Universität Greifswald
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
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Motto Wissen lockt. Seit 1456.
Gründung 17. Oktober 1456
Trägerschaft staatlich
Ort Greifswald
Bundesland Mecklenburg-Vorpommern
Staat Deutschland
Leitung Rainer Westermann
(351. Rektor)

Thomas Behrens (Kanzler)
Wolfgang Joecks (Prorektor)
Michael North (Prorektor)

Studenten 12.100 (10/2008)[1]
Mitarbeiter 5.029 (04/2008, inkl. Uniklinikum)
davon Professoren 222
Website www.uni-greifswald.de
Greifswalder Marktplatz mit Rathaus
Teil des Altstadtcampus
Östliche Altstadt mit dem Greifswalder Bodden im Hintergrund (gesehen vom Turm des Doms)

Die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (auch: Alma Mater Gryphiswaldensis, Universitas Gryphiswaldensis oder Academia Gryphica) ist eine Universität mit Sitz in der Hansestadt Greifswald, etwa 200 km nördlich von Berlin.

Sie wurde im Jahr 1456 gegründet und ist damit eine der ältesten Universitäten der Welt. Als viertälteste durchgängig existierende Universität Deutschlands und zweitälteste im Ostseeraum war sie zeitweilig auch die älteste Hochschule Schwedens (1648–1815) und Preußens (1815–1947).

Etwa zwei Drittel der 12.000 Studierenden kommen von außerhalb des Bundeslandes zum Studium nach Greifswald. Als typische Studentenstadt wird Greifswald oft als „Universität mit einer Stadt drumherum“ beschrieben. Nach zwei Studien aus dem Jahr 2008 ist Greifswald die „dynamischste“[2] und die „jüngste“[3] Stadt Deutschlands.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

1436—1600: Gründung

Heinrich Rubenow, der damalige Bürgermeister Greifswald und erste Rektor der Universität.

In Greifswald fand bereits seit 1436 akademische Lehre statt.[4] Die Universität Greifswald wurde offiziell am 17. Oktober 1456 als Academia Gryphica gegründet. Die Gründung erfolgte unter großem Engagement des Bürgermeisters (und ersten Rektors) Heinrich Rubenow mit kaiserlicher und päpstlicher Genehmigung unter dem Schutz des pommerschen Herzogs Wartislaw IX.. Die Gründungsfeier fand unter dem Camminer Bischof Henning Iven im Greifswalder Dom St. Nikolai statt, in dem auch heute noch Veranstaltungen der Universität wie etwa die jährliche Immatrikulationsfeier stattfinden. Die Gründung im Dom spiegelte den zur damaligen Zeit stark römisch-katholischen Charakter der Universität wider, durch den beispielsweise der Humanismus zunächst Schwierigkeiten hatte im Lehrbetrieb Eingang zu finden. Zunächst wurden die vier klassischen Fakultäten: Theologie, Philosophie, Medizin und Jura eingerichtet.

Die Ernst-Moritz-Arndt-Universität wurde nach Rostock die zweite Universität im Ostseeraum. In heutigen Deutschland gibt es nur drei ältere Universitäten (nach Zahl der Existenzjahre): die Universität Heidelberg (1386), die Universität Leipzig (1409) und die Universität Rostock (1419). Die pommersche Universität Greifswald war zeitweilig die älteste Universität Preußens (1815–1945) und zuvor die älteste Universität im schwedischen Machtbereich (1648–1818) zur Zeit Schwedisch-Pommerns.

Ihre Gründung hat die Universität in Greifswald der vorausgegangenen Reichsacht gegen Rostock zu verdanken: Wegen Unruhen durfte an der Rostocker Universität nicht gelehrt werden. Große Teile der Professoren- und Studentenschaft zogen vorübergehend von Rostock nach Greifswald, und Rubenow bewirkte ihr Bleiben.

Begünstigt durch ihre Lage und den Einfluss der Hanse entwickelten sich schon in der Frühzeit der Universität intensive Beziehungen zu den nördlichen Nachbarn in Skandinavien und im Baltikum. Von 1456 bis zur Reformation (1526) studierten hier 476 Skandinavier; 22 Nordeuropäer finden sich unter den Hochschullehrern und sechs unter den Rektoren dieser Zeit. Ein an damaligen Studentenzahlen gemessen beachtlicher Anteil.

Der Reformator Johannes Bugenhagen auf einem Triptychon in der Stadtkirche zu Wittenberg.

