Bau- und Montagekombinat Kohle und Energie
Logo des BMK Kohle und Energie

Der Volkseigene Betrieb VEB Bau- und Montagekombinat Kohle und Energie wurde 1959 gegründet und war das größte Bau- und Montagekombinat (BMK) der DDR. Die Kombinatsgründung war eine Zusammenlegung verschiedener Bau-Unionen (z. B. Dresden, Hoyerswerda, Riesa). In den 80er Jahren bestand das BMK aus 15 Kombinatsbetrieben, die, mit ca. 25.000 Beschäftigten, über 2 Milliarden DDR-Mark im Jahr erwirtschafteten. Neben dem BMK Kohle und Energie waren in der DDR noch das BMK Chemie, BMK Industrie- und Hafenbau, BMK Ost, BMK Süd, BMK Ingenieurhochbau Berlin, BMK Erfurt und BMK Magdeburg tätig. Die Gesamtmitarbeiterzahl aller BMK's lag bei etwa 100.000 Beschäftigten.

Der Hauptsitz des BMK Kohle und Energie war Hoyerswerda, Kombinatsbetriebe (z. B. KB Instandsetzung und Vorfertigung Dresden) bestanden unter anderem in Dresden, Cottbus, Bautzen und Hoyerswerda. Die Hauptaufgabe des BMK lag in der Errichtung von Bauten der Energiewirtschaft, es war aber auch im Gesellschafts- und Industriebau aktiv.

Durch das Kombinat wurden verschiedene Kohlekraftwerke wie das Kraftwerk Boxberg in den Bezirken Cottbus und Dresden errichtet. Ebenso das Kernkraftwerk Greifswald, der Dresdner Fernsehturm, Dresdner Kulturpalast, das Rundkino in Dresden, das Ferienheim Schellerhau, VEB Zinnerz Altenberg, sowie Projekte in der damaligen Sowjetunion. Außerdem war es am Wiederaufbau der Semperoper in Dresden, der Berliner Synagoge und des Berliner Doms beteiligt.

Altes Logo der UNION-BAU AG (1990)
Logo der Union-Bau AG

1990 erfolgte, im Rahmen der Wirtschafts- und Währungsreform, die Umwandlung des „VEB BMK Kohle und Energie“ in die Union-Bau AG mit Hauptverwaltung in Hoyerswerda. Das Unternehmen stand ab diesem Zeitpunkt unter Verwaltung der Treuhandanstalt. 1991 wurde die „Union-Bau AG“ von der DYWIDAG übernommen und 1994 vollständig integriert. Im Jahre 2001 wurde DYWIDAG mit der Walter Bau AG zur „WALTER-BAU AG vereinigt mit DYWIDAG“ vereinigt. Anfang 2005 musste die Walter-Bau AG vereinigt mit DYWIDAG Insolvenz anmelden. Kurze Zeit später erwarb der Baukonzern „STRABAG S.E.“ große Teile (DYWIDAG Bauholding GmbH) des insolventen Konzerns.

Inhaltsverzeichnis

Kombinatsbetriebe

  • KB Industriebau
  • KB Tiefbau
  • KB Instandsetzung und Vorfertigung
  • KB Forschung und Projektierung
  • KB Ausbau
  • KB Montage
  • KB Kriwoi Rog

u. a.

Kombinatseigene Betriebsberufsschulen (BBS)

Kombinatseigene Betriebsferienheime

  • Betriebsferienheim „Waldhof“ Schöna,
  • Ferien- und Schulungsheim „Felsenmühle“ Ebersbach

u. a.

Kombinatseigene Kinderferienlager

Kinderferienlager „Fiete Jansen“ Glowe, Kinderferienlager Koserow

Weblinks


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