Bastian Reinhardt
Bastian Reinhardt

Bastian Reinhardt (2009)

Spielerinformationen
Geburtstag 19. November 1975
Geburtsort LudwigslustDDR
Größe 194 cm
Position Abwehr
Vereine in der Jugend
1983–1988
1988–1990
1990–1992
1992–1994
1994
Empor Grabow/Grabower FC
1. FC Magdeburg
Empor Grabow/Grabower FC
VfL Wolfsburg
VfL 93 Hamburg
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1994–1997
1997–2000
2000–2003
2003–2010
VfL 93 Hamburg
Hannover 96
Arminia Bielefeld
Hamburger SV
65 (4)
79 (4)
99 (8)
132 (9)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Karriereende

Bastian Reinhardt (* 19. November 1975 in Ludwigslust) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und heutiger Fußballfunktionär. Seit dem 1. Juli 2011 ist Reinhardt Nachwuchsleiter des Hamburger SV.

Inhaltsverzeichnis

Karriere als Spieler

Als Jugendspieler spielte Bastian Reinhardt bereits in der Hansestadt Hamburg. Zuvor war er bereits für die Jugendmannschaften der BSG Empor Grabow, des 1. FC Magdeburg und des VfL Wolfsburg aktiv. Während seiner ersten Zeit in Hamburg machte er sein Abitur, wie auch viele andere HSV-Nachwuchsspieler, am Gymnasium Heidberg in Hamburg-Langenhorn.

Reinhardts erste Station im Männerbereich war der VfL 93 Hamburg. Beim damaligen Regionalligisten spielte der Defensivspieler drei Jahre. Nach Ablauf der Spielzeit 1995/1996 stieg der VfL 93 Hamburg in die Oberliga ab, schaffte aber in der Folgesaison den sofortigen Wiederaufstieg.

Zur Saison 1997/1998 wechselte Bastian Reinhardt zu Hannover 96 , die zuvor knapp den Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga verpassten. Unter Trainer Reinhold Fanz schaffte es der Klub in die 2. Fußball-Bundesliga aufzusteigen. Bei den Hannoveranern gehörte der Verteidiger bis Sommer 2000 zum Stammpersonal. Am 1. Spieltag der Saison 1998/1999, dem 30. Juli 1998, gab Reinhardt sein Debüt in der zweiten Bundesliga. Beim 1:0-Sieg gegen den Karlsruher SC stand der großgewachsene Spieler in der Startelf der Roten.[1] Beim 2:1-Sieg am 13. November 1998 gegen die Stuttgarter Kickers gelang ihm sein erster Zweitligatreffer. Dabei markierte er den zweiten Treffer für sein Team in dieser Begegnung und stellte damit das Endresultat von 2:1 für Hannover 96 her.[2] Am 21. Spieltag verletzte sich Reinhardt und konnte erst wieder in der Schlussphase der Saison auflaufen. Nur knapp verpasste Hannover 96 den Durchmarsch und musste sich mit Platz vier, einen Punkt hinter Aufsteiger SSV Ulm 1846, zufriedengeben. In der Folgesaison verpasste Reinhardt nur eine Partie wegen einer Gelb-Rot-Sperre. Trotzdem absolvierte er zusammen mit Jörg Sievers und Markus Kreuz die meisten Partien der 96er. Das gute Vorjahresergebnis konnte nicht wiederholt werden. Reinhardt jedoch rief immer noch seine Leistungen ab und spielte sich in den Fokus anderer Teams.

Zur Saison 2000/2001 kehrte Bastian Reinhardt Hannover 96 den Rücken und wechselte zum Erstligaabsteiger Arminia Bielefeld. Auf Anhieb schaffte es der Innenverteidiger, sich einen Stammplatz zu erkämpfen. Reinhardt absolvierte im Verlauf der Spielzeit die meisten Spiele für Arminia Bielefeld. So erfolgreich für ihn die Saison verlief, so schlecht lief es für den Klub. In der Liga blieb man weit hinter den Erwartungen und der Klub fand sich zum Ablauf der Spielzeit nur auf Rang 13 wieder. In der darauffolgenden Saison stieg Arminia Bielefeld in die 1. Fußball-Bundesliga auf. Sein Premierenspiel in deutschlands höchster Spielklasse gab Reinhardt am 11. August 2002, dem 1. Spieltag, gegen Werder Bremen. Beim 3:0-Heimsieg gelang dem Defensivspieler zudem sein erstes Erstligator, als er zum 1:0 für sein Team per Kopf traf.[3] Es sollte aber nur einer von insgesamt acht Siegen in dieser Saison bleiben und das Bielefelder Team musste als drittletzter den Gang in die Zweitklassigkeit hinnehmen.