Von 1527 bis 1539 blieb die Universität geschlossen. Erst die Reformation brachte eine neue Entwicklung der Universität. 1539 wurde die Universität durch den Landesherrn, Herzog Philipp I. von Pommern, als protestantische Landesuniversität wieder eröffnet. Da durch die Reformation zahlreiche der bisherigen Pfründen zur Versorgung der Hochschule fortgefallen waren, benötigte sie eine materielle und finanzielle Neuausstattung. In der Stadt bekam sie vom Herzog das säkularisierte Dominikanerkloster, auch Schwarzes Kloster genannt. Die Professuren der Theologischen Fakultät wurden personell mit den Pastoraten an den drei Greifswalder Pfarrkirchen verknüpft, wobei der Inhaber der 1. Theologischen Professur als Pastor von St. Nikolai zugleich Generalsuperintendent von Pommern-Wolgast war. Die Verbindung zwischen Universität und frühmodernem Staat setzte sich auch in den anderen Fakultäten fort. Die Juristen waren zugleich am Hofgericht beschäftigt, die Mediziner als herzogliche Leibärzte und die Artisten als Prinzenerzieher. Neben den Herzögen betätigten sich auch die Landstände als Förderer der Universität, was in der Stiftung von Stipendien und Freitischen für Studenten zum Ausdruck kam.

Bereits unter Herzog Philipp I. wurden Einnahmen des aus dem säkularisierten Kloster Eldena hervorgegangenen Amtes Eldena der Universität zur Versorgung überwiesen. Der Nachfolger Ernst Ludwig initiierte den Bau eines nach ihm benannten Kollegiengebäudes, das aber erst nach seinem Tod fertiggestellt wurde und auf dessen Grundmauern das heutige Hauptgebäude steht. Der letzte Herzog von Pommern-Wolgast, Philipp Julius, schenkte der Universität einen kostbaren Radmantel, der bis in die jüngste Vergangenheit von den Rektoren bei feierlichen Anlässen getragen wurde.

1600—1815: Schweden

1604 wurde mit der Universitätsbibliothek Greifswald die erste zentralisierte Universitätsbibliothek Deutschlands eingerichtet. Über mehrere Jahrzehnte bestand ein Ankaufvertrag über 2.000 Gulden mit einem Wittenberger Buchdrucker. Der Vertrag endete erst zum Ende des 17. Jahrhunderts. Zum Buchbestand gehören Handschriften und frühe Drucke so renommierter Schriftsteller und Drucker wie Johannes Gutenberg, Thomas Thorild u. v. a.

Zur Begleichung der ausstehenden Professorengehälter vermachte im Jahr 1634 der Herzog von Pommern, Bogislaw XIV., der Universität das Amt Eldena vor den Toren der Stadt mit 14.000 Hektar, wodurch sie zur größten Grundbesitzerin unter den Universitäten wurde.

Im Westfälischen Frieden von 1648 fiel Greifswald mit Vorpommern an Schweden und war 1715 bis 1720 vorübergehend dänisch. Ohne den Charakter einer deutschen Hochschule zu verlieren, wurde die Universität nun bis 1815 von schwedischer Wissenschaftspolitik geprägt. Besonders im ausklingenden 18. Jahrhundert erlangte sie als Kulturbrücke zwischen Schweden und Deutschland neue Bedeutung: mehr als 1500 Schweden studierten oder wirkten hier als Wissenschaftler, z.B. der schwedische Philosoph Thomas Thorild (1795–1808).

Das repräsentative Hauptgebäude in der Domstraße wurde 1747 bis 1750 vom Greifswalder Mathematiker Andreas Mayer im Stil des norddeutschen Spätbarock errichtet. Die heutige Aula, früher als Bibliothek genutzt, gilt als ein besonderes »Kleinod« dieses Baustils.

1815—1945: Preußen

Der Namensgeber der Universität, Ernst Moritz Arndt, auf dem Rubenowdenkmal.

1815 ging Schwedisch-Pommern samt der Universität Greifswald in preußischen Besitz über, womit sie die älteste Hochschule Preußens wurde. Man sah sie als die pommersche Landesuniversität an.

1856 wurde zum 400-jährigen Bestehen der Universität Greifswald das Rubenow-Denkmal im Beisein Königs Friedrich Wilhelm IV. von Preußen eingeweiht. Dieses Denkmal für Heinrich Rubenow befindet sich nach wie vor an seinem Platz und wurde 2006 zum 550-jährigen Jubeljahr der Alma Mater aufwendig restauriert.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sie sich zu einer modernen universitas litterarum. Neben der Medizin mit eigenem Klinikviertel erblühten besonders die Juristische Fakultät, die Theologische Fakultät, die Altertumswissenschaften und die Philologien. Die Juristische Fakultät wurde 1905 durch Angliederung einer Ökonomischen Abteilung (heute Abteilung Betriebswirtschaftslehre) zur Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät erweitert. 1912 wurde die deutsche Paläontologische Gesellschaft in Greifswald auf Initiative des Greifswalder Paläontologen Otto Jaekel gegründet. Während der Weimarer Republik wurde das Spektrum der Universität noch einmal größer (Nordisches Institut, Gustaf-Dalman-Institut für Palästinawissenschaften, Victor-Schultze-Institut mit christlich-archäologischer Sammlung, Biologische Forschungsanstalt auf der Insel Hiddensee).

