Batman Returns
Filmdaten
Deutscher Titel: Batmans Rückkehr
Originaltitel: Batman Returns
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 1992
Länge: 125 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 12
Stab
Regie: Tim Burton
Drehbuch: Daniel Waters
Produktion: Tim Burton, Denise Di Novi
Musik: Danny Elfman
Kamera: Stefan Czapsky
Schnitt: Bob Badami, Chris Lebenzon
Besetzung

Batmans Rückkehr (Originaltitel: Batman Returns) ist eine Verfilmung des Batman-Comics von Bob Kane und erschien 1992 unter der Regie von Tim Burton. Der Spielfilm ist die Fortsetzung von Batman (1989).

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Der korrupte Millionär Max Shreck will in Gotham City unter dem Deckmantel eines Kraftwerks einen gigantischen Kondensator errichten, um der Stadt die Energie abzuziehen. Er wird daran aber von Bruce Wayne gehindert. Um seinen Plan doch noch umsetzen zu können, verbündet er sich mit dem Pinguin, einem Mann, der aufgrund eines genetischen Fehlers wie ein Pinguin aussieht. Der Pinguin wurde als Baby damals von seinen reichen Eltern in die Kanalisation der Stadt ausgesetzt, wo er all die Jahre im Untergrund gelebt hat.

Shreck verhilft dem Pinguin zu einer Rückkehr in die Gesellschaft und versucht nun, ihn zum Bürgermeister zu machen, um mit seiner Hilfe sein „Kraftwerk“ bauen zu können.

Es gibt nur noch einen Mann, der das Duo bezwingen kann: Batman. Jedoch muss es der dunkle Ritter nicht nur gegen Shreck und den Pinguin aufnehmen, sondern auch mit der schönen und gefährlichen Catwoman alias Selina Kyle. Selina ist die Assistentin Max Shrecks. Als sie durch Zufall von den Plänen des Millionärs erfährt, versucht Shreck, sie zu töten, indem er sie aus dem Fenster stößt. Selina überlebt jedoch und beschließt, eine neue Identität anzunehmen. Aufgrund ihrer großen Zuneigung zu Katzen wählt sie „Catwoman“ als ihr Alter Ego.

Catwoman und der Pinguin finden zusammen, nachdem Batman sie in Notwehr mit Säure angegriffen und von einem Dach geworfen hatte. Beide haben nur ein Ziel: den Dunklen Ritter zu vernichten. Sie planen die Entführung der Eisprinzessin und die Manipulation des Batmobils.

Batman kann jedoch fliehen und schafft es, den Pinguin bei einer seiner Reden zu demaskieren. Der Pinguin flieht vor der wütenden Menge zurück in die Kanalisation und plant daraufhin, Rache an Gotham City zu nehmen.

Während auf Shrecks Kostümball Bruce Wayne und Selina Kyle die Doppelidentität des jeweils anderen erkennen, erscheint unerwartet der Pinguin auf dem Ball und holt Shreck hinunter in sein geheimes Versteck. Von dort plant der die Entführung und Ermordung aller Erstgeborenen Gotham Citys, was Batman allerdings verhindert. Nun greift Pinguin zum Äußersten und setzt seine Pinguinarmee auf Gotham City an, die, mit Raketen bewaffnet, Hunderttausenden den Tod bringen soll. Allerdings gelingt es Batman, die Kontrolle über diese Armee zu erhalten und richtet sie gegen das Versteck des Pinguins selbst, das durch den Beschuss schwer beschädigt wird.

In einer finalen Konfrontation zeigen sich Bruce und Selina ohne Masken, Bruce wird von Shreck verwundet, dieser von Selina durch Stromschlag ermordet. Kurz darauf bei dem hoffnungslosen Versuch, Batman vor Ort zu erschießen, stirbt der tödlich verwundete Pinguin durch einen Hitzschlag, da die Klimaanlage in seiner Kanalisation zerstört ist.

Bruce fährt heimwärts durch das nächtliche Gotham. Ein großer Schatten huscht durch eine Gasse, ähnlich Catwoman. Bruce findet lediglich ihre Katze und nimmt sie mit zu sich. Während seine Limousine die Straßen entlang fährt, reckt sich die totgeglaubte Catwoman dem im Nachthimmel leuchtenden Fledermaus-Symbol Batmans entgegen.

