Bartholomäustag
Statue des Apostels Bartholomäus in Kopenhagen

Der Batholomäustag (süddt.: Barthel) ist ein Fest im katholischen Kirchenjahr. Es wird jährlich am 24. August gefeiert und erinnert an die durch Legenden überlieferte Anspülung der Gebeine des Apostels Bartholomäus an den Strand der Insel Lipari.

Der sogenannte "Barthel" gilt den Bauern als traditionelles Ende des Sommers. Er markiert das Ende der Getreideernte und den Beginn der Aussaat für das nächste Jahr. An diesem Tag begannen die Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest. Fischer verbanden mit dem Tag das Ende der Laichzeit und den Auftakt für die neue Fangsaison. Zudem wurden früher häufig Pachtzahlungen am Bartholomäustag fällig.

Für Bauern und Winzer ist der Tag ein wichtiger Lostag. Zahlreiche Bauernregeln, die sich auf den Bartholomäustag beziehen, prognostizieren den Verlauf des Herbstes und des Winters:

– Bleiben Störche nach Bartholomä, kommt ein Winter, der tut nicht weh.
– Gewitter um Bartholomä bringen Hagel und Schnee.
– Regen an Bartolomä tut den Reben bitter weh.
– St. Bartholomäus hat's Wetter parat, für den Herbst bis hin zur Saat.
– Wie sich das Wetter am Bartheltag stellt ein, so soll's den ganzen September sein.

Brauchtum

Noch heute wird der Bartholomäustag mit zahlreichen Jahrmärkten, Volksfesten, Kirchweihen, Festumzügen und Wallfahrten begangen.

Siehe auch


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