1933 wurde sie nach Ernst Moritz Arndt benannt. Arndt, 1791 Theologiestudent der Universität, lehrte hier, mit Unterbrechungen, von 1800 bis 1811 als Historiker. Von hier aus veröffentlichte er seine sozialkritische Schrift „Versuch einer Geschichte der Leibeigenschaft in Pommern und Rügen“, sein Werk „Germanien und Europa“ sowie den ersten Teil von „Geist der Zeit“. Bis in die heutige Zeit gibt es immer wieder Diskussionen über den nicht unumstrittenen Namenspatron; eine Änderung des Universitätsnamens wurde aber nach Beratungen stets abgelehnt.

1945—heute: Deutschland

Klubhaus der Universität Greifswald (Juli 1963)

Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Universität geschlossen, jedoch am 15. Februar 1946 wieder eröffnet. Auf Befehl der sowjetischen Militäradministration blieb die ökonomische Abteilung zunächst geschlossen. Nach Gründung der DDR gab es mehrere organisatorische Umformungen, Schließungen und Neuausrichtungen:

  • Die Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät wurde weitestgehend geschlossen.
  • Eine landwirtschaftliche Fakultät war 1946 aus der ehemaligen, 1835 gegründeten Landwirtschaftlichen Akademie Greifswald-Eldena geschaffen worden, 1950 aber an die Universität Rostock verlegt und später als Institut erneut in der Universität Greifswald eingegliedert worden.
  • Von 1946 bis 1955 bestand eine pädagogische Fakultät.
  • Die ebenfalls nach Kriegsende errichtete Arbeiter- und Bauern-Fakultät „Martin Andersen Nexö“ wurde 1962 geschlossen.
  • Eine von der DDR-Führung beabsichtigte Umwandlung der medizinischen Fakultät in eine militärmedizinische Akademie konnte 1955 durch einen Studentenstreik abgewendet werden. Die Universität musste jedoch die Einrichtung einer militärmedizinischen Sektion hinnehmen, die als Dienststelle der Nationalen Volksarmee (NVA) an der Universität bestand. Sie wurde 1989 aufgelöst.
  • 1968/69 wurden die Fakultäten in ihrer klassischen Form aufgelöst und in 16 „Sektionen“ und den „Bereich“ Medizin aufgeteilt.

Diese teils drastischen Einschnitte in das Greifswalder Hochschulgefüge sind zum großen Teil nach 1990 rückgängig gemacht worden. Die Autonomie der Universität, deren akademische Selbstverwaltung und die Freiheit von Wissenschaft und Kunst, von Lehre und Studium sind wiederhergestellt worden. Schon im Dezember 1989 wurde die Sektion Theologie wieder zu einer Theologischen Fakultät aufgewertet. Die Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät folgte zum Sommersemester 1991 mit Jura und nach einem vergeblichen Versuch 1992 zum Wintersemester 1993/94 mit Betriebswirtschaftslehre.

Die Idee der „Universitas“ verwirklicht wieder ein Fächerkanon in Forschung und Lehre aus der Theologie, den Rechts- und Staatswissenschaften, den Geisteswissenschaften, der Mathematik, der Medizin und den Naturwissenschaften, die in den folgenden fünf Fakultäten organisiert sind: Theologische, Rechts- und Staatswissenschaftliche, Medizinische, Philosophische und Mathematisch-Naturwissenschaftliche. Heute prägen neben den verschiedenen Philologien besonders die Forschungen in Medizin, Physik und Biochemie die Universität.

Die Universität Greifswald stellt bereits seit 1999 als eine der ersten in Deutschland im Rahmen des Bologna-Prozesses ihr Studienangebot auf konsekutive Studiengänge um. Dem inzwischen so genannten Greifswalder Modell gestufter Studiengänge an der Philosophischen Fakultät[5] folgten inzwischen auch viele Studienfächer der anderen Fakultäten, z. B. Physik und Geographie. Ferner hat die Universität Greifswald zum Wintersemester 2000/2001 als erste Universität in Deutschland einen modularisierten juristischen Studiengang mit dem Abschluss Bachelor of Laws eingeführt.[6]

Das Alfried-Krupp-Wissenschaftskolleg Greifswald kooperiert mit der Universität auf vielfältigste Weise und fördert Lehre und Forschung unter anderem durch Stipendien, Graduiertenkollegs und die Finanzierung internationaler Tagungen hohen Profils.

Rubenowplatz mit barockem Universitätshauptgebäude
Die Alte Augenklinik geht – wie viele der historischen Altstadtkliniken aus dem 19. Jahrhundert – zukünftig aufgrund des Klinikumsneubaus an andere Fakultäten über.

Im Jahre 2006 feierte die Universität das 550-jährige Jubiläum ihrer Gründung 1456. Höhepunkt der zahlreichen Veranstaltungen zum Universitätsjubiläum war die Neueröffnung der restaurierten Aula im barocken Universitätshauptgebäude durch Bundespräsident Horst Köhler und Königin Silvia von Schweden.

