Basler Tramlinien

Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Tramlinien in der Stadt Basel. Die Linien werden von den Basler Verkehrs-Betrieben (BVB) sowie der Baselland Transport (BLT) betrieben. Zu unterscheiden sind sie an der Farbgebung, die Fahrzeuge der BVB sind grün und diejenigen der BLT gelb lackiert.

Liniennetzplan der Basler Strassenbahn

Inhaltsverzeichnis

Linie 1 (BVB)

Wagen der Linie 1 mit Vollwerbung beim Centralbahnplatz

Am 6. Mai 1895 fuhr die erste Strassenbahn vom Centralbahnplatz über die Mittlere Rheinbrücke zum Badischen Bahnhof – die Urlinie der späteren Basler Verkehrsbetriebe (BVB). Das wachsende Netz der Tram wurde mehrfach geändert und somit auch die Linie 1.

Die Ringlinie 1/4

Ein Meilenstein im Werdegang der Linie 1 ist die Lancierung der Linie 1/4 im Jahr 1974. Die Linie 1 verkehrte als Ringlinie ab der Mustermesse (heute Messeplatz) via Dreirosenbrücke–Voltaplatz–Kannenfeldplatz–Brausebad–Bahnhof SBB–Aeschenplatz–Barfüsserplatz–Schifflände–Claraplatz zurück zur Mustermesse. In der Gegenrichtung verkehrte sie als Linie 4. Infolge Sanierung des Dorenbachviaduktes wurde 1985 eine erneute Änderung im Liniennetz vorgenommen, und die Liniennummer 4 wird seitdem nicht mehr verwendet.

Vor 1974 verkehrte die Linie 1/4 auf der folgenden Ringstrecke: Mustermesse (heute Messeplatz) via Dreirosenbrücke–Voltaplatz–Kannenfeldplatz–Brausebad–Bahnhof SBB (Wechsel der Nr. auf 4)? Aeschenplatz–Barfüsserplatz–Schifflände–Claraplatz–Klybeckstrasse–Ciba–Kleinhüningen und zurück via Bahnhof SBB unter erneutem Wechsel auf Linie 1).

1985 bis heute

Die Linie 1/4 wurde zwischen der Schifflände und dem Messeplatz von der Linie 8 abgelöst. 2001 wurde die Linie 1 in der Innerstadt aufgehoben. Sie verkehrt als Einsatzlinie zeitweise zur Entlastung der Linie 2 ab Bahnhof SBB via Wettsteinbrücke bis zum Eglisee. Am 14. Oktober 2002 wurde sie zwischen der Dreirosenbrücke und dem Messeplatz von der Linie 14 abgelöst und auch mit dieser verknüpft.


Linie 2 (BVB)

Die Linie 2 (im Triebfahrzeug mit Sänfte) verlässt den Centralbahnplatz in Richtung Kirschgarten

Die Linie 2 wurde als zweite Linie der Basler Strassenbahn (später Basler Verkehrsbetriebe) 1897 eröffnet und verkehrte vom Centralbahnplatz über die Wettsteinbrücke zum alten Badischen Bahnhof. Nach einigen Veränderungen im Liniennetz wurde aus dem 2er eine Ringlinie, die vom Badischen Bahnhof über die Wettsteinbrücke zum Bahnhof SBB und anschliessend am Spalentor vorbei über die Johanniterbrücke zum Badischen Bahnhof verkehrte. 1966 wurden die Tramgleise via Spalentor–Johanniterbrücke entfernt, und die Linie 2 verkehrte fortan vom Bahnhof SBB (Haltestelle auf dem Centralbahnplatz) über die Wettsteinbrücke und am Badischen Bahnhof vorbei zum Eglisee (so der Name eines Quartier mit Gartenbad). Einzelne Kurse verkehren der Linie 6 entlang bis Riehen. 1986 löste die Linie 2 die seitdem nicht mehr bestehende Linie 7 zwischen dem Bahnhof SBB und Binningen ab. Als Rollmaterial wurden, neben dem alten Rollmaterial mit Schiebetüren und Stehplattform, die drei sogenannten „Tessinerdrämmli“ mit den Wagennummern 251, 252 und 253 eingesetzt. Dies waren relativ kleine Einraum-Triebwagen, die keine Anhänger mitführen konnten. Der Wagen 252 verunfallte einst spektakulär in der Kurve vom Badischen Bahnhof in die Schönaustrasse indem er bei einer zu rasanten Kurvenfahrt aus den Schienen kippte und auf die rechte Seite stürzte.


