Bauernwaffen

Als Bauernwaffen bezeichnet man landwirtschaftliche Geräte, die von Bauern in Kriegs- oder Krisenzeiten zum Kampf zweckentfremdet oder umgeschmiedet wurden.

Besondere Berühmtheit erlangten dabei vor allem die aus Okinawa stammenden oder dort weiterentwickelten Bauerngeräte, da dort der Kampf mit Bauernwaffen anhand von spezifischen Kampfstilen konsequent geübt und perfektioniert wurde. Gründe für die Verwendung von Bauernwaffen waren die hohe Verfügbarkeit landwirtschaftlicher Geräte und das Verbot für einfache Leute, Waffen zu tragen. Sie ermöglichten den Bauern die Verteidigung gegen Banditen und andere bewaffnete Angreifer.

Im Kobudo und anderen Kampfkünsten wird auch heute noch mit traditionellen Bauernwaffen trainiert.

Zu den Bauernwaffen aus Okinawa gehören das Nunchaku, die Kama, sowie der Eiku, Nunti-Bo, Sansetsukon, Kue, Timbe und weitere (siehe auch Kobudo).

Obwohl sie nicht auf Okinawa entwickelt wurden, werden im Allgemeinen auch das Tonfa und das Sai zu dieser Gruppe gezählt.

Die Kriegssense und der Dreschflegel sind Beispiele für Bauernwaffen in der westlichen Welt.

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