Auch baulich hat sich das Bild der Universität Greifswald seit dem Ende der DDR sehr stark verändert. In die Restaurierung historischer Bauten und in den Neubau zahlreicher Gebäude sind in den Jahren 1991 bis 2007 insgesamt rund 417 Millionen Euro geflossen.[7] Im Jahr 2008 wurde die aufwändig betriebene Instandsetzung des historischen Audimax aus dem 19. Jahrhundert erfolgreich beendet und im Beisein von Berthold Beitz, der über die Krupp-Stiftung die Hälfte der Restaurierungskosten von 2 Millionen Euro bestritt, feierlich eingeweiht[8][9] und z.B. der Bau einer universitätseigenen, zentralen Werkstatt begonnen. Weiterhin wird als einer von 17 genehmigten der bundesweit 52 beantragten Hochschulbauten von „nationaler Bedeutung“ ein Forschungsneubau für die Pharmakologie vom Bund gefördert.[10]

Struktur

Universitätsleitung

Der Rektor leitet die Universität mithilfe seiner Richtlinienkompetenz und vertritt die altehrwürdige Alma Mater nach außen, etwa gegenüber dem Ministerium, Wissenschaftsgesellschaften oder Sponsoren. Der Rektor wird vom Senat gewählt und wird unterstützt durch zwei Prorektoren. Derzeitiger Rektor ist seit 2003 der Psychologe Prof. Dr. Rainer Westermann, dessen Amtszeit im Jahr 2013 endet. Prorektoren sind der Jurist Wolfgang Joecks und der Historiker Michael North.

Der Universitätskanzler leitet die Verwaltung der Universität nach innen. Der Kanzler wird auf eine Zeit von 8 Jahren vom Senat gewählt. Derzeitiger Kanzler ist Herr Dr. Thomas Behrens.

Der akademische Senat setzt sich aus Professoren, wissenschaftlichen Mitarbeitern, Studenten und nichtwissenschaftlichen Mitarbeitern im Verhältnis 12:4:4:2 („engerer Senat“) oder 12:6:12:6 („erweiterter Senat“) zusammen.

Außerdem gibt es einen „Universitätsrat“, bestehend aus sechs vom Senat gewählten Persönlichkeiten, welcher die Universität berät. Derzeitige Mitglieder des Universitätsrats:

Eine besondere Ehrung stellt die Bestellung als „Ehrensenator“ der Alma Mater Gryphiswaldensis dar. Diese Ehre kam bisher vier Personen zuteil:

Fakultäten

Das Institut für Deutsche Philologie, welches ebenfalls Sitz des Dekanats der Philosophischen Fakultät ist.
Institut für Deutsche Philologie (innen)
Die Abteilungen Baltistik und Slawistik des Instituts für Fremdsprachliche Philologien (grau), sowie das Akademische Auslandsamt der Universität (blau)

Die Ernst-Moritz-Arndt-Universität besteht aus fünf Fakultäten, die ihrerseits wieder in Institute oder Kliniken aufgeteilt sind. An der Spitze der Fakultäten steht jeweils ein Dekan sowie ein Prodekan und ein Studiendekan. An der Philosophischen und Medizinischen Fakultät wird der Dekan durch einen zweiten Prodekan unterstützt. Darüber hinaus gibt es die Fakultätsräte, die sich aus Hochschullehrern, wissenschaftlichen Mitarbeitern, Studenten und sonstigen Mitarbeitern zusammensetzen.

Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

An der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät werden folgende Institute zusammengefasst:

Seit 2007 entwickelt das Institut für Physik gemeinsam mit weiteren deutschen Instituten sowie Instituten in der Schweiz, Japan, Australien und Tschechien das Weltraumwetter-Teleskop MuSTAnG[11] (Muon Spaceweather Telescope for Anisotropies at Greifswald), das Teil eines weltweiten Netwerkes von Teleskopen werden soll. Mit Hilfe dieses Netzwerkes soll die genauere Vorhersage von Sonnenaktivitäten ermöglicht werden. Das Projekt wurde von der European Space Agency (ESA) und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt mitinitiiert.

Darüber hinaus existiert die Sternwarte Greifswald. Ferner gibt es zahlreiche Überschneidungen und Kooperationen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik und dem Friedrich-Loeffler-Institut.

Medizinische Fakultät

Die medizinische Ausbildung in Greifswald ist eine der gefragtesten in Deutschland. Im Jahr 2007 war Greifswald nach Berlin bei der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) der unter 34 Studienorten in Deutschland am zweitmeisten genannte Studienwunsch für angehende Mediziner.[12] Die medizinische Fakultät der Universität Greifswald ist eine der selektivsten weltweit. In Deutschland werden Studienplätze der Medizin und Zahnmedizin für gewöhnlich durch die ZVS vergeben, die Universität Greifswald jedoch sucht sich einen Teil ihrer Studenten jedes Jahr selbst in einem eigenen Bewerbungsverfahren aus. Im Jahr 2008 kamen hierbei auf 95 Humanmedizin-Studienplätze etwa 2.100 Bewerber (Zulassungsquote 4,5 Prozent) und auf 29 Zahnmedizin-Studienplätze kamen etwa 400 Bewerber (Zulassungsquote 7,25 Prozent).[13]

Angebotene Studiengänge sind Humanmedizin und Zahnmedizin. Lehr- und Ausbildungskrankenhaus der Medizinischen Fakultät ist das Universitätsklinikum Greifswald, welches sich im Neubau befindet und bis 2009 eines der modernsten Krankenhäuser Deutschlands wird.

