Vier Modernisierungen

Die vier Modernisierungen (四个现代化/四個現代化, sì ge xiàndàihuà) sind ein wirtschaftliches Reformprogramm, das auf den chinesischen Premierminister Zhou Enlai 1975 zurückgeht. 1978, zwei Jahre nach Mao Zedongs Tod machte sich die Kommunistische Partei Chinas an die Umsetzung der "vier Modernisierungen" der Volksrepublik China – die Modernisierung der Industrie, der Landwirtschaft, der Verteidigung sowie der „Wissenschaft und Technik“.

Die Reform begann auf dem Lande. Mit der Auflösung der Volkskommunen und der Rückgabe des Bodens an die Bauern, wenn auch nur auf Pacht, schuf man die Voraussetzung für einen Nahrungsmittelüberschuss. Die Bauern durften