US-Amerikanische Fußballnationalmannschaft
Dieser Artikel befasst sich mit der US-amerikanischen Fußballnationalmannschaft der Herren. Für das Team der Frauen, siehe US-amerikanische Fußballnationalmannschaft der Frauen.
Vereinigte Staaten von Amerika
United States of America
Spitzname(n) Yanks, Nats, The Stars & Stripes,
The Red, White & Blue
Verband United States Soccer Federation
Konföderation CONCACAF
Technischer Sponsor Nike
Trainer Bob Bradley
Co-Trainer POLPOL Piotr Nowak
Kapitän Landon Donovan
Rekordtorschütze Landon Donovan (37)
Rekordspieler Cobi Jones (164)
FIFA-Code USA
FIFA-Rang 20. (Februar 2009)
Trikotfarben
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Heim
Trikotfarben
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Auswärts
Statistik
Erstes Länderspiel
SWESWE Schweden 2:3 USA
(Stockholm, Schweden; 20. August 1916)
Höchster Sieg
USAUSA USA 8:0 Barbados BarbadosBarbados
(Carson, USA; 15. Juni 2008)
Höchste Niederlage
USAUSA USA 0:10 England ENGENG
(New York City, USA; 27. Mai 1964)
Erfolge bei Turnieren
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 8 (Erste: 1930)
Beste Ergebnisse Halbfinale, 3. Platz 1930, Viertelfinale 2002
Nord- und Zentralamerikameisterschaft
Endrundenteilnahmen 8 (Erste: 1991)
Beste Ergebnisse Sieger 1991, 2002, 2005, 2007
Konföderationen-Pokal
Endrundenteilnahmen 3 (Erste: 1999)
Beste Ergebnisse Halbfinale 1999
(Stand: 15. Juni 2008)

Die US-amerikanische Fußballnationalmannschaft ist die offizielle Fußballnationalmannschaft der USA.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Bereits in den Jahren 1885 und 1886 bestritten die USA erste inoffizielle Länderspiele gegen Kanada. Es kam jedoch erst 30 Jahre später zu einer ersten offiziellen Partie gegen Schweden am 20. August 1916. Es war gleichzeitig das erste Spiel zwischen zwei Mannschaften von unterschiedlichen Kontinenten.

Das beste Ergebnis bei einer Fußball-Weltmeisterschaft erreichte die USA 1930, als sie bis ins Halbfinale vorstieß. Einige britische Historiker behaupten, dass das US-amerikanische Team gespickt war von Spielern aus Englands Profiliga, die nicht gebürtig aus den USA stammen. Die Fakten sprechen jedoch gegen diese Theorie.

Trotz eines 1:0-Sieges gegen England bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1950 kam das Team nicht über die Vorrunde hinaus und sollte sich erst 1990 wieder für eine Weltmeisterschaft qualifizieren. Sie holten bei dieser Fußballweltmeisterschaft zwar nicht einen einzigen Punkt, jedoch gelang es ihnen ein Jahr später, den allerersten CONCACAF Gold Cup, das nordamerikanische Äquivalent zur Fußball-Europameisterschaft, zu gewinnen.

1993 beim sogenannten U.S. Cup schafften die USA eine Sensation als sie England, das Mutterland des Fußballs, mit 2:0 besiegten. Im gleichen Cup schafften sie ein kämpferisch starkes 3:4 gegen Deutschland.

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1994 im eigenen Land wurde dann das Achtelfinale erreicht, das mit einer beachtenswerten Leistung am Ende lediglich knapp mit 0:1 gegen den späteren Weltmeister Brasilien verloren wurde. In der Vorrunde erzielte Eric Wynalda ein sehenswertes Freistoßtor gegen die Schweiz (1:1) und mit großem Kämpferherz wurde Pelés Geheimfavorit Kolumbien 2:1 besiegt.

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich spielten die USA zusammen mit Deutschland in einer Gruppe und wurden ohne Punkt Letzter in dieser Gruppe. Viele gaben der defensiven Taktik von Trainer Steve Sampson die Schuld an dem schlechten Abschneiden, vor allem aber weil er David Regis (geb. Franzose) anstelle der Kultfigur Alexi Lalas in der Abwehr einsetzte. Alexi Lalas kritisierte vor und während der WM 1998 seinen Trainer und behielt damit Recht.

