Barry St. Leger
Barry St. Leger, Stich

Barry St. Leger (oft auch St. Ledger) (* 1737; † 1789) war ein britischer Offizier, der während der Franzosen- und Indianerkriege 1758 bei Fort Louisbourg und 1759 in der Schlacht auf der Abraham-Ebene kämpfte und während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges im Zuge des Saratoga-Feldzuges 1777 eine Invasionsarmee anführte.

St. Leger hatte hugenottische Vorfahren und studierte am St. Peter's College der Universität Cambridge. Am 27. April 1756 begann er als Ensign (Fähnrich) im 28. Infanterieregiment in der British Army und wurde im darauf folgenden Jahr nach Amerika versetzt. Dort lernte er während der Franzosen- und Indianerkriege das Verhalten der Indianer kennen und sammelte viele Erfahrungen mit der Führung von Grenzkriegen. Er diente 1757 unter General James Abercrombie und nahm 1758 an der Belagerung von Louisbourg teil. Nachdem er James Wolfe nach Québec begleitet hatte, nahm er 1759 an der Schlacht auf der Abraham-Ebene teil, wo er die Flucht der Franzosen beobachtete. Im Juli 1760 wurde er Brigademajor, bereitete den Marsch auf Montréal vor und wurde am 16. August 1762 Major des 95. Infanterieregimentes.

1777 war er Oberstleutnant im 34. Infanterieregiment, als er auf Empfehlung John Burgoynes von Georg III. ausgewählt wurde, die westliche Offensive anzuführen, die einen Arm des Saratoga-Feldzuges bildete. John Burgoyne beförderte ihn mit Brevet, das heißt ohne Lohnerhöhung, für diese Mission zum Brigadegeneral, damit er gegenüber den beteiligten Milizen-Generälen im Rang höher stand. Er bewegte seine Streitkraft in guter Ordnung nach Fort Stanwix, fand dieses stark verteidigt vor und begann mit einer Belagerung. Er schlug den Versuch der Amerikanischen Miliz zurück, die Belagerung zu brechen, indem er Nicholas Herkimers Streitkraft in der Schlacht von Oriskany in einen Hinterhalt lockte. Als ihn (gefälschte) Gerüchte über eine starke Entsatztruppe unter Benedict Arnold erreichten, sah er sich gezwungen, sich nach Kanada zurückzuziehen.

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