Basilius Ebel
zum 800. Bestehen von Maria Laach,
während Basilius Ebel der Abt der Abtei war

Basilius Ebel (* 21. April 1896 in Kassel; † 20. Juli 1968) war ein deutscher Benediktiner und Abt der Abteien St. Matthias und Maria Laach.

Leben

Geboren wurde er als Heinrich Ebel als Sohn eines Weinbauers aus dem Elsass.

Ebel trat 1921 in die Benediktinerabtei Maria Laach ein, legte am 10. Februar 1922 seine Profess ab und wurde 1924 zum Priester geweiht. In seinem Heimatkloster war er von 1933 bis 1939 Novizenmeister und seit 1938 Prior.

Basilius Ebel war Abt der Abtei St. Matthias in Trier von 1939 bis 1946 und Abt der Abtei Maria Laach in der Eifel von 1946 bis 1966. Sein Wahlspruch lautete: In caritate radicati – In der Liebe fest verwurzelt (Eph 3,17). Eine seiner vorzüglichsten Aufgaben, als bedeutender Wissenschaftler seiner Zeit, bestand darin, die wissenschaftlichen Arbeiten in den Klöstern weiterzuführen und zu sichern.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde seine Abtei in Trier durch die Geheime Staatspolizei am 6. Mai 1941 aufgehoben und der Besitz beschlagnahmt, weil er Juden als Mönche aufgenommen hatte. Er und seine Mönche waren zuerst mit einem Reiseverbot belegt, bevor der Konvent in einen Bus geladen und nach Maria Laach gebracht wurde, wo der mehr nazi-freundliche Ildefons Herwegen als Abt amtierte. Erst 1945 konnte sich der Konvent wieder in Trier sammeln.

Nach Herwegens Tod wurde Basilius Ebel Abt von Maria Laach. Ein bedeutsamer Eingriff geschah im Innern des Kirchenbaus von Maria Laach unter Abt Ebel, der 1947 das Presbyterium neu gestalten und den alten sechssäuligen Baldachin wieder an seinem Platz im Ostchor aufstellen ließ. Er ließ auch manche neuromanischen Einbauten beseitigen und den ursprünglichen Baugedanken wieder klarer heraustreten.

Unter seiner Leitung wurde Maria Laach bedeutend in der Versöhnung zwischen Christen und Juden.

Schriften

  • Das älteste alemannische Hymnar mit Noten, Kodex 366 Einsiedeln (XII. Jahrhundert), Einsiedeln, Benziger 1930.
  • Der heilige Benedikt und die 1400-Jahrfeier seines Heimganges, Freiburg, Herder 1948.
  • Das Bild des Guten Hirten im 22. Psalm nach Erklärungen der Kirchenväter, in: Universitas. Dienst an Wahrheit und Leben. Festschrift Albert Stohr, ed. Ludwig Lenhart, Mainz 1960, Bd. 1, S. 48-57.

Weblinks


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