Bei der WM 2002 spielte sich ein 20 Jahre junger Sunny Boy namens Landon Donovan in die Herzen der amerikanischen Fans. Portugal, einer der WM-Favoriten wurde 3:2 besiegt, gegen Gastgeber und WM-Halbfinalist Südkorea schaffte das US Team ein 1:1, mit der zweiten Mannschaft gegen Polen spielend verlor das Team 1:3. Im Achtelfinale rief sogar der US-Präsident an und motivierte das Team gegen Nachbarland Mexiko. Die USA siegten 2:0 und Landon Donovan erzielte seinen zweiten WM-Treffer. Im Viertelfinale traf man wieder auf die deutsche Mannschaft. Das Spiel wurde dann auch nur knapp mit 0:1 gegen den späteren Vizeweltmeister verloren, womit die USA zu den zahlreichen Überraschungen dieses Turniers zählte. Torschütze war Michael Ballack.

In den folgenden Jahren konnte die Nationalmannschaft der USA den CONCACAF Cold Cup dreimal gewinnen (2002, 2005 und 2007). 2003 erreichte man den dritten Platz.

Bei der WM 2006 scheint US-Trainer Bruce Arena den gleichen Fehler gemacht zu haben wie 1998 Steve Sampson. Die offensiv spielende Mannschaft sollte auf einmal defensiv spielen. Hinzu kam, dass mehrere große Talente nicht nominiert wurden, z. B. Freddy Adu oder Jonathan Spector und dass der Top-Torjäger des Teams Eddie Johnson nur eine Halbzeit lang im ersten Spiel gegen Tschechien als Joker eingesetzt wurde. Die Amerikaner schieden nach der Vorrunde mit nur einem einzigen Punkt aus. Gegen den späteren Weltmeister Italien konnte ein Unentschieden erreicht werden. Das Tor für die USA machte der Italiener Cristian Zaccardo. Clint Dempsey erzielte als einziger Amerikaner bei dem Turnier ein Tor. Dieses fiel bei der 1:2 Niederlage gegen Ghana.

Im Rahmen der Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika spielt das Team zur Zeit in der vierten Runde.

Abschneiden bei Fußball-Weltmeisterschaften

1930 in Uruguay 3. Platz
1934 in Italien Achtelfinale
1938 in Frankreich zurückgezogen
1950 in Brasilien Vorrunde
1954 in der Schweiz nicht qualifiziert
1958 in Schweden nicht qualifiziert
1962 in Chile nicht qualifiziert
1966 in England nicht qualifiziert
1970 in Mexiko nicht qualifiziert
1974 in Deutschland nicht qualifiziert
1978 in Argentinien nicht qualifiziert
1982 in Spanien nicht qualifiziert
1986 in Mexiko nicht qualifiziert
1990 in Italien Vorrunde
1994 in den USA Achtelfinale
1998 in Frankreich Vorrunde
2002 in Südkorea/Japan Viertelfinale
2006 in Deutschland Vorrunde

Abschneiden beim CONCACAF Gold Cup

Das Abschneiden bei dem Vorgängerturnieren wurde nicht berücksichtigt.

Abschneiden beim FIFA Konföderationen-Pokal

Abschneiden bei der Copa América

Seit 1993 lädt der südamerikanische Fußballverband CONMEBOL Mannschaften anderer Konföderationen ein, um bei deren Turnier, der Copa América, zu spielen.

Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen

1908 in London nicht teilgenommen
1912 in Stockholm nicht teilgenommen
1920 in Antwerpen nicht teilgenommen
1924 in Paris Achtelfinale
1928 in Amsterdam Achtelfinale
1936 in Berlin Achtelfinale
1948 in London Achtelfinale
1952 in Helsinki Qualifikation
1956 in Melbourne Viertelfinale

Aktueller Kader

Stand: Kader für das WM-Qualifikationsspiel gegen Trinidad und Tobago am 1. April 2009 in Nashville (Tennessee).

