A-League
A-League
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Voller Name Hyundai A-League
Verband Football Federation Australia
Erstaustragung 26. August 2005
Mannschaften 10
Meister Brisbane Roar
Rekordmeister Melbourne Victory, Sydney FC (je 2 Titel)
Rekordspieler Matt Thompson (150)
Rekordtorschütze Archie Thompson (51)
Website www.a-league.com.auVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Webseite
Qualifikation zu AFC Champions League
↓ keine Relegation

Die A-League ist die 2004 gegründete und seit der Saison 2005/06 stattfindende höchste Spielklasse im australischen Fußball. In der Liga vertreten sind Clubs aus neun australischen und einer neuseeländischen Großstadt. Nach dem derzeitigen Sponsor wird sie auch als Hyundai A-League bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Ablösung der NSL und Gründung der A-League

Schon vor der Gründung der A-League bestand eine Profiliga; die National Soccer League wurde bereits 1977 als erste australische Profiliga gegründet, davor bestanden nur regionale Amateurligen. Dort gerieten jedoch zu Beginn des 21. Jahrhunderts einige Vereine in finanzielle Schwierigkeiten, welche diese durch profitable Spielerverkäufe gen Europa zu lösen versuchten. Die schlechte Organisation der Liga erwies sich als Todeskriterium der NSL, so wurde ein TV-Vertrag geschlossen, durch welchen sie fast vollkommen von den australischen Bildschirmen verschwand. Im Oktober 2003 begannen die Planungen für ein Nachfolgeformat, ironischerweise geleitet von Frank Lowy, der auch schon ein NSL-Pionier war. Gegenüber der NSL wurde die Zahl der Erstligisten von zuletzt 13 auf 8 Mannschaften reduziert, der Start der Liga wurde auf August 2005 festgesetzt. Bis Juli 2004 gingen 12 konkrete Bewerbungen für diese Plätze ein, darunter drei aus Melbourne, obwohl pro Stadt nur ein Ligaplatz vergeben wurde. Im November desselben Jahres wurden die acht erfolgreichen Bewerber bekannt gegeben, darunter auch fünf Vereine aus der NSL. Die Vereine kamen aus folgenden Städten: Sydney, Perth, Brisbane, Melbourne, Adelaide, Newcastle, Gosford und Auckland (Neuseeland). Die acht Gründungsklubs erhielten 5-jährige Exklusivverträge für ihre Städte, jedoch wurde das neuseeländische Team bereits ersetzt. Gleichzeitig mit den Teilnehmern wurden auch der Sponsoringvertrag mit Hyundai und der TV-Vertrage mit Foxsports geschlossen. [1]

Entwicklung der Liga

Um die Liga bekannt zu machen, wurde nach der Gründung ein 3.000.000 AU$ schweres Marketingpaket verabschiedet, der Werbespruch lautete „Football, but not as you know it“ („Fußball, aber nicht wie du ihn kennst“, in Australien wird mit Football hauptsächlich Australian Football bezeichnet, die geläufige Bezeichnung für Fußball lautet Soccer). Die Kampagne konzentrierte sich hauptsächlich auf entsprechende Sportspartenkanäle.

Vor allem aber attraktive Spieler etablierten das neue Format schnell. So kehrten einige Legionäre, wie Archie Thompson oder Steve Corica, zurück und einige international renommierte Spieler wurden verpflichtet, allen voran Dwight Yorke. Die Zuschauerzahlen von über 1 Mio. in der Premierensaison übertrafen die Erwartungen gar. Durch das gute Auftreten der Nationalmannschaft bei der WM 2006 begann ein Boom in Australien, wo Fußball bisher eher ein Dasein als Randsportart fristet. Dadurch und um eine stabile Zukunft zu haben, entstanden bald Rufe nach einer Aufstockung der Liga. Die Expansionspläne sahen eine Aufstockung auf zehn Teams vor, jedoch gestaltete sich das Unterfangen schwierig, zur Saison 2008/09 scheiterte es letztendlich.

Zur Saison 2009/10 wird die Expansion mit den Teams North Queensland Fury (Townsville) und Gold Coast United (Gold Coast) vollzogen, die den rückläufigen Zuschauerzahlen mit Stars wie Jason Culina und Robbie Fowler neuen Schwung verleihen sollen. Die Saison verlängert sich durch den Beitritt der beiden Klubs von 21 auf 27 Spieltage. Zur Saison 2010/11 wird mit Melbourne Heart eine weitere Mannschaft den Spielbetrieb aufnehmen, eine Aufstockung auf insgesamt 12 bis 14 Teams wird angestrebt.

