Batterieseparator
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Ein Separator in elektrochemischen Elementen wie elektrolytischen und galvanischen Zellen hat die Aufgabe, Kathode und Anode, d. h. die negative und positive Elektrode in Akkumulator-Zellen und Primärelementen räumlich und elektrisch zu trennen. Der Separator muss jedoch für die Ionen durchlässig sein, welche die Umwandlung der gespeicherten chemischen in elektrische Energie bewirken. Als Materialien kommen vorwiegend mikroporöse Kunststoffe sowie Vliese aus Glasfaser oder Polyethylen zum Einsatz.[1]

Inhaltsverzeichnis

Aufgabe und Aufbau

Der Separator hat die Aufgabe einer Barriere, die die beiden Elektroden elektrisch voneinander isoliert, um interne Kurzschlüsse zu vermeiden. Gleichzeiting muss der Separator jedoch durchlässig für Ionen sein, damit die elektrochemischen Reaktionen in der Zelle ablaufen können.

Ein Separator muss dünn sein, damit der Innenwiderstand möglichst gering ist und eine hohe Packungsdichte erzielt werden kann. Nur so sind gute Leistungsdaten und hohe Kapazitäten möglich. Weitere wichtige Funktionen des Separators sind, den Elektrolyten aufzusaugen und bei geschlossenen Zellen den Gasaustausch zu gewährleisten. Während früher u. a. Gewebe und Papier verwendet wurden, sind heutzutage überwiegend sehr feinporige Materialien im Einsatz wie Vliesstoffe und Membranen.

Als Separator kann auch eine einfache Konstruktion aus spritzgegossenen Kunststoffstegen dienen, wenn es nur darum geht, die Elektroden in einem bestimmten Abstand zu halten.

Eine Sonderform des Separators ist die Röhrchentasche. Diese wird aus zwei Lagen Gewebe bzw. Vliesstoff hergestellt, die zunächst mit einem Harz getränkt, dann miteinander vernäht und in eine bestimmte Röhrchenform gebracht wurden. Diese Röhrchen werden mit aktiver Masse befüllt und werden dann in Bleiakkumulatoren als Elektroden eingesetzt.

Für unterschiedliche chemische Systeme müssen auch unterschiedliche Separatoren eingesetzt werden. Ihre Zusammensetzung richtet sich nach dem Elektrolyten, dem sie im Verlaufe der Lebensdauer ausgesetzt sind. Ein weiteres Kriterium für die Separatorauswahl ist der Preis. Separatoren, die über viele Lade- bzw. Entladezyklen bzw. mehrere Jahre hinweg stabil sein müssen, sind aus höherwertigen Materialien gefertigt als solche, die in kurzlebigen Primärzellen eingesetzt werden.

Die neueste Entwicklung stammt aus dem Hause Evonik, von der sächsischen Firma LiTec in der Stadt Kamenz. Hier wird die von ehemals Degussa entwickelte Keramikfolie mit der Bezeichnung LiTec-Produkt Separion hergestellt. Diese flexible Keramikmembrane ist temperaturfest bis zu 450 °C und soll explosionsartiges Thermische Durchgehen zuverlässig verhindern.

Separatoren für wiederaufladbare oder Sekundärelemente

Bleiakkumulatoren
Hier sind Materialien erforderlich, die den stark sauren und oxidativen Bedingungen standhalten können. Es kommen hier extrudierte oder gesinterte Separatoren aus Polyethylen, gesintertem PVC oder Matten aus Mikroglasfaservlies (AGM) in Frage.
Nickel-Cadmium-Akkumulatoren
Hier, im stark alkalischen Milieu der Kalilauge, sind überwiegend Separatoren aus Polyamid sowie Polyethylen bzw. Polypropylen-Kombinationen im Einsatz. Heutzutage werden hier fast ausschließlich Vliesstoffe verwendet. Hydrophobe Polymere können durch Fluorierung oder Netzmittel hydrophil gemacht werden, so dass sie begierig den Elektrolyten aufnehmen.
Nickel-Metallhydrid-Akkumulatoren
Die Voraussetzungen sind hier dieselben wie bei Nickel-Cadmium-Akkus nur dass hier zusätzliche Anforderungen an den Akkuseparator gestellt werden. Er muss nämlich in der Lage sein, die Selbstentladung zu verringern. Dies gelingt durch Funktionalisierung der Vliesstoff-Oberfläche mittels chemischer Behandlung. Eine solche kann die Oberflächenbehandlung mit Acrylsäure oder die Sulfonierung sein.
Lithium-Akkumulatoren
Hier setzt man überwiegend Membranen ein. Dabei handelt es sich um mikroporöse Folien, die teils auch aus mehreren Lagen bestehen können. Neuerdings wird mit großer Intensität an Materialien gearbeitet, die auf einem sehr feinen Vliesstoff basieren, welcher keramisch beschichtet wurde. Davon verspricht man sich eine erhöhte Sicherheit, insbesondere für den Einsatz in Hybridfahrzeugen. Siehe hierzu die seit 2005 auf dem Markt angebotenen Akkumulatoren der Firma Valence.

Separatoren für nicht wiederaufladbare oder Primärzellen

Lithium-Zellen von Lithiumbatterien
Es werden mikroporöse Folien oder Vliesstoffe verwendet.
Alkali-Mangan-Zellen
In Alkali-Mangan-Batterien werden vorwiegend Vliesstoffe (englisch nonwovens) als Separatoren eingesetzt. Diese bestehen meist aus einer Mischung von Polyvinylalkohol-Mikrofasern (PVA) und Zellulose. Gelegentlich werden auch Laminate aus Vliesstoffen und Membranen, wie beispielsweise Cellophan verwendet. Spezielle Anforderungen an das Separatormaterial in Alkali-Mangan-Batterien sind gute Benetzung und hohe Aufnahmefähigkeit für die alkalische Elektrolytlösung. Der Porendurchmesser muss klein sein, um sogenannte Durchwachsungen des Separators durch Zink-Dendriten, die zum internen |Kurzschluss führen, zu vermeiden. Wichtig ist auch ein niedriger Preis des Materials.
Zink-Kohle-Elemente
Bei diesem Batterietyp wird vorwiegend Papier als Separator eingesetzt.

Weitere Einsatzfälle

Batterien, welche hohen Temperaturen ausgesetzt sind, erfordern temperaturbeständigere Materialien, z. B. temperaturbeständige Polymere oder auch in Einzelfällen Asbest.

Zu Separatoren in Brennstoffzellen siehe dort.

Literatur

  • Peter Kritzer, John Anthony Cook: Nonwovens as Separators for Alkaline Batteries. In: Journal of The Electrochemical Society. 154, Nr. 5, 2007, S. A481–A494 (doi:10.1149/1.2711064). 

Einzelnachweise

  1. H. Wallentowitz, K. Reif: Handbuch Kraftfahrzeugelektronik: Grundlagen, Komponenten, Systeme, Anwendungen. Springer, 2006, ISBN 9783528039714, S. 256

Weblinks

Hersteller

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