Barnacken

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Barnacken
Höhe 446,1 m ü. NN
Lage Kreis Lippe, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Gebirge Teutoburger Wald
Dominanz 4,3 km → Velmerstot (Eggegebirge)
Schartenhöhe 106 m ↓ B 1 zwischen Schlangen und Horn[1] → Velmerstot
Geographische Lage 51° 51′ 22″ N, 8° 54′ 4″ O51.8561111111118.9011111111111446.1Koordinaten: 51° 51′ 22″ N, 8° 54′ 4″ O
Barnacken (Nordrhein-Westfalen)
Barnacken

Der Barnacken ist mit 446,1 m ü. NN[2] Berg der höchste Berg des Teutoburger Waldes im Kreis Lippe, Nordrhein-Westfalen. Er liegt unweit der Nahtstelle des Mittelgebirges zum Eggegebirge.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Lage

Der Barnacken erhebt sich im Südosten des Teutoburger Waldes (Lippischer Wald genannt) im Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge etwa 3 km westnordwestlich der im Silberbachtal an der Silbermühle gelegenen Nahtstelle zum nach Süden gerichteten Eggegebirge. Er liegt etwa 3 km (Luftlinie) südwestlich von Horn, einem südwestlichen Stadtteil von Horn-Bad Meinberg, und knapp 3,5 km nordöstlich von Kohlstädt, einem Ortsteil der Nachbargemeinde Schlangen.

Sein Nordnordostausläufer ist der Kleine Rigi (387,7 m ü. NN[3]), sein Ostausläufer der Kartoffelberg (ca. 385 m[2]) und sein Westausläufer der Mordkopf (408,6 m[2]); sie gehören zu Horn-Bad Meinberg. Sein Südausläufer ist der zur Gemeinde Schlangen zählende Padberg (437,5 m[2]).

Naturräumliche Zuordnung

Laut dem Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands (des ehemaligen Instituts für Landeskunde) gehört der Barnacken zum Eggegebirge, wo er, nach dieser Definition, die zweithöchste Erhebung darstellen würde. Demnach sind die Strothe und B 1 die Grenze zum jeweils nach Süden gerichteten Eggegebirge bzw. Westlichen Eggevorland, die sich östlich des Barnackens über den Sattel der Rhein-Weser-Wasserscheide (s. Wasserscheide und Fließgewässer), das Tal des Zangenbachs (s. dort) und von dort nordwestwärts über den Knickenhagen (314,1 m), entlang der Externsteine und über den anschließenden Bärenstein (318,1 m[3]) fortsetzt. Mit dem Bärenstein nördlich des Barnacken beginnt der Hauptkamm der Egge, der hier gegen den des Bielefelder Osnings leicht verschoben ist.[4][3]

Dem gegenüber ordnet ihn das Bundesamt für Naturschutz (BfN) dem Bielefelder Osning (Osning ist ein alter Name des Teutoburger Waldes), dem südöstlichen Kamm des Teutoburger Waldes, zu, was auch der Orographie, der landläufigen Einordnung und der oben beschriebenen geographischen Lage entspricht.[5][3][6]

Wasserscheide und Fließgewässer

Der Barnacken liegt im Norden der Rhein-Weser-Wasserscheide, die 6,5 km weiter nordwestlich in die Ems-Weser-Wasserscheide übergeht. Das Wasseraller Fließgewässer, die südwestlich des Barnackens entspringen, mündet früher oder später in die Lippe und damit in den Rhein. Dem gegenüber entwässert die Nordflanke über die Werre und die Ostflanke über die Emmer zur Weser.[2]

Nördlich des Barnackens entspringt die Wiembecke, die vom östlich des Bergs verlaufenden Zangenbach gespeist wird, nordostwärts durch Horn fließt und in den Werre-Zufluss Berlebecke mündet. Wenige Kilometer ostsüdöstlich des Bergs fließt jenseits des Silberbachtals der Silberbach, der nordostwärts über Veldrom nach Leopoldstal verläuft und in den Emmer-Zufluss Heubach mündet. Am südöstlich im Eggegebirge gelegenen Breitehals, jenseits der B 1 (s. Verkehrsanbindung), entspringt die Thune (im Oberlauf Strothe genannt), welche die Südausläufer des Barnackens passiert und in Nordost-Südwest-Richtung entlang der B 1 verläuft und weiter südwestlich in die Lippe mündet.

Orographisch ist der an der B 1 zwischen den Ortschaften Schlangen mit dem Strothetal und Horn mit dem Zangenbachtal gelegene Sattel der Wasserscheide, die hier 319,8 m[2] Höhe erreicht, deren weithin niedrigste Scharte, da der Kamm nach Nordwesten für immerhin 7 km, nach Süden gar für über 30 km oberhalb dieser Höhe bleibt.[7]

Sehenswürdigkeiten

Nahe dem Barnacken befinden sich diese Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten:

  • Externsteine, markante Sandstein-Felsformation bei Holzhausen-Externsteine (zu Horn Bad Meinberg)
  • Fürstenallee, historischer Abschnitt der heutigen Landesstraße 937, südlich der Gauseköte
  • Gauseköte, Passhöhe an der Landesstraße 937 zwischen Berlebeck und Oesterholz
  • Hermannsdenkmal, 1838 bis 1875 erbautes Denkmal bei Detmold-Hiddesen
  • Velmerstot (ca. 464 m), höchster Berg im Eggegebirge in den Gemarkungen von Horn-Bad Meinberg und Steinheim
  • Ruine Falkenburg, Ruine einer 1190 bis 1194 erbauten Burg bei Detmold-Berlebeck
  • Silberbachtal, ostsüdöstlich vom Barnacken

Verkehrsanbindung

Der Barnacken wird von der Bundesstraße 1 passiert, die aus Richtung Nordosten von Horn kommend östlich von ihm den Zangenbach (s. Wasserscheide und Fließgewässer) kreuzt, südöstlich des Bergs über den Sattel der Rhein-Weser-Wasserscheide (s. dort) führt und südlich von ihm abwärts entlang des Bachs Strothe (s. dort) in Richtung Südwesten nach Kohlstädt verläuft. Vom Wasserscheiden-Sattel führen Waldwege und Pfade zum Barnacken.

Einzelnachweise

  1. Dominanz und Prominenz nach TK 25
  2. a b c d e f Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  3. a b c d Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz
  4. Geographische Landesaufnahme 1:200.000 der Bundesanstalt für Landeskunde (Blatt Detmold)
  5. Geographische Landesaufnahme 1:200.000 der Bundesanstalt für Landeskunde (Blatt Detmold)
  6. Die Zuordnung des Barnacken ist eine der ganz wenigen Grenzziehungen, in welchen das BfN von den Grenzen der Bundesanstalt abweicht.
  7. Diese Aussage lässt sich besonders leicht über die Zuschaltung von Elevation Contours in Google Maps nachprüfen.

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