Bauleiche
Die beiden Widerlager einer etwa 80 Jahre alten Soda-Brücke über die nicht ausgeführte Verlängerung des Datteln-Hamm-Kanals in Richtung Lippstadt

Als Investitionsruine bezeichnet man ein nicht zu Ende gebautes Bauwerk, das durch die Nichtfertigstellung völlig unbrauchbar geblieben ist. Die Bezeichnung gibt anschaulich den Sachverhalt wieder, dass Investitionen in die Finanzierung einer Ruine geflossen sind. Die Ursachen für ein derartiges Scheitern eines Projektes können eine mangelhafte Ausstattung mit Kapital, oder wirtschaftliche, politische und auch militärische Umstände sein, was vor allem für Projekte der Öffentlichen Hand gilt.

Im Lauf der Geschichte gab es immer wieder die Erscheinung der Investitionsruine, so wurde die barocke Festung Mont Royal an der Mosel nie fertiggestellt und nach Beendigung der Bauarbeiten umgehend geschleift. Prominent sind allerdings Investitionsruinen der letzten beiden Jahrhunderte im Bereich des Verkehrswesens, wie sie beispielsweise mit den so genannten Soda-Brücken oder auch im Eisenbahnbereich zu finden sind.

Als bekannteste Investitionsruine Österreichs gilt das Kernkraftwerk Zwentendorf, das, obwohl fertiggestellt, wegen einer negativen Volksabstimmung nie in Betrieb ging.

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