Barthold Suermondt
Barthold Suermondt

Barthold Suermondt (* 18. Mai 1818 in Utrecht; † 1. März 1887 in Aachen) war ein deutscher Unternehmer, Bankier, Kunstsammler und Mäzen.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Barthold Suermondt wurde 1818 als Sohn von IJman Dirk Christiaan Suermondt und Elisabeth Twist in Utrecht geboren. In den 1830er-Jahren war Suermondt im Cockerillwerk im belgischen Seraing in leitender Position tätig. Im Jahr 1840 übernahm er von dem plötzlich verstorbenen John Cockerill, Bruder seines Schwiegervaters, die Bergwerkkonzession für die Grube Wohlfahrt in Rescheid. Aber noch vor 1861 beendete er dort sein Engagement, nachdem die Grube wegen wirtschaftlichen Schwierigkeiten vom Bergamt vorübergehend geschlossen worden war. Schließlich gründete er im Mai 1870 die Rheinischen Stahlwerke und fungierte von 1870 bis 1878 als Präsident des Aufsichtsrates.

Mäzenatentum

Barthold Suermondt war der erste große Stifter des heutigen Suermondt-Ludwig-Museums in Aachen. Um 1850 ließ er sich von Ludwig Knaus porträtieren. Sein stehendes Dreiviertel Bild schmückt das Foyer des Suermondt-Ludwig-Museums. [1] 1874 wurde ein großer Teil der Suermondt-Sammlung geschlossen an die Berliner Gemäldegalerie unter Leitung von Julius Meyer und Wilhelm von Bode verkauft, darunter bedeutende Werke von Jan van Eyck, Jan Vermeer, Frans Hals, Hans Holbein d. J., Peter Paul Rubens und Jan Steen. Ein anderer Teil seiner Privatsammlung, bestehend aus 104 wertvollen Gemälden, vermachte er 1882 der Stadt Aachen, wodurch der Bau des Suermondt-Museums ermöglicht wurde. Noch im gleichen Jahr wurde Suermondt zum Ehrenbürger der Stadt Aachen ernannt.

Familie

Barthold Suermondt war in erster Ehe verheiratet mit Amalie Elisabeth Cockerill (* 1815), Tochter von James Cockerill. Aus dieser Ehe gingen sechs Söhne hervor, von denen Henry Suermondt Rittergutsbesitzer und Unternehmer sowie ein erfolgreicher Galoppreiter geworden ist. In zweiter Ehe vermählte sich Suermondt noch mit Nancy Haniel (1843–1896), Tochter des Montanunternehmers Max Haniel, die ihm noch je eine Tochter und einen Sohn gebar. Dieser Sohn, Otto Suermondt, tat es seinem Stiefbruder Henry gleich und brachte es im Galoppsport auf zahlreiche bedeutende Siege.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Abb. in: Ernst Günther Grimme: "Das Suermondt-Museum." Aachener Kunstblätter hrsg. v. Peter Ludwig, Bd. 28. Meyer, Aachen, 1963, S.9.

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