Philosophische Fakultät

Hauptartikel: Philosophische Fakultät der Universität Greifswald

Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät

In verschiedenen Rankings nehmen die Wirtschaftswissenschaften an der Universität Greifswald weit überdurchschnittliche Spitzenplätze ein.[14] Praktisch als einzige Fakultät in Deutschland wird die RSF den Studiengang Betriebswirtschaftslehre mit dem Abschluss Diplom-Kaufmann nicht zugunsten eines entsprechenden Bachelor-Abschlusses abschaffen, sondern ihn auf Dauer erhalten.[15]

Aufgrund einer Reform der Landesregierung wird die Ausbildung von Juristen im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern zukünftig ausschließlich in Greifswald stattfinden. Die entsprechende Juristische Fakultät in Rostock wird auf ein Minimum reduziert werden.

An der RSF werden die Fächer Rechtswissenschaft (Abschlüsse Staatsexamen, LL.B., LL.M.) und Betriebswirtschaft (Abschluss Diplom-Kauffrau/-mann) angeboten. Im Rahmen des eigentlich an der Philosophischen Fakultät angesiedelten B.A.-Studiengangs kann man die Teilfächer Öffentliches Recht, Privatrecht und Wirtschaft studieren. Zusätzlich wird als Aufbaustudiengang ein Master in „Health Care Management“ angeboten.

Theologische Fakultät

Die Theologische Fakultät ist die kleinste Greifswalder Fakultät und bietet das Spektrum der evangelischen Theologie an. Eine Besonderheit des Greifswalder Theologiestudiums ist das Institut zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung, welches in Zusammenarbeit mit der Pommerschen Evangelischen Kirche und der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste der EKD betrieben wird und sich Fragen der Mission und der praktischen Verkündigung des Evangeliums widmet.

Möglich ist das Studium der evangelischen Theologie (Abschlüsse: Kirchliches Examen, Diplom), Evangelische Religion (Lehramt Gymnasium) und Evangelische Religionspädagogik (Aufbaustudiengang).

Das Gustaf-Dalman-Institut beherbergt nach eigenen Aussagen „ eine international einmalige Sammlung von höchstem wissenschaftlichen Interesse und Niveau“.[16] Das Victor-Schultze-Institut besitzt eine Sammlung spätantiker und mittelalterlicher Originale.

Sonstige Einrichtungen

Im Fremdsprachen- und Medienzentrum kann man Fremdsprachen (z. B. Schwedisch, Spanisch, Französisch, Englisch, Russisch) studiumsbegleitend erlernen sowie den Umgang mit modernen Medien lernen.

Das Universitätsrechenzentrum (URZ) ist zuständig für das universitätsinterne Netzwerk sowie dessen Anbindung an das Internet. Über das Universitätsnetzwerk sind neben den Fakultäten und Instituten auch die Studentenwohnheime an das Internet angebunden. Außerdem verfügt das Netzwerk über mehrere W-LAN-Spots. Weiterhin stellt das URZ auch Rechner, Drucker und nach besonderer Erlaubnis auch das Medienlabor zur Benutzung vor Ort bereit.

Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA), der sich für die Belange der Studierendenschaft einsetzt, befindet sich gegenüber dem barocken Universitätshauptgebäude in der Domstraße 12.

Die zentrale Universitätsbibliothek Greifswald und die 19 Fachbereichsbibliotheken sind für Studenten und Wissenschaftler da.

Das Universitätsklinikum Greifswald und die Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde sind Lehr- und Ausbildungskrankenhäuser der Universität. Das Universitätsklinikum Greifswald ist eins der modernsten Krankenhäuser Deutschlands.

Statistik

Die Universität Greifswald hat derzeit 11.901 (WS 2008/09) Studenten[17], davon sind 59 % weiblich und 41 % männlich. Der Anteil Studierender von außerhalb des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern betrug bei den Neuimmatrikulationen zum Wintersemester 2007/2008 etwa 65 %, d. h. nahezu zwei Drittel der neuen Studenten kamen aus anderen Bundesländern nach Greifswald.

Aktuell sind 665 ausländische Studenten in Greifswald immatrikuliert, was einem Anteil von 5,8 % entspricht. Die größten Anteile an ausländischen Studenten kommen aus Polen, Vietnam und Russland.