Nr Spieler Verein Länderspiele1 Länderspieltore 1
Tor
1 Tim Howard FC Everton 37 0
18 Brad Guzan Aston Villa 12 0
Abwehr
2 Frankie Hejduk Columbus Crew 84 7
3 Carlos Bocanegra Stade Rennes 65 10
5 Oguchi Onyewu Standard Lüttich 40 5
14 Jay DeMerit FC Watford 9 0
15 Jonathan Bornstein CD Chivas USA 14 1
Mittelfeld
4 Pablo Mastroeni Colorado Rapids 63 0
6 José Francisco Torres CF Pachuca 4 0
7 DaMarcus Beasley Glasgow Rangers 85 17
12 Michael Bradley Borussia Mönchengladbach 28 5
13 Maurice Edu Glasgow Rangers 18 1
16 Sacha Kljestan CD Chivas USA 16 3
Angriff
8 Clint Dempsey FC Fulham 49 13
9 Eddie Johnson Cardiff City 37 12
10 Landon Donovan Los Angeles Galaxy 108 37
11 Brian Ching Houston Dynamo 36 9
17 Jozy Altidore Deportivo Xerez 9 6

1Alle Angaben zu Spiel- und Toranzahl beziehen das WM-Qualifikationsspiel gegen Trinidad & Tobago am 1. April 2009 ein.

Trainer seit 1916

  • Thomas Cahill (1916)
  • George Burford (1924)
  • Nat Agar (1925-26)
  • George Burford (1928)
  • Robert Millar (1930)
  • David Gould (1934)
  • Bill Lloyd (1937)
  • Andrew Brown (1947)
  • Walter Giesler (1948-49)
  • Bill Jeffrey (1950)
  • John Woods (1952)
  • Ernö Schwarz (1953-55)
  • George Meyer (1957)
  • Jim Reed (1959-61)
  • John Herberger (1964)
  • George Meyer (1965)
  • Phil Woosnam (1968)
  • Gordon Jago (1969)
 

Bekannte ehemalige Spieler

Länderspiele gegen die BR Deutschland

(Ergebnisse stets aus US-amerikanischer Sicht)

  1. 13. Juni 1993 in Chicago: 3:4 - Torfolge: 0:1 Klinsmann (14.); 1:1 Dooley (26.); 1:2 Riedle (34.); 1:3 Riedle (40.); 1:4 Riedle (59.); 2:4 Stewart (72.); 3:4 Dooley (81.).
  2. 18. Dezember 1993 in San Francisco: 0:3 - Torfolge: 0:1 Möller (16.); 0:2 Kuntz (79.); 0:3 Thom (90.).
  3. 15. Juni 1998 in Paris: 0:2 (WM-Vorrunde) - Torfolge: 0:1 Möller (9.); 0:2 Klinsmann (65.).
  4. 6. Februar 1999 in Jacksonville: 3:0 - Torfolge: 1:0 Kirovski (15.); 2:0 Sanneh (24.); 3:0 Reyna (26.).
  5. 30. Juli 1999 in Guadalajara: 2:0 (Confederations Cup) - Torfolge: 1:0 Olsen (23.); 2:0 Moore (50.).
  6. 27. März 2002 in Rostock: 2:4 - Torfolge: 1:0 Mathis (17.); 1:1 Ziege (44.); 1:2 Neuville (61.); 1:3 Bierhoff (65.); 1:4 Frings (68.); 2:4 Mathis (71.).
  7. 21. Juni 2002 in Ulsan: 0:1 (WM-Viertelfinale) - Torschütze: 0:1 Ballack (39.).
  8. 22. März 2006 in Dortmund: 1:4 - Torfolge: 0:1 Schweinsteiger (46.); 0:2 Neuville (73.); 0:3 Klose (75.); 0:4 Ballack (79.); 1:4 Cherundolo (85.).

Länderspiel gegen die DDR

(Ergebnis aus US-amerikanischer Sicht)

  1. 28. März 1990 in Berlin: 2:3 - Torfolge: 0:1 Kirsten (17.); 0:2 Kirsten (32.); 1:2 Vermes (41.); 1:3 Kirsten (66.); 2:3 Murray (85.).

Länderspiele gegen die Schweiz

(Ergebnis aus US-amerikanischer Sicht)

  1. 6. September 1978 in Luzern 0:2
  2. 8. Februar 1985 in Tampa 1:1
  3. 1. Februar 1991 in Miami 0:1
  4. 2. Juni 1990 in St. Gallen 1:2
  5. 22. Januar 1994 in Fullerton 1:1
  6. 18. Juni 1994 in Detroit 1:1 WM-Vorrunde
  7. 17. Oktober 2007 in der Schweiz 1:0

Länderspiel gegen Liechtenstein

(Ergebnis aus US-amerikanischer Sicht)

  1. 24. Mai 1990 in Eschen 4:1 (1:1)

Länderspiele gegen Österreich

(Ergebnis aus US-amerikanischer Sicht)

  1. 19. Juni 1990 in Florenz/Italien 1:2 (WM-Vorrunde)
  2. 22. April 1998 in Wien 3:0

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