Linie 3 (BVB)

Linie 3 am Spalentor

Die Tramlinie 3 wurde 1897 als dritte Tramlinie der Basler Strassenbahn (später Basler Verkehrs-Betriebe) zwischen dem Burgfelderplatz in Basel und der Schulstrasse in Birsfelden eröffnet. Von den elf heutigen Tramlinien durchlief sie die wenigsten Veränderungen. Infolge der Expansion der Stadt Basel wurde die Strecke 1930 nach Burgfelden Grenze und 1932 nach Birsfelden Hard verlängert. In den frühen 1950er Jahren wurde eine Umstellung auf Busbetrieb in Betracht gezogen, die aber ausblieb.

Die Linie 3 befährt als einzige Tramlinie den Kohlenberg.


Linie 6 (BVB)

Im Jahr 1905 lancierte die Basler Strassenbahn eine Linie 6 in den Vorort Allschwil. Da im Liniennetz viele Änderungen vorgenommen wurden, fuhr auch die Linie 6 nicht immer dieselbe Strecke. Von 1919 bis 1925 und 1947 bis 1967 gab es auch in Lörrach eine Linie 6, die von 1925 bis 1939 sogar durchgehend über die Grenze verkehrte.

Die meisten grenzüberschreitenden Tramverbindungen wurden inzwischen aufgehoben. Die Linie 6 war lange Zeit die einzige Tramlinie, die beide Endstationen ausserhalb der Stadt hatte – von Allschwil nach Riehen Grenze. Auf ihrem aussergewöhnlich langen Weg passiert sie den Morgartenring mit einem Tramdepot, die Heuwaage, den Barfüsserplatz, den Marktplatz, die Schifflände, den Messeplatz, den Badischen Bahnhof, das Eglisee (das ist kein See, sondern ein städtisches Aussenquartier mit Gartenbad) und den Dorfkern von Riehen. In den 1980er Jahren waren die Be 4/4 die meistverwendeten elektrischen Triebwagen. Auf den Linien 6 und 14 kamen jeweils Be-4/6-Gelenktriebwagen zum Einsatz. Heute verkehren hauptsächlich Combinos.


Linie 8 (BVB)

Auf den Linien 6 und 8 werden vorwiegend Combinos eingesetzt (hier auf der Linie 8 beim Bahnhof SBB).

1912 wurde in Basel erstmals eine Linie 8 lanciert – durch die Basler Strassenbahnen. 1945–1984 gab es keine offizielle Linie 8 mehr. Mit der Nummer 8 wurden lediglich einige ab Neuweilerstrasse zum Bahnhof SBB fahrenden Tramzüge bezeichnet.

1984 bis heute

1984 gab es infolge Sanierung des Dorenbachviaduktes einige Änderungen im Liniennetz. Die Linie 7 wurde aufgehoben. Anstelle der Linie 18 wurde die Linie 8 geschaffen, die die Strecke Bahnhof SBB–Schifflände der Linie 7 bediente. Gesamtroute der Linie 8: Neuweilerstrasse–Schützenhaus–Markthalle–Bahnhof SBB–Aeschenplatz–Barfüsserplatz–Schifflände–Claraplatz–Messeplatz. 1994 tauschte sie den Einsatz mit der Linie 14 und verkehrt seitdem nach Kleinhüningen.

Verlängerung nach Weil am Rhein

Die Linie 8 wird bis voraussichtlich 2013 via Weil–Friedlingen zum Bahnhof von Weil am Rhein verlängert. Die 2,8 Kilometer lange Neubaustrecke kostet, inklusive Neubauten zweier Brücken, 104 Millionen Franken. Anfang 2008 haben sich die Finanzierungspartner darauf geeinigt, dass 77 % vom Schweizer Staat und vom Kanton Basel-Stadt übernommen werden. Der Rest wird unter anderem durch die BVB, das Bundesland Baden-Württemberg und die Stadt Weil am Rhein finanziert.

Rollmaterial

Auf der Linie 8 (BVB) werden vorwiegend Combino-Tramzüge eingesetzt.


Linie 10 (BLT)

BLT-Wagen der Linie 10 in Flüh

Die BLT-Linie 10 ist mit fast 26 km Länge die längste Tramlinie Basels und gehört zu den längsten Tramlinien Europas. Zudem führt sie – als internationale Seltenheit – durch zwei Staaten, ausserdem durch drei Kantone der Schweiz: Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Solothurn. Sie verbindet das solothurnische Rodersdorf via Leymen (Frankreich) und dem Leimental mit der Stadt Basel und fährt via Neuewelt/Grün 80 ins Birseck bis nach Dornach.