Forschung und Lehre

Am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching und Greifswald wird an Wendelstein 7-X geforscht und gebaut. Mit rund 1100 Mitarbeitern, davon etwa 700 in Garching und 400 in Greifswald, ist das IPP eines der größten Zentren für Fusionsforschung in Europa

Schwerpunkte

Die Schwerpunkte der Lehre und Forschung an der Universität Greifswald liegen in den Bereichen:

Sonderforschungsbereiche

Darüber hinaus gibt es mehrere Sonderforschungsbereiche (SFB), zum Beispiel

  • SFB Komplexe Plasmen (Greifswald und Kiel)
  • SFB Coulombsysteme, Cluster und Partikel (Greifswald und Rostock)
  • SFB Inflammatorische Kardiomyopathie (Greifswald, Berlin und Tübingen)
  • SFB Pathophysiologie von Staphylokokken in der Post-Genom-Ära (Greifswald, Tübingen und Würzburg)

Graduiertenkollegs

Die Ernst-Moritz-Arndt-Universität hat fünf sogenannte Graduiertenkollegs:

  • Kontaktzone Mare Balticum: Fremdheit und Integration im Ostseeraum
  • Wechselwirkungen zwischen Erreger und Wirt bei generalisierten bakteriellen Infektionen
  • Alfried-Krupp-Graduiertenkolleg zur Tumorbiologie
  • International Max Planck Research School on Bounded Plasmas
  • International Center for Integrated Neuroscience at the Alfried-Krupp-Wissenschaftskolleg Greifswald (Greifswald, Bergen (Norwegen), Trier)

Forschungspartner

Rankings

Laut Hochschulranking der Zeit schneidet die Universität Greifswald in verschiedenen Studienfächern in der jeweiligen Spitzengruppe unter den deutschen Hochschulen ab, so z. B. in Biologie, Humanmedizin, Geographie, Jura, Psychologie, Zahnmedizin und Betriebswirtschaftslehre.[18]

Im Bereich der Zufriedenheit der Studierenden mit ihrer Alma Mater kam die Universität Greifswald in zahlreichen CHE-Rankings ihrer Fächer unter die Spitzenreiter, was immer wieder auf den guten Kontakt zu den Lehrenden[19], die allgemein guten Studienbedingungen und die gute Lebensqualität in Greifswald zurückgeführt wird.[20]

Zur Verbesserung von Lehre und Forschung beteiligt sich die Universität am Verbund Norddeutscher Universitäten.

Internationale Kooperation

Das restaurierte Rubenow-Denkmal mit der Theologischen Fakultät im Hintergrund.

Die Universität Greifswald unterhält vielfältige Kontakte zu renommierten Hochschulen in Europa und der Welt. Diese Kontakte werden zum einen auf Universitätsebene über Partnerschaftsverträge mit Partneruniversitäten geregelt, zum anderen auf der Fakultäts- und Institutsebene durch Kooperationen der Lehrstühle sowie durch das ERASMUS-Programm.

Der von der Universität beschlossene regionale Schwerpunkt der internationalen Kooperation liegt in Nordeuropa und Osteuropa. Die verschiedenen Lehrstühle, Institute und Fakultäten unterhalten zahlreiche weitere, über die Partneruniversitäten hinausgehende Kontakte, die dem wissenschaftlichen Austausch und/oder dem Studentenaustausch im Rahmen des ERASMUS-Programms dienen. Es bestehen unter anderem Kontakte zu den Universitäten Barcelona, Bergen, Göteborg, Graz, Helsinki, Kopenhagen, Lancaster, Lund, Luzern, Stockholm, Southampton, Uppsala und Utrecht.

Offizielle Partneruniversitäten sind:

Sammlungen und sonstiges Eigentum

Besitz

Bis 1945 war die Universität Greifswald diejenige mit dem größten Grundeigentum (mehr als 14000 ha) in Deutschland. Das Grundeigentum stammt aus der Übertragung säkularisierter Klostergüter an die Universität als Ersatz für ausstehende Patronatszahlungen des pommerschen Herzogs. Dadurch war sie eine der wohlhabendsten Universitäten Deutschlands und finanziell bis weit ins 19. Jahrhundert hinein unabhängig. Von dem Reichtum zeugen noch einige Kunstschätze, wie zum Beispiel der Croy-Teppich (eine große Bildwirkerei mit einer bildlichen Darstellung zur Reformation aus dem Jahre 1554) oder eine originale 36-zeilige Gutenbergbibel (1458), die die Universität im 19. Jahrhundert von der Wolgaster St.-Petri-Gemeinde erwarb, sowie diverse weitere jahrhundertealte wertvolle Bücher. Der Reichtum der Universität an Bodeneigentum endete mit der Bodenreform in der sowjetischen Besatzungszone. Einige während der Bodenreform enteignete Grundstücke erhielt die Universität mittlerweile zurück. Sie werfen aber kaum mehr Geld ab, als sie zum Unterhalt benötigen und sind oft mit Altlasten versehen. Die Universität fordert in einem laufenden Verfahren vor Gericht noch weitere Grundstücksrückgaben vom Land Mecklenburg-Vorpommern. Die Universität Greifswald ist auch Eigentümerin eines eigenen Universitätswaldes, der forstwirtschaftlich durch einen eigenen „Universitätsförster“ bewirtschaftet wird. Zudem gehört zur Alma Mater eine Forschungsstation auf der Insel Hiddensee.

