister, die 1975 auch in deutscher Übersetzung erschien.

Schachstil

Barcza war für seinen positionellen Stil bekannt. Der von ihm bevorzugte Eröffnungsaufbau, der durch die Züge 1.Sf3, 2.g3 und 3.Lg2 gekennzeichnet war, wurde als Barcza-System bezeichnet.

Weblinks

Quellen

  1. Chessmetrics Player Profile 22. April 2006 (englisch)

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