A.V. Turicia

Die Akademische Verbindung Turicia ist eine farbentragende Studentenverbindung und gehört zum Bund Akademischer Kommentverbindungen (Block), welcher wiederum dem Schweizerischen Studentenverein (Schw StV) angegliedert ist.

Die Turicia ist ein Verein im Sinne des ZGB mit Sitz in Zürich. Sie pflegt die Freundschaft unter ihren Mitgliedern. Auf den Grundlagen des Christentums aufbauend will sie zur Gestaltung von Staat und Gesellschaft im Wissen um die eigene Geschichte und in Verantwortung für das Erbe der katholischen Kirche beitragen.

Die Turica trägt die Farben Rot-Weiss-Grün. Der Wahlspruch lautet: „In fide firmitas“ (In Treue fest)

Geschichte

Gegründet wurde die Verbindung als Sektion Zürich des Schweizerischen Studentenverein im Jahre 1860. Dies war bereits der zweite Versuch, im protestantischen Zürich ein Zentrum für das katholische und konservative Gedankengut zu gründen. Die schwierigen Bedingungen der Zeit ließen die Verbindung kämpfen und so kam es 1873/74 zur dritten Gründung. Bereits 1875/76 war die Sektion Zürich mit 17 Mitgliedern stärkste akademische Sektion des Schw. StV.

Die Verbindung war nicht von Anfang an farbentragend, da in dieser Zeit in Zürich lediglich die Protestanten auf Grund ihrer Mehrheit ihre Farben trugen. Im Jahre 1883 erhielt die Studentenverbindung den Namen Turicia und wurde erstmals als „Katholische Studentenverbindung Turicia“ vom Senat der Universität Zürich anerkannt und in die Allgemeine Studentenversammlung aufgenommen. Erst in der Folge darauf werden die Farben öffentlich getragen. Am 4. Februar 1886 wurde die erste Fahne geweiht.

Die Mützen der Turicia waren nicht von Anfang an orange. Zu Beginn trug die Turicia das rot-weiß-grüne Band mit der roten Mütze des Schweizerischen Studentenverein. Mit der zweiten Fahnenweihe am 24. Juni 1903 folgte die Änderung zur konischen Form und die Einführung des Orange. Der heutige Wahlspruch wurde angenommen. Obwohl die Turicia seit 1878 einen eigenen Komment besaß, war sie Reformen nicht abgeneigt. So wurde 1916 der Trinkzwang offiziell abgeschafft.

Nicht immer hatten die Studentenverbindungen um Mitglieder zu werben und kämpfen. Die Turicia erlebte nach dem Jahrhundertwechsel einen enormen Aufschwung. Dies führte 1912 zur Aufspaltung der 66 Mitglieder und Neugründung der AKV Kyburger. Die Altherrenschaft der Turicia und ihrer Tochterverbindung AKV Kyburger blieb vorerst als eine bestehen. 1944 erfolgte dann aber doch die Trennung des gemeinsamen Altherrenverbandes in zwei selbstständige Vereine. Schon seit der Aufspaltung herrscht eine gesunde Konkurrenzstimmung zwischen der Turicia und der AKV Kyburger.

Zur Feier des 75. Stiftungsfest 1935/36 fand die Weihe der 3. Fahne, ein Festzug, ein Festkommers und ein Jubiläumsball statt.

Schon von Anbeginn pflegte die Turicia engen Kontakt zu der AKV Rauracia und der AKV Burgundia. Diese Beziehung vertiefte sich in der Gründung des Bundes Akademischer Kommentverbindungen im Jahre 1942, in welchem die Turicia als älteste Verbindung zuerst den Vorsitz führte. Als Folge von Unstimmigkeiten bei der Wahl des Zentralpräsidiums 1951 kam es zum Austritt der Turicia aus dem Block.

In den 80er Jahren erkannte die Aktivitas der Turicia die Bedeutung des Blockes und schloss sich erneut diesem Bund an.

Literatur

info Turicia, Jubiläumsausgabe "125 Jahre Turicia", Nr. 36, Zürich, 2. Mai 1985, Böhi v/o Rock

Weblinks


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