Sammlungen

Als eine der ältesten Universitäten Deutschlands konnten über die Jahrhunderte zahlreiche Exponate in den Sammlungen der Universität akkumuliert werden. Diese können in folgenden Einrichtungen besichtigt werden:

Heidegarten des Arboretum Greifswald
  • Anatomische Sammlung
  • Archäologische Studiensammlung
  • Botanischer Garten
  • Christlich-archäologische Sammlung
  • Geburtshilflich-gynäkologische Sammlung
  • Geologische Landessammlung
  • Graphische Sammlung
  • Gustav-Dalman-Sammlung (Theologie)
  • Herbarium
  • Historische Kartensammlung
  • Medizinhistorische Sammlung
  • Münzsammlung
  • Pathologische Sammlung
  • Physikalische Gerätesammlung
  • Rechentechnische Sammlung
  • Sammlung vorgeschichtlicher Altertümer
  • Zoologisches Museum

Namhafte Angehörige

Siehe auch: Hochschullehrer der Uni Greifswald (ca. 450 Einträge) und Angehörige der Uni Greifswald
Fürst Bernhard von Bülow (links) — Kanzler des Kaiserreichs von 1900 bis 1909 — mit Wilhelm II. und Rudolf von Valentini an Bord der „SMY Hohenzollern“ im Jahre 1908.
Johannes Bugenhagen — Bedeutender Reformator in Norddeutschland, Dänemark und Norwegen sowie Weggefährte Martin Luthers

Die Universität Greifswald ist mit Generationen namhafter Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft verbunden, die zum Teil zu ihren ehemaligen Studenten, zum Teil zu ihren ehemaligen Lehrkräften gehören.

Dazu gehören beispielsweise die zwei Nobelpreis-Träger Johannes Stark (Nobelpreis für Physik 1919) und Gerhard Domagk (Nobelpreis für Medizin 1939). Otto von Bismarck (Reichskanzler 1871–1890) hat einen Teil seiner Studienzeit in Greifswald verbracht, ebenso wie einer seiner Nachfolger: Bernhard von Bülow (Kanzler 1900–1909).

Der ehemalige Greifswalder Student Johannes Bugenhagen verbreitete die Reformation in weiten Teilen Norddeutschlands und Skandinaviens und Thomas Thorild, ein schwedischer Dichter, studierte ebenfalls hier. Alfred Gomolka (Mitglied des Europäischen Parlaments) war in Greifswald Hochschullehrer, ebenso wie Bernhard Windscheid (einer der Väter des BGB). Ferdinand Sauerbruch, Theodor Billroth und Friedrich Loeffler verhalfen der Medizin zu neuem Wissen. Der Dichter Hermann Löns hatte ebenso eine Verbindung zu Greifswald wie Carl Schmitt, einer der einflussreichsten politischen Theoretiker. Aus den Naturwissenschaften fallen unter vielen anderen besonders die Namen Gustav Mie und Felix Hausdorff auf. Der Maler Caspar David Friedrich, einer der bedeutendsten Vertreter der Romantik und Namensgeber des heutigen Caspar-David-Friedrich-Instituts, erhielt von Universitätsbau- und Zeichenmeister Johann Gottfried Quistorp seinen ersten Kunstunterricht. Ein weiterer Schüler Quistorps war der Maler Wilhelm Titel.

Zu den Ehrendoktoren der Universität Greifswald gehören unter anderem Jacques Delors (ehemaliger Präsident der Europäischen Kommission) ebenso wie Hannelore Kohl, die mittlerweile verstorbene Frau des früheren Bundeskanzlers Helmut Kohl.

Mitgliedschaften

Die Universität ist unter anderem Mitglied folgender Organisationen:

Studentenleben

Sport

Früherer Treidelpfad am Ryck – beliebter Ort zu joggen oder Rad zu fahren
Segelschiff im Greifswalder Hafen – Das Segelrevier in der Nähe von Usedom und Rügen ist direkt „vor der Tür“.

Studenten können die Angebote des universitätseigenen Hochschulsports nutzen, der eine Vielfalt sportlicher Entfaltungsmöglichkeiten zur Verfügung stellt, beispielsweise Aerobic, American Football, Drachenboot, Fußball, Fechten, Handball, Judo, Karate, Kanu, Lacrosse, Rugby, Windsurfen, Taekwondo, Tauchen, Tennis, Tischtennis, Volleyball, Golf oder auch Yoga.[21]

Daneben gibt es zahlreiche von Studenten frequentierte Sportvereine, z. B. den ASV (Akademischer Seglerverein), die HSG (Hochschulsportgemeinschaft), den Hanseatischen Golfclub Greifswald oder allgemein die lokalen Sportvereine wie den Greifswalder SV 04.

Ein sehr beliebter Ort für Wassersport, insbesondere Rudern, ist der Fluss Ryck der die Stadt durchzieht. Die Ostsee, insbesondere die Strandbäder auf den nahegelegenen Inseln Usedom und Rügen – einer der beliebtesten Urlaubsregionen Deutschlands – sind beliebte Orte für Sommersportarten wie Beachvolleyball, Frisbee oder Schwimmen.

