Baumol'sche Kostenkrankheit

Die baumolsche Kostenkrankheit (nach William J. Baumol, 1967) bezeichnet die Problematik der schlechten Rationalisierbarkeit von Dienstleistungen im Gegensatz zu anderen Sektoren. Um die Qualität der Dienstleistungen aufrechtzuerhalten, müssen die Löhne jedoch mit der allgemeinen Lohnerhöhung der Bevölkerung mithalten. Hier besteht ein Dilemma.

Beispiele

Es ist kaum möglich, die Anzahl von Lehrern zu verringern, ohne dass die Qualität des Unterrichts abnehmen würde. Dennoch müssen die Löhne im Zeitverlauf mit dem allgemeinen Lohnanstieg mithalten.

Die Kostenkrankheit wirkt sich auch auf künstlerische Dienstleistungen aus.

Das Problem ist auch auf den öffentlichen Sektor zu übertragen. Die Lohnkosten wachsen im öffentlichen Sektor genauso stark wie im privaten, allerdings ist das Rationalisierungspotential geringer. Somit kommt es zu einen größeren Wachstum der Kosten, was einen Anstieg der Staatsausgaben zur Folge hat.


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