Verlag Volk und Welt

Der Verlag Volk und Welt Berlin war der wichtigste Belletristikverlag für internationale Literatur der DDR und ihr zweitgrößter belletristischer Verlag.

Premiere von "Lyrik – Jazz – Prosa" in Berlin, der neuen Veranstaltungsserie des Verlages Volk und Welt-Kultur und Fortschritt, am 31. Oktober 1965 aufgenommen. Die Doppelveranstaltung fand in der Kongresshalle am Berliner Alexanderplatz anlässlich der „Woche des Buches“ statt. Hier die Jazz-Optimisten mit Manfred Krug (Mitte) und Ruth Hohmann."

Er wurde am 14. März 1947 von Michael Tschesno-Hell und anderen in der Sowjetischen Besatzungszone gegründet, um Übersetzungen sowjetischer Literatur und antifaschistische deutsche Literatur zu veröffentlichen. Dafür erhielt er die Lizenz der SMAD. Später wurde der Verlag für internationale Gegenwartsliteratur geöffnet. 1951 wurde der Verlag Rütten & Loening angeschlossen, 1964 jedoch wieder herausgelöst. Stattdessen fusionierte man den Verlag mit Kultur & Fortschritt, einem auf Übersetzungen sowjetischer Bücher spezialisierten Verlag der DSF. Neben den Buchpublikationen von Volk & Welt – rund 100 Titel jährlich – gab es auch die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift der bücherkarren mit Informationen über Neuerscheinungen.

Nach 1989 musste die Treuhandanstalt den Verkauf des Verlages zweimal (1991 und 1992) rückgängig machen. Nach ersten verlegerischen Erfolgen – mit Thomas Brussigs Roman Helden wie wir gelang dem Verlag ein Bestseller – wurde Volk & Welt 2000 mit dem Luchterhand Literaturverlag zusammengelegt, 2001 erschienen die letzten Bücher. Die Namensrechte liegen heute bei Random House.

Das Verlagsprogramm unterlag wie bei allen DDR-Verlagen der Zensur. Die Popularität des Verlagsprogrammes war nicht nur auf die DDR begrenzt. Die Bücher waren, wie in der DDR üblich, preiswert.

Anfangs befand sich das Verlagsgebäude in der Glinkastraße 13–15 (Berlin-Mitte, Friedrichstadt). 1996 zog der Verlag in die Oranienstraße 164 in Berlin-Kreuzberg um.

Wichtige Verlagsschwerpunkte

  • Ausländische Literatur

Literatur

Weblinks


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