Modus

Regular Season

Die „Regular Season“ findet im australischen Frühjahr und Sommer statt, von August bis Februar. Es werden 30 Spieltage ausgetragen, jedes Team trifft dreimal auf jedes andere, je nach Konstellation zweimal im Heimstadion und einmal auswärts, oder umgekehrt, was aber dadurch ausgeglichen wird, dass man in der nächsten Saison dieses Verhältnis wieder umgekehrt - in zwei Saisons hat man also drei Heimspiele und drei Auswärtsspiele gegen den jeweiligen Gegner. Wie in Europa gilt die Drei-Punkte-Regel. Die Tabellenführung am Ende der Saison wird „A-League-Premiership“ genannt und der entsprechende Verein darf im nächsten Jahr an der AFC Champions League teilnehmen.

Play-offs

Die sechs bestplatzierten Mannschaften erreichen die Play-offs, „Final Series“ genannt. Diese werden in einem für Fußball ungewöhnlichen und in Europa wenig bekannten System, dem Page-Playoff-System, ausgetragen. Meister und Vizemeister spielen im großen Halbfinale in Hin- und Rückspiel um den direkten Einzug in das Finale, die Plätze 3 bis 6 spielen zunächst im K.-o.-System um den Einzug in das kleine Halbfinale. Der Verlierer des großen Halbfinals und der Sieger des kleinen Halbfinals treffen anschließend im „Preliminary Final“ aufeinandern und bestimmen den zweiten Finalteilnehmer. Der Sieger des Finals ist A-League-Meister und erhält den zweiten verfügbaren Champions-League-Platz. Für den Fall, dass der Premiershipsieger im Finale steht, wird automatisch der andere Verein im Finale zum zweiten Champions-League-Teilnehmer.

Teilnehmer der A-League

Seit der Saison 2010/11 spielen elf Mannschaften in der A-League, zuvor waren zehn (2009/10) bzw. acht (2005/06–2008/09) Mannschaften vertreten. Im Gegensatz zu europäischen Profiligen gibt es weder ein Aufstiegs-Abstiegssytem, noch einen nationalen Pokalwettbewerb. Auch eine zweite Profiliga ist nicht existent, jedoch hat der australische Fußballverband dahin gehende Pläne, die erst in den nächsten Jahren verwirklicht werden sollen.

In der noch jungen Historie der Liga wurde auch bereits ein Team ersetzt, nämlich zur Saison 07/08, in welcher Wellington Phoenix den vorherigen neuseeländischen Teilnehmer, die New Zealand Knights, ersetzte.

Team Stadt Jahre in der Liga Heimstadion
Adelaide United Adelaide, SA seit 2005 Hindmarsh Stadium (17.000)
Brisbane Roar
(bis 2009: Queensland Roar)
Brisbane, Qld seit 2005 Suncorp Stadium (52.500)
Central Coast Mariners Gosford, NSW seit 2005 Central Coast Stadium (20.119)
Gold Coast United Gold Coast, Qld seit 2009 Skilled Park (27.400)
Melbourne Heart Melbourne, Vic seit 2010 AAMI Park (31.500)
Melbourne Victory Melbourne, Vic seit 2005 Telstra Dome (56.347)
Newcastle United Jets Newcastle, NSW seit 2005 EnergyAustralia Stadium (26.164)
Perth Glory Perth, WA seit 2005 Members Equity Stadium (17.288)
Sydney FC Sydney, NSW seit 2005 Sydney Football Stadium (45.500)
Wellington Phoenix Wellington, NZ seit 2007 Westpac Stadium (34.500)
Frühere Vereine:
New Zealand Knights Auckland, NZ 2005–2007 North Harbour Stadium (25.000)
North Queensland Fury Townsville, Qld 2009–2011 Dairy Farmers Stadium (27.000)

Zuschauerzahlen

Die durchschnittliche Zuschaueranzahl ohne Spiele der Finals oder des Pre-Season-Cups ist in etwa mit dem Besucheraufkommen der schottischen Premier League und der deutschen 2. Bundesliga zu vergleichen.

Team Zuschauerschnitt
2005/06 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10
Melbourne Victory 14.158 27.728 26.064 24.516 21.205
Brisbane Roar 14.785 16.465 16.951 12.995 8.650
Sydney FC 16.669 14.999 16.373 12.375 12.987
Adelaide United 10.947 12.162 12.697 11.712 10.765
Newcastle Jets 8.912 11.442 13.209 9.729 6.385
CC Mariners 7.899 9.828 12.741 10.465 7.430
Wellington Phoenix - - 11.683 7.193 8.965
Perth Glory 9.734 7.671 7.596 7.942 9.205
Gold Coast United - - - - 5.392
North Queensland Fury - - - - 6.723
New Zealand Knights 3.909 3.014 - - -
Gesamtdurchschnitt 10.955 12.927 14.610 12.180 9.796

