Barskamp

Barskamp ist ein Ort im Nordosten von Niedersachsen und ist heute ein Ortsteil von Bleckede.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Gegend von Barskamp wurde bereits in der Jungsteinzeit (4. Jahrtausend v. Chr.) besiedelt. Dies belegen die Megalithanlage von Barskamp und die Megalithanlagen im Schieringer Forst.

Der heutige Kirchturm ist ein alter Wehrturm und wird auf die Zeit um 950 datiert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

St.-Vitus-Kirche in Barskamp

Der aus Feldsteinen erbaute runde Turm, früher ein Wehr- und Wachtturm, ist der älteste Teil der St.-Vitus-Kirche. Sein Bau (wie auch der der Rundturmkirchen in Artlenburg, Thomasburg und Suderburg) wurde vermutlich durch den Sachsenherzog Hermann Billung um 950 veranlasst.

Der zweitälteste Teil der Kirche ist der Chor. Er wird auf das Ende des 14. Jahrhunderts datiert. Aufgrund von Urkunden des Klosters Medingen ist dies aber vermutlich nicht die erste Kirche, da bereits im 13. Jahrhundert in Barskamp Pastoren nachgewiesen werden.

Glocke von 1735

Der barocke Altar stammt aus der Werkstatt des Lauenburger Bildhauers Nicolaus Hermann Themund, das Altarbild vom Lüneburger Maler Heinrich Melchior Westphal. Beide stammen aus dem Jahre 1770.

Im Kirchturm hängen zwei Glocken.

  • Die Ältere stammt aus dem Jahre 1325 und wiegt 24 Zentner. Die in gotischen Majuskeln gehaltene Inschrift lautet: „O Rex Glorie Veni Cum Pace“ (König der Herrlichkeit, komme in Frieden).
  • Die zweite Glocke wiegt 12 Zentner und stammt aus dem Jahre 1735. Sie trägt die Inschrift „Mein Thönen ruft herbey des Herren Wort zu hören – so sey bereit noch ist es Zeit zu Gott sich zu bekehren – Mefecit M Lorentz Oehmann in Luneburg“ und wurde von Meister Lorenz Oehmann in Lüneburg gegossen.


Inschrift auf der Schulter der Glocke von 1735
Inschrift auf der Schulter der Glocke von 1735

Wirtschaft und Infrastruktur

Bildung

In Barskamp gibt es eine Grundschule mit 146 Kindern in 8 Klassen. Die hier beschulten Kinder kommen aus den umliegenden Ortsteilen Bleckedes Alt Garge, Göddingen und Walmsburg.

Weblinks

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