1902 wurde die meterspurige Birseckbahn (BEB) vom Aeschenplatz in Basel über Arlesheim nach Dornachbrugg eröffnet. Vom Eröffnungstage an bis zum 31. Dezember 1915 betrieben die B.St.B. (Basler Strassenbahnen, später BVB) die Linie mit dem Kopfschild „10“, danach übernahm bis zum 31. Dezember 1974 die BEB den Betrieb (Kopfschild „Dornach“ oder „BEB“). Die Tramlinie ging 1974 an die neu gegründete Baselland Transport AG über und erhielt wieder die Liniennummer 10. Der Aeschenplatz – schon zu Beginn die Endstation der Trambahn Basel-Aesch und der Birseckbahn – blieb weiterhin die Endhaltestelle der BLT-Linien 10 und 11, die noch heute gemeinsam zwischen Aeschenplatz und Ruchfeld verkehren. Die gelbe Farbe mit rotem Streifen unterscheidet die Tramzüge von den grünen Fahrzeugen der BVB.

1984 wurde die ehemalige Birsigthalbahn (BTB) vom Betrieb mit Schmalspurbahnfahrzeugen auf den Betrieb mit Strassenbahnwagen umgestellt. 1986 erfolgte der Anschluss ans Netz der städtischen Tramlinien. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch die Tramlinie 10 über den Aeschenplatz hinaus bis Rodersdorf verlängert. Seitdem ist die Linie 10 die längste (internationale) Tramlinie Europas, verkehrt sie doch zwischen Flüh und Rodersdorf bei Leymen über französisches Staatsgebiet. An der Heuwaage mussten Verbindungsgleise geschaffen werden.

Geografie

Im Birseck bedient die Linie 10 die Dörfer Dornach, Arlesheim und Münchenstein. Der Dreispitz ist eine Industriezone, und dort befinden sich ein Tramdepot der BLT und eines der BVB. Die Tramgleise führen parallel zur Eisenbahnlinie Delémont–Basel. Bei der Münchensteinerbrücke über die Gleisanlagen der SBB kreuzen die Linien 10 und 11 die Linie 15 der BVB. Seit 2002 führt ein neues Trassee von dort zum Bahnhof SBB. Nach der Fahrt durch die Innenstadt via Aeschenplatz – Theater geht die Linie 10 ab der Heuwaage – bis Ettingen von der Linie 17 etwas entlastet – ihren eigenen Weg. Sie führt über Binningen, Bottmingen, Oberwil, Therwil, Ettingen, Witterswil, Bättwil, Flüh und Leymen (Frankreich) nach Rodersdorf.


Linie 11 (BLT)

Abfahrbereiter Wagen der Linie 11 am Barfüsserplatz
Blick vom Theaterberg in Richtung Barfüsserplatz

Die BLT-Linie 11 ist etwas über 14 km lang und führt von Aesch via Reinach über den Bahnhof Basel SBB und die Innenstadt bis nach St-Louis Grenze.

Geschichte

Die Linie entstand aus der 1907 eröffneten Trambahn Basel-Aesch (TBA). Ab dem Ruchfeld teilte sie bis zum Aeschenplatz das Trassee mit der Birseckbahn. Der Betrieb erfolgte durch die BVB.

1974 fusionierte die TBA mit der Birseckbahn, der Birsigthalbahn und der Basellandschaftliche Ueberlandbahn zur Baselland Transport AG. Die Linie wurde weiterhin von den BVB betrieben.

Seit 1994 wird sie von der BLT selbst betrieben und verkehrt für die BVB über die Schifflände bis St-Louis Grenze. Obwohl es sich heute um eine weitgehend städtische Tramlinie handelt, ist die ganze Strecke der Linie 11 im offiziellen Kursbuch aufgeführt.


Linie E11

Die Stammlinie wird während der Schulzeit morgens bzw. abends durch die Einsatzlinie E11 ergänzt. Diese wird von Reinach Süd via Theater und Heiliggeistkirche zurück nach Reinach Süd geführt, wobei sie abends in umgekehrter Richtung befahren wird.


Linie 14 (BVB)

typischer dreiteiliger Tramzug der Linie 1/14 (hier auf der Linie 1)

Die Tramlinie 14 der Basler Verkehrsbetriebe bedient die Strecke der 1921 eröffneten Basellandschaftliche Ueberlandbahn (BUeB) zwischen dem Aeschenplatz in Basel und Pratteln.

