Basellandschaftliche Zeitung
Basellandschaftliche Zeitung
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Beschreibung Schweizer Tageszeitung
Verlag AZ Medien
Erstausgabe 1. Juli 1832
Erscheinungsweise werktäglich
Verkaufte Auflage (WEMF 2011[1]) 19'819 Exemplare
Chefredakteur Thomas Dähler
Weblink www.basellandschaftlichezeitung.ch
altes Logo (bis 2008)

Die Basellandschaftliche Zeitung (bz) ist nach der Basler Zeitung die zweitgrösste Tageszeitung der Region Basel und hat ihren Sitz in Liestal.

Die Auflage liegt bei 19'819 verkauften Exemplaren (WEMF 2011).

Seit dem 16. September 2006 erscheint die bz als Kopfblatt der az Gesamtausgabe. Eigenständig produziert wird der Regionalteil (Nachrichten und Sport), bei den Anzeigen erfolgt eine regionale Filterung. Die Redaktion der bz kann aber auch Einfluss nehmen auf die übrigen Teile der Gesamtausgabe und Artikel streichen, ersetzen oder modifizieren.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Vorläufer

Als Vorläufer der bz gilt Der unerschrockene Rauracher. Im Untertitel bezeichnete sich dieses Blatt als Ein Schweizerisches, wahrheitsliebendes Blatt für Religion, vernünftiges Volksrecht und Aufklärung. Die Gründung fällt in die Zeit der Basler Kantonstrennung. Dieser Bürgerkrieg war auch ein Papierkrieg, der zuerst hauptsächlich mit Flugblättern gefochten wurde. Das änderte sich im Januar 1831: In Basel erschien erstmals die Baseler Zeitung. Dreimal wöchentlich versuchte dieses Blatt mit einseitigen Artikeln die revolutionäre Bewegung auf dem Land einzudämmen. Als Antwort darauf kaufte der Landschreiber Benedikt Banga eine Druckerpresse, mit der er ab dem 1. Juli 1832 Den unerschrockenen Rauracher herausgab. In den ersten Monaten war dies eine Staatszeitung, die aber bald in Bangas privater Druckerei herausgegeben wurde. Die Zeitung steigerte ihre Auflage nicht über sechshundert Exemplare und ging nach fünf Jahren ein. Die Firma Banga und Honegger druckte aber schon vorher mehrere andere Zeitungen. Zwischenzeitlich erschienen im Baselbiet vorübergehend sechs Zeitungen nebeneinander. Viele wurden bei Banga und Honegger gedruckt, änderten oft ihren Namen und gingen bald wieder ein. 1853 erschienen in Baselland nur noch drei Zeitungen: Landschäftler, Bundesfreund und Baselbieter. Diese drei Zeitungen stellten sich mit der Zeit in Opposition zur Regierung und zum Establishment. Ein Grund dafür war der Eisenbahnbau, den die Baselbieter Regierung auf verbrecherische Art vorantrieb. Sie war mit der Centralbahn verfilzt und nahm kaum Rücksicht auf Landbesitzer: Landenteignungen führte sie arrogant durch und zerstörte mutwillig Bauernland.

Gründung 1854

Da die regierende Partei damals nicht mehr über die Mehrheit im Landrat verfügte und erstmals seit der Kantonsgründung keine Unterstützung einer Zeitung genoss, entschlossen sich namhafte Männer zur Gründung der Basellandschaftlichen Zeitung (bz), um die anderen Blätter im Kanton zu erdrücken. Diese Absicht teilten sie den Buchdruckern Lüdin & Walser mit, die den Bundesfreund herausgaben, und verlangten, die beiden sollten ihre Zeitung abtreten. Zuerst weigerten sie sich, doch dann erklärte sich die Redaktion mit bitteren Worten dazu bereit. Darauf erschien am 1. Juli 1854 in der Druckerei von Lüdin & Walser zum ersten Mal die bz. So erhielt das politische Establishment eine Zeitung, mit der es sich ans Volk wenden konnte. Trotz der Kritik und Kampfansage der anderen Blätter konnte sich das neue Organ bleibend etablieren.

Wie vielerorts waren die Baselbieter Zeitungen damals Parteiblätter, was sich mit besonderer Deutlichkeit bei den Nationalratswahlen von 1854 zeigte: Jede der drei Zeitungen schlug je zwei Kandidaten vor, die sie während des Wahlkampfs unterstützte. Die bz kämpfte für den Kandidaten Stephan Gutzwiller und rechtfertigte in mehreren Stellungsnahmen dessen Haltung in der Bundesversammlung. Es wurde vermutet, dass Gutzwiller diese Zeilen selber geschrieben hatte, obschon sie in der dritten Person verfasst waren. Die Autoren versahen damals ihre Artikel selten mit Namen.

Entwicklung im 20. Jahrhundert

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wies die bz eine Auflage von 6000 Exemplaren auf, die nach einem steten Anstieg in den 1980er Jahren 20.000 Stück erreichte. 1992 übernahm die bz die Nordschweiz. Diese katholische Zeitung war im bernischen Laufental verankert und stark defizitär. Bis zum Beitritt zum Zeitungsbund der Mittelland-Zeitung im Jahr 2006 trug die bz den Namen Nordschweiz im Untertitel.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. WEMF Auflagenbulletin 2011. Abgerufen am 12. November 2011.

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