Kritik

„Der Film verlagert das Schwergewicht auf die Aufdeckung der nachfreudianischen Realität der Cartoon-Figuren und ihres Verhaltens. Die opernhafte Inszenierung bedient sich eines cartoonhaft pointierten Designs, das seine gigantischen Entwürfe dem Expressionismus, Kubismus und der Nazi-Kunst entlehnt. Die Perspektive des Regisseurs überlagert die genreübliche Action und versucht, die Comic-Charaktere psychologisch zu vertiefen.“

Lexikon des Internationalen Films

Entstehung

Das Batmobil aus den Tim-Burton-Batman-Filmen

Erst als das Warner Bros.-Studio Tim Burton künstlerische Freiheit gewährten, erklärte er sich bereit, in einer zweiten Batman-Verfilmung seiner Vision Ausdruck zu verleihen, nachdem er den ersten Teil als misslungen betrachtete. Batman-Autor Sam Hamm hatte bereits 1990 die Arbeit an einer Fortsetzung des Erfolgsfilms abgeschlossen, woran Burton jedoch kein Interesse zeigte: Er hatte die Lust an Figuren wie Staatsanwalt Harvey Dent (Billy Dee Williams) und Bruce Waynes Freundin Vicky (Kim Basinger) verloren und lehnte die Einführung von Batmans Mitstreiter Robin grundsätzlich ab. Also verpflichten Warner Bros. Burtons Freund Daniel Waters (Autor von Heathers, Hudson Hawk) für eine zweite Drehbuchfassung. Dieser ließ die fortgesetzten Handlungselemente aus Batman fallen und konzipierte Batmans Rückkehr als eigenständigen Film, in dem der Pinguin und Catwoman einen Pakt gegen Batman schlossen.

Nachdem in den Massenmedien der Plot bekannt wurde, stellte sich Hollywood vor allem die Frage: Wer sollte Catwoman spielen? Burtons Favoriten Winona Ryder und Lena Olin waren bereits für andere Projekte verpflichtet, und Sean Young hatte gegen Shooting-Star Annette Bening keine Chance. Als diese jedoch von Warren Beatty schwanger wurde, fiel die Wahl auf Michelle Pfeiffer, die sich bereits 1988 für die Rolle beworben hatte, als es noch gar keine Pläne für Catwoman gab. Ohne das Drehbuch überhaupt gelesen zu haben, unterschrieb dann auch Danny DeVito (die Rolle des Pinguin hatten Burgess Meredith und Dustin Hoffman vorher abgelehnt). Erst wenige Wochen vor Drehbeginn verpflichtete sich Pfeiffers Ex-Freund Michael Keaton, nachdem ihm 10 Mio. Dollar Gage plus Einspielbeteiligung für die Wiederholung seiner bekanntesten Rolle angeboten wurden.

Unter der Leitung von Produzentin Denise Di Novi (Edward mit den Scherenhänden) begannen im September 1991 die siebenmonatigen Dreharbeiten in Kalifornien und London. Warner Bros. hatten in acht Hallen die 20 Meter hohen Filmsets bauen lassen sowie ein Becken für eine halbe Tonne Frischeis und über zwei Millionen Liter Eiswasser, in dem sich über 40 Pinguine tummelten. Die Produktionskosten für Batmans Rückkehr waren doppelt so hoch wie die für Batman: Allein die Bereitstellung der vakuumdichten Catwoman-Kostüme belief sich auf 600.000 Dollar, die Gagen der Schauspieler kosteten weitere 35 Millionen Dollar. Um sichtbar kalten Atem zu erzeugen, kühlten riesige Apparate die Hallen auf 15° C (der Film spielt zur Weihnachtszeit). Technisch fortschrittlich war der erstmalige Einsatz vom neuartigen Tonformat Dolby Digital. Burtons Kompromisslosigkeit schloss bei dieser Batman-Produktion die Zugabe von Popmusik aus, um die düstere Grundstimmung nicht zu unterbrechen. Lediglich seine Lieblingsband Siouxsie and The Banshees durften ihren Song Face to Face zu einer Schlüsselszene beisteuern.

Erfolg

Auch das Erscheinen von Batmans Rückkehr wurde wie Batman von einer multimedialen Werbekampagne begleitet: Warner Bros. gaben allein für die Reklame 20 Mio. Dollar aus, während die Merchandising-Rechte an weitere 130 Unternehmen, wie Coca-Cola, McDonald’s und Nike, verliehen wurden. Die Rechnung ging auf: Am Startwochenende spielte Batmans Rückkehr 48 Mio. Dollar ein und brach damit alle Rekorde. Doch machten verhaltene Filmkritiken und der Vorwurf der Tierquälerei Schlagzeilen: PETA warf eine nicht artgerechte Haltung der Pinguine vor, der Tiertrainer Gary Gero eine hervorragende Fütterung und die übermäßige Eierproduktion als Ausdruck von Wohlbehagen entgegen hielt. Doch gegen die negative Presse und Sommerhits wie Basic Instinct und Brennpunkt L.A. – Die Profis sind zurück konnte sich Batmans Rückkehr nicht durchsetzen. Trotz des verdoppelten Budgets von Batman konnte Batmans Rückkehr mit 700 Mio. Dollar (weltweites Kino- und Videoeinspiel) nur die Hälfte des Vorgängers einnehmen.

Auszeichnungen

Der Film wurde für die Kategorien Visuelle Effekte und Maske jeweils für den Oscar nominiert.

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