Werdegang

Mit der Fusion der BUeB, der Birseckbahn, der Trambahn Basel-Aesch und der Birsigthalbahn zur Baselland Transport AG ging die Vorortslinie an die neu gegründete Gesellschaft über. Bis zur Kantonsgrenze BS/BL beim St. Jakob gehören die Bahnanlagen den Basler Verkehrs-Betrieben (BVB), die seitdem die Linie 14 im Kanton Baselland im Auftrag der BLT betreibt. Als Einsatzlinien verkehrten die Linie 12 bis Muttenz und die Linie 22 bis Schänzli. Heute tragen aber auch die wenigen Tramzüge, die in Muttenz enden, die Nr. 14. Sie war zwischen dem Aeschenplatz und Pratteln auch als BLT-Linie 14 im offiziellen Kursbuch aufgeführt - ohne die Fortsetzung nach Kleinhüningen. Bis 1995 bediente die Linie 14 in einer Richtung den Wiesenplatz mit dem gleichnamigen Tramdepot. Das mag der Grund sein, dass dort ein Restaurant den Namen Depot 14 trägt. Der 14er tauschte den Einsatz mit der Tramlinie 8 und endete fortan beim Messeplatz. Der Bau des Messeturms hatte zur Folge, dass die Wendeschlaufe abgerissen werden musste. Daher wurde die Linie 14 bis zur Dreirosenbrücke verlängert und löste dort die Linie 1 ab.

Rollmaterial

Aufgrund der ungewöhnlichen Länge der Tramlinien 6 und 14 setzten die BVB ihre Be-4/6-Gelenktriebwagen mit vierachsigen Anhängern vorwiegend dort ein. Mitte der 1980er Jahre erhielt die BVB besondere Unterstützung von der BLT, so dass auch einige gelbe Gelenktriebwagen, die sonst auf den Linien 10 und 11 verkehrten, auch auf die Linie 14 kamen. Sie fuhren daher bis nach Kleinhüningen in Basel. Infolge des Combino-Debakels (Combinos kamen kaum auf die Linie 14) erklären sich die Städtischen Verkehrsbetriebe Bern bereit, den BVB ausrangierte Gelenktriebwagen zur Verfügung zu stellen. Diese wurden per Lastwagen mit Tiefladeanhängern nach Basel transportiert und kamen vorwiegend auf den Linien 1 und 14 zum Einsatz.

Die Linie 14 heute

Die Linie ist 11,5 km lang und führt ab Pratteln über Muttenz und St. Jakob via Aeschenplatz durch die Innenstadt zum Messeplatz und seit 2003 weiter zur Dreirosenbrücke.

Dieselben Tramzüge verkehren als Linie 1 weiter bis zum Bahnhof SBB und zeitweise der Linie 2 entlang bis zum Badischen Bahnhof. Zeitweise tangieren beide Tramlinien die Haltestellen Bankverein und Messeplatz.

Nur die Strecke Pratteln - Kantonsgrenze BS/BL gehört der BLT. Die gesamte Linie wird von den BVB betrieben (von Pratteln bis Kantonsgrenze BS/BL im Auftrag der BLT) und die Fahrzeuge sind daher nicht Gelb/Rot wie die BLT-Fahrzeuge, sondern grüne BVB-Fahrzeuge.


Linie 15 (BVB)

Typischer Zug der Linie 15 kurz vor dem Barfüsserplatz. Die rote Zielangabe weist auf ein von der ursprünglichen Linie abweichendes Ziel hin.

Schon in den Jahren 1910 und 1911 führte eine Linie 15 der Basler Strassenbahn (später Basler Verkehrsbetriebe) vom Barfüsserplatz nach Hüningen im damals zum Deutschen Reich gehörenden Elsass. Der grenzüberschreitende Verkehr der Tramlinien wurde stillgelegt. Die Linie 15 erhielt 1927 ihre langjährige Stammstrecke von St-Louis Grenze via Schifflände–Barfüsserplatz–Aeschenplatz–Heiliggeistkirche–Tellplatz–Wolfschlucht aufs Bruderholz. Dort verkehren die Tramzüge weiter als Linie 16 zur Schifflände.

1994 wurde die Linie 15 auf der Strecke nach St-Louis Grenze von der Linie 11 der BLT abgelöst. Der 15er verkehrt seitdem über die Wettsteinbrücke und endet beim Messeplatz. Da der Messeturm gebaut wurde, musste die Wendeschlaufe beim Messeplatz im Jahr 2001 entfernt werden. Betroffen waren die Linien 1, 14 und 15. Der 15er benützt seitdem nur noch in Fahrtrichtung Messeplatz die Wettsteinbrücke. In der Gegenrichtung verkehrt er durch die Innerstadt.