Doch Reinhardt verblieb in der ersten Liga. Der Hamburger SV verpflichtete ihn zum 1. Juli 2003. Beim Hamburger SV hatte es der Abwehrspieler schwerer als noch bei den Vorgängerstationen. Mit Nico-Jan Hoogma, Tomas Ujfalusi oder auch den jungen Björn Schlicke und Stephan Kling war die Konkurrenz groß. Trotzdem kam er in seinem ersten Jahr auf 26 Einsätze. Nach dem Kauf von Daniel van Buyten und Khalid Boulahrouz im Sommer 2004 kam Reinhardt nur noch zu Kurzeinsätzen. In 19 Begegnungen wurde er sieben Mal nur ein- oder ausgewechselt. Erst seitdem van Buyten den Verein verließ, kam Reinhardt wieder zu mehr Einsätzen. Seit der Saison 2006/07 bildete der kopfballstarke Spieler zusammen mit Joris Mathijsen die Innenverteidigung beim HSV. Zum Saisonende 2008/09 lief Reinhardts Vertrag aus. Wegen eines schweren Mittelfußbruches[4], den der Verteidiger sich im Januar 2009 gegen den FC Bayern München zuzog, war die HSV-Klubführung zunächst zögerlich mit der Vertragsverlängerung. Erst am 17. Juli 2009 wurde bekanntgegeben, dass der Vertrag um ein Jahr bis zum 30. Juni 2010 verlängert wurde.[5] Wegen eines zweiten Mittelfußbruches kam Reinhartdt außer am 33. Spieltag der Saison 2009/2010 nicht mehr zum Einsatz. In der 74. Minute wurde Reinhardt für Guy Demel eingewechselt und konnte sich nochmal über einen 4:0-Erfolg gegen den 1. FC Nürnberg freuen.[6] Es sollte seine letzte Partie sein. Nach der Saison 2009/2010 beendete Reinhardt seine aktive Karriere als Profifußballer und wechselte in die Führungsetage des Hamburger SV.

Karriere als Funktionär

Am 24. Mai 2010 wurde bekanntgegeben, dass Reinhardt neuer Sportchef des Hamburger SV werde. Reinhardt, der neben seiner Profikarriere ein Studium im Bereich Sportmanagement absolvierte, bildete somit zusammen mit Armin Veh die neue sportliche Leitung in der Saison 2010/11.[7] Beide unterschreiben in der Hansestadt einen 2-Jahresvertrag. Damit tritt er die Nachfolge von Dietmar Beiersdorfer an, der sich bereits elf Monate zuvor vom Verein trennte. Kritiker sahen in Reinhardt eine Notlösung. Er sei zu jung und unerfahren für das Fußball-Geschäft. Als Saisonziel für 2010/11 gab Reinhardt die Qualifikation für die Champions League aus.

Am 20. Februar 2011 gab der Hamburger SV bekannt, dass Frank Arnesen ab dem 1. Juli 2011 neuer Sportchef des Vereins werde. Reinhardt wird auf sein Vorstandsmandat verzichten und zum neuen sportlichen Führungsteam des Hamburger SV gehören.[8]

Seine Ämter als Sportchef und Vorstandsmitglied gab er im Hinblick auf die neue Saison vorzeitig am 22. Mai 2011 ab, sodass Arnesen in Absprache mit seinem alten Arbeitgeber FC Chelsea ab dem 23. Mai 2011 mit den Planungen für die neue Saison beginnen konnte. Reinhardt wird nun als Nachwuchsleiter tätig sein.[9]

Soziales Engagement

Reinhardt unterstützt World Vision Deutschland als prominenter Kinderpate und bei der Aktion Deutschland tütet ein.[10][11][12]. Bastian Reinhardt engagiert sich als Botschafter für die Initiative Respekt! Kein Platz für Rassismus.[13]

Erfolge als Spieler

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Spielstatistik Hannover 96 - Karlsruher SC 1:0 (0:0) vom 30. Juli 1998 auf fussballdaten.de
  2. Spielstatistik Hannover 96 - Stuttgarter Kickers 2:1 (2:1) vom 13. November 1998 auf fussballdaten.de
  3. Spielstatistik Arminia Bielefeld - SV Werder Bremen 3:0 (1:0) vom 11. August 2002 auf fussballdaten.de
  4. Mittelfußbruch bei Reinhardt vom 31. Januar 2009 auf transfermarkt.de
  5. Reinhardt bleibt beim HSV vom 17. Juli 2009 auf transfermarkt.de
  6. Spielstatistik Hamburger SV - 1. FC Nürnberg 4:0 (3:0) vom 1. Mai 2010auf fussballdaten.de
  7. Bastian Reinhardt wird Sportchef des HSV auf hsv.de
  8. Frank Arnesen wird Sportchef des HSV auf hsv.de
  9. Arnesen: So plant er den Nachwuchs auf hsv.de
  10. "Bereits seit 6 Jahren unterstütze ich mein Patenkind Ariel in Bolivien." Abgerufen am 8. Juli 2010.
  11. jpm: Schultüten für Bedürftige: Jetzt hilft auch der HSV in: Hamburger Abendblatt vom 11. Mai 2009, auch online.
  12. http://www.awo-stormarn.de/aktuell/newsanzeige/news/riesenschultuete-im-hsv-stadion-1/37/neste/3.html
  13. http://www.respekt.tv/die-interviews/bastian-reinhardt.html

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