Baszel

Günther Baszel von Szászkabánya (* 8. Mai 1902 in Kaschau, Ungarn, heute Slowakei; † 5. Februar 1973 in Wien) war ein österreichischer Maler, Bildhauer und Kunstgewerbetreibender.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Günther Baszel kam im Alter von 9 Jahren nach Wien. Er studierte 1921-25 an der Universität Wien Kunstgeschichte und Germanistik. 1922-30 besuchte er die Akademie der bildenden Künste Wien, wo er Schüler von Karl Sterrer war. Ab 1925 war Baszel künstlerischer Mitarbeiter des Österreichischen Instituts für Bildstatistik. Er gestaltete mehrere Ausstellungen in Wien, wie die Hygiene-Ausstellung 1925, Wien und die Wiener 1927 oder Frau und Kind 1928. 1937 nahm Basel an der Weltausstellung in Paris teil und wurde dort ausgezeichnet. 1942 wurde er Mitglied des Künstlerhauses. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er Leiter des Instituts für Bildstatistik, im selben Jahr 1946 gestaltete er die Antifaschistische Ausstellung in Wien. Seit 1948 war er als freischaffender Künstler tätig und lehrte an der Akademie für angewandte Kunst Wien, an der er 1951 Professor wurde. Baszel erhielt 1953 den Preis der Stadt Wien für Bildhauerei. 1956 zeichnete er für die Städtebau-Ausstellung verantwortlich. 1961 wurde er mit dem Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse ausgezeichnet.

Leistung

Günther Baszel war in vielfältiger Weise künstlerisch in Wien tätig. Er vertrat einen sehr gemäßigten Modernismus. Seine Werke finden sich in der Österreichischen Galerie Belvedere, in der Albertina, im Wien Museum und im Niederösterreichischen Landesmuseum in St. Pölten.

Werke

  • Mosaike und Sgraffiti an Wohnhäusern in Wien (z. B. Alszeile/Vollbadgasse; Wielandplatz u.a.)
  • Relief von Prof. Reininger (Universität Wien)
  • Glasfenster im Andachtsraum des Landesgerichts II
  • Kriegsgedenkstein (Evangelische Kirche in der Dorotheergasse)
  • Glasfenster in der Evangelischen Christuskirche, Wien-Favoriten, 1968-71

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