Rollmaterial

Es wird das gleiche Rollmaterial wie auf der Linie 16 eingesetzt.


Linie 16 (BVB)

Die Linie 16 der Basler Verkehrsbetriebe ist eine städtische Tramlinie, die seit 1930 von der Innerstadt aufs Bruderholz führt. Seit 1972 ist die Schifflände ihre offizielle Endstation. Änderungen gab es zeitweise infolge Bauarbeiten. Sie führt an den Industriellen Werken Basel vorbei und folgt anschliessend der Güterstrasse. Bedeutende Haltestellen sind der Tellplatz, die Heiliggeistkirche und der Jakobsberg. Ab dem Bruderholz verkehren dieselben Tramzüge als Linie 15 – heute zum Messeplatz.

Rollmaterial

Es kommen etwa je zur Hälfte BVB Be-4/4-Triebwagen mit vierachsigen Anhängern und Gelenktriebwagen mit Niederflur-Mittelteilen zum Einsatz. Ein Combino-Einsatz übers Bruderholz ist derzeit nicht möglich.


Linie 17 (BLT)

Die BLT-Linie 17 ist eine Basler Strassenbahnlinie der Verkehrsgesellschaft Baselland Transport, die nur montags bis freitags morgens und abends sowie samstags am Nachmittag von Ettingen entlang der Stammlinie 10 bis zum Theater und dann via Barfüsserplatz zur Schifflände bzw. Wiesenplatz verkehrt.

Als die Birsigthalbahn (BTB) 1974 mit der Birseckbahn, der Trambahn Basel-Aesch und der Basellandschaftlichen Überlandbahn zur Baselland Transport AG fusionierte, erhielt die Vorortsbahn von der Heuwaage in Basel nach Rodersdorf die Liniennummer 17 im Anschluss an die Nummern der städtischen Tramlinien. Obwohl die Hausfarben der BLT Gelb und Rot sind, verkehrten die hellblauen Pendelzüge der ehemaligen BTB im alten Farbkleid weiter und erhielten ein weisses BLT-Signet.

1984 wurde die Linie auf Strassenbahnbetrieb umgestellt. 1986 erfolgte die Verbindung mit dem städtischen Tramnetz. Zu diesem Zeitpunkt löste die Linie 10 die Linie 17 ab. Die Nummer 17 wird seitdem für eine Einsatzlinie zwischen Ettingen und Schifflände bzw. Wiesenplatz in Basel zur Entlastung der Linie 10 und der Tramlinie nach Kleinhüningen verwendet. Die Linie 17 ist im offiziellen Kursbuch aufgeführt.

Bevor die BLT AG das Kopfschild „17“ verwendete, fand es bei der BVB zwischen November 1913 und Juli 1914 für eine nur an Sonntagen zwischen der Güterstrasse und Riehen Dorf geführte Einsatzlinie Verwendung.

Neuerungen durch den Trambetrieb

Bedingt durch die Umstellung von Bahn- auf Trambetrieb wurde in der Hüslimatt bei Oberwil ein Tramdepot errichtet. Zwischen der Hüslimatt und Rodersdorf ist die Linie mit einem Streckenblock ausgestattet. Die Tramzüge benötigen ein Signalhorn für den Überlandbetrieb. Zwischen Ettingen und Rodersdorf ist die Strecke eingleisig geblieben. Bei der Heuwaage sowie in Oberwil (beim Depot), Ettingen, Flüh und Rodersdorf mussten Wendeschlaufen eingerichtet werden.


Linie 21 (BVB)

Die Tramlinie 21 fuhr zunächst nur an einzelnen Tagen während der Basler Fasnacht in den Jahren von 2002 bis 2005. Sie führte dabei von Riehen Grenze via Messeplatz – Dreirosenbrücke – Burgfelderplatz – Brausebad – Bahnhof SBB – Aeschenplatz nach Birsfelden Hard, war also eine Kombination der regulären Linien 6, 1 und 3.

In den Jahren 2008 und 2009 wurde das Trassee der Linie 1 zwischen dem Voltaplatz und dem Kannenfeldplatz aus der Gasstrasse entfernt und neu über den Bahnhof Basel St. Johann geführt. Am Bahnhof wurde auch eine Wendeschleife eingerichtet. Seit März 2009 pendelt die Linie 21 zu Stosszeiten von dort aus zum Badischen Bahnhof.


Siehe auch

Weblinks



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