Beim jährlichen „Greifswalder Citylauf“ über 10km[22], der von der Hochschulsportgemeinscft Uni Greifswald e.V. (HSG) organisiert wird, starten auch viele studentische Einzel-, Gruppen- und Staffelläufer. Beim „Boddenschwimmen“ wird einmal die Dänische Wiek des Greifswalder Boddens überquert.

Gruppen

Vor Ort gibt es Gruppen aller Art, z. B. politisch (z. B. Jusos oder RCDS) oder religiös (z. B. die beiden kirchlichen Gruppen ESG und KSG sowie die überkonfessionelle Hochschul-SMD) oder sonstwie gebundene Interessengruppen (z. B. Umweltschutz). Es besteht die Möglichkeit, sich im AStA, einem Fachschaftsrat oder im Studierendenparlament (StuPa) aktiv zu beteiligen und sich damit für Studenten und Universität als ganzes zu engagieren.

In Greifswald finden mehrere international bekannte Veranstaltungen statt an denen man sich als Student beteiligen kann. Das Festival Nordischer Klang führt die deutsche Öffentlichkeit in die Kulturen Dänemarks, Finnlands, Islands, Norwegens und Schwedens ein. Das sogenannte Greifswald International Students Festival (GrIStuF) bringt Studenten aus verschiedensten Ländern jeden Sommer nach Greifswald und wird weitgehend durch Studenten organisiert.

Medien

An der Uni Greifswald engagieren sich Studenten in mehreren journalistischen Projekten.

Zu den Moritz-Medien gehören eine Fernseh-, eine Print- und eine Onlineredaktion, deren Finanzierung durch die Greifswalder Studierendenschaft gewährleistet wird.

radio 98eins sendet an Werktagen jeweils vier Stunden Programm und ist rechtlich eine Außenstelle des Neubrandenburger Offenen Kanals NB Radiotreff. Finanzielle Unterstützung erfährt der Lokalsender durch die Landesrundfunkzentrale Mecklenburg-Vorpommern.

Nachtleben

Eine Besonderheit des Greifswalder Nachtlebens sind die von Studenten für Studenten geführten Studentenclubs Mensaclub, Geographenkeller, Geologenkeller, Club 9 und Kiste. Diese werden zumeist als Vereine geführt und zielen nicht auf maximale Gewinne, sondern auf Spaß für Studenten ab.

Neben den direkt von Studenten betriebenen Örtlichkeiten gibt es eine diverse, für eine kleine Studentenstadt typische Kneipenszene sowie private Diskos. Es gibt auch viele Filmclubs direkt an der Universität, welche Filme auf Deutsch, Englisch oder z. B. den skandinavischen Sprachen zeigen.

Studentenverbindungen

Wie in allen alten Universitätsstädten in Deutschland und Österreich gibt es auch in Greifswald eine lange Tradition von Studentenverbindungen. Heute aktive Studentenverbindungen sind:

Literatur

Ältere Darstellungen

  • Kosegarten, Johann G. L.: Geschichte der Universität Greifswald nebst urkundlichen Beilagen. Greifswald 1856. Theil 1: Geschichtserzählung, Theil 2: Urkundliche Beilagen, Theil 2 online.
  • Schneider, Matthias 1933: Der Geist der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Greifswald
  • Festschrift zur 500-Jahr-Feier der Universität Greifswald am 17. Oktober 1956, 3 Bde, Magdeburg 1956–1961
  • Schubel, Friedrich 1960: Universität Greifswald. Frankfurt am Main
  • Wilhelmus, Wolfgang 1982: Universität Greifswald – 525 Jahre. Berlin

Neuere Darstellungen

  • Dirk Alvermann & Karl-Heinz Spieß (Hrsg.): Universität und Gesellschaft: Festschrift zur 550-Jahrfeier der Universität Greifswald 1456–2006. 2 Bände. Rostock: Hinstorff 2006
  • Werner Buchholz: Lexikon Greifswalder Hochschullehrer 1775 bis 2006. Bad Honnef: Bock, 2004-
  • Schleinert, Dirk 2006: Die pommersche Landesuniversität Greifswald. Ein Abriß ihrer Geschichte, In: POMMERN. Zeitschrift für Kultur und Geschichte, Bd. 44 (2006), Heft 1, S. 3–21
  • Dirk Alvermann, Nils Jörn & Jens Olesen (Hrsg.): Die Universität Greifswald in der Bildungslandschaft des Ostseeraums. Berlin: LIT 2007
  • Eckhard Oberdörfer, Peter Binder: Die Universität Greifswald. Eine Festgabe zur 550-Jahr-Feier. Sardellus-Verlag, Greifswald 2005, ISBN 978-3-9810686-0-3.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

54.09444444444413.3744444444447Koordinaten: 54° 5′ 40″ N, 13° 22′ 28″ O


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