Ewige Tabelle

Stand: 15. Februar 2011

Position Verein Saisons S G U V T GT TD P
1 Melbourne Victory 6 141 64 34 43 227 171 +56 226
2 Brisbane Roar/Queensland Roar 6 141 59 42 40 203 163 +40 219
3 Adelaide United 6 141 62 33 46 202 169 +33 219
4 Central Coast Mariners 6 141 54 43 44 204 171 +33 205
5 Sydney FC 6 141 56 40 45 195 166 +29 205
6 Newcastle United Jets 6 141 49 35 57 167 197 -30 182
7 Perth Glory 6 141 39 36 66 183 225 -42 153
8 Wellington Phoenix 4 99 34 24 40 124 138 -14 127
9 Gold Coast United 2 57 25 15 17 79 67 +12 90
10 North Queensland Fury 2 57 12 15 30 57 106 -49 51
11 Melbourne Heart 1 30 8 11 11 32 42 -10 35
12 New Zealand Knights 2 42 6 7 29 28 86 -58 25

Titelträger

Saison Pre-season Cup Reguläre Saison Grand Final
Premiers 2. Platz Meister Vizemeister
2005/06 Central Coast Mariners Adelaide United Sydney FC Sydney FC Central Coast Mariners
2006/07 Adelaide United Melbourne Victory Adelaide United Melbourne Victory Adelaide United
2007/08 Adelaide United Central Coast Mariners Newcastle United Jets Newcastle United Jets Central Coast Mariners
2008/09 Melbourne Victory Melbourne Victory Adelaide United Melbourne Victory Adelaide United
2009/10 nicht ausgetragen Sydney FC Melbourne Victory Sydney FC Melbourne Victory
2010/11 nicht ausgetragen Brisbane Roar Central Coast Mariners Brisbane Roar Central Coast Mariners

Kader

Der Kader eines A-League-Teams muss mindestens 20 Spieler umfassen. Pro Mannschaft müssen mindestens drei U23-Spieler im Kader stehen. Die Höchstzahl an Ausländern (weder aus Australien noch aus Neuseeland) beträgt fünf.

Salary Cap

Wie auch im Australian Football gibt es ein Salary Cap, 20 Spieler dürfen zusammen nicht mehr als 2,35 Mio. AU$ (knapp 1,4 Mio. Euro) verdienen. Da dies aber im Vergleich zu europäischen Fußball-Löhnen verschwindend wenig ist, wurde, um die Attraktivität der Liga zu gewährleisten, das Salary Cap für einen weiteren Spieler ausgesetzt. Dieser sogenannte Marquee player darf eine unbeschränkte Menge Geld verdienen. Zusätzlich dazu gibt es seit der Saison 2008/09 noch einen Junior Marquee player. Dieser muss unter 23 Jahre alt und darf 150.000 AU$ außerhalb des Salary Caps verdienen. Um heimische Starspieler in der Liga halten oder zur Heimkehr bewegen zu können, wurde für die Saison 2010/11 mit dem Australian Marquee player ein weiterer Kader-Platz geschaffen, der nicht zum Salary Cap gerechnet wird.

Youth League

Parallel zur A-League besteht mit der National Youth League eine Nachwuchsspielrunde. Ihr Ziel ist es, jungen Talente ein Sprungbrett zur Profilaufbahn zu bieten, aber auch Ersatzspielern aus der A-League Spielpraxis zu geben; so dürfen pro Spiel auch vier Ü-21-Spieler teilnehmen. Die Liga wurde im März 2008 gegründet und startete zeitgleich mit der Profi-Saison im August desselben Jahres. Die Liga besteht derzeit aus acht Mannschaften der A-League-Vereine - Wellington Phoenix, North Queensland Fury und Melbourne Heart stellen kein Team - sowie einer Mannschaft des Australian Institute of Sport, kurz AIS.

Spieler

Ewige Torjägerliste (Liga und Finals)

Stand: 15. März 2011

Rang Spieler Mannschaft(en) Tore
1 AustralienAustralien Archie Thompson Melbourne Victory 51
2 NeuseelandNeuseeland Shane Smeltz Gold Coast United, Wellington Phoenix 49
3 AustralienAustralien Daniel Allsopp Melbourne Victory 42
NiederlandeNiederlande Sergio van Dijk Adelaide United, Brisbane Roar 42
5 AustralienAustralien Alex Brosque Sydney FC 38
6 AustralienAustralien Sasho Petrovski Newcastle Jets, Central Coast Mariners, Sydney FC 36
7 AustralienAustralien Travis Dodd Adelaide United 30
8 AustralienAustralien Matt Simon Central Coast Mariners 29
AustralienAustralien Adam Kwasnik Central Coast Mariners 29
10 AustralienAustralien Joel Griffiths Newcastle Jets 28
AustralienAustralien Kevin Muscat Melbourne Victory 28

Ehrungen

Johnny Warren Medal

Mit der Johnny Warren Medal wird der beste Spieler der Saison ausgezeichnet, gewählt von den Spielern der A-League. Benannt ist sie nach dem ehemaligen australischen Nationalspieler Johnny Warren.

Jahr Spieler Klub
2006 AustralienAustralien Bobby Despotovski Perth Glory
2007 AustralienAustralien Nick Carle Newcastle United Jets
2008 AustralienAustralien Joel Griffiths Newcastle United Jets
2009 NeuseelandNeuseeland Shane Smeltz Wellington Phoenix
2010 Costa RicaCosta Rica Carlos Hernández Melbourne Victory
2011 ArgentinienArgentinien Marcos Flores Adelaide United

Joe Marston Medal

Mit der Joe Marston Medal wird der beste Spieler des Grand Finals ausgezeichnet.

Jahr Spieler Klub
2006 Trinidad und TobagoTrinidad und Tobago Dwight Yorke Sydney FC
2007 AustralienAustralien Archie Thompson Melbourne Victory
2008 AustralienAustralien Andrew Durante Newcastle United Jets
2009 AustralienAustralien Tom Pondeljak Melbourne Victory
2010 AustralienAustralien Simon Colosimo Sydney FC
2011 AustralienAustralien Matthew Ryan Central Coast Mariners

Rising Star Award

Der Rising Star Award wird an den besten Jungspieler der Saison (unter 20) vergeben. Festgelegt wird der Sieger von einer Experten-Jury.

Jahr Spieler Klub
2006 AustralienAustralien Nick Ward Perth Glory
2007 AustralienAustralien Adrian Leijer Melbourne Victory
2008 AustralienAustralien Bruce Djite Adelaide United
2009 AustralienAustralien Scott Jamieson Adelaide United
2010 AustralienAustralien Tommy Oar Brisbane Roar
2011 AustralienAustralien Matthew Ryan Central Coast Mariners

Reebok Golden Boot

Der Reebok Golden Boot zeichnet den Top-Torjäger der regular season aus.

Jahr Spieler Klub Tore
2006 AustralienAustralien Alex Brosque,
AustralienAustralien Bobby Despotovski
SchottlandSchottland Stewart Petrie
AustralienAustralien Archie Thompson
Queensland Roar
Perth Glory
Central Coast Mariners
Melbourne Victory
8
2007 AustralienAustralien Danny Allsopp Melbourne Victory 11
2008 AustralienAustralien Joel Griffiths Newcastle Jets 12
2009 NeuseelandNeuseeland Shane Smeltz Wellington Phoenix 12
2010 NeuseelandNeuseeland Shane Smeltz Gold Coast United 19
2011 NiederlandeNiederlande Sergio van Dijk Adelaide United 16

Torwart des Jahres

Jahr Spieler Klub
2006 AustralienAustralien Clint Bolton Sydney FC
2007 AustralienAustralien Michael Theoklitos Melbourne Victory
2008 AustralienAustralien Michael Theoklitos Melbourne Victory
2009 AustralienAustralien Eugene Galekovic Adelaide United
2010 AustralienAustralien Eugene Galekovic Adelaide United
2011 AustralienAustralien Michael Theoklitos Brisbane Roar

Trainer des Jahres

Jahr Name Klub
2006 SchottlandSchottland Lawrie McKinna Central Coast Mariners
2007 SchottlandSchottland Ernie Merrick Melbourne Victory
2008 AustralienAustralien Gary van Egmond Newcastle Jets
2009 AustralienAustralien Aurelio Vidmar Adelaide United
2010 SchottlandSchottland Ernie Merrick Melbourne Victory
2011 AustralienAustralien Ange Postecoglou Brisbane Roar

Ausländischer Spieler des Jahres

Jahr Name Klub
2009 SchottlandSchottland Charlie Miller Queensland Roar

Fair Play Award

Auszeichnung für den Gewinner der Fair-Play-Wertung.

Jahr Klub
2006 Perth Glory
2007 Perth Glory
2008 Newcastle Jets
2009 Queensland Roar
2010 Sydney FC
2011 Brisbane Roar

Zurich Referee of the Year

Zeichnet den Schiedsrichter des Jahres aus.

Jahr Schiedsrichter
2006 Mark Shield
2007 Mark Shield
2008 Mark Shield
2009 Matthew Breeze
2010 Strebre Delovski
2011 Matthew Breeze

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. History of the A-League. 

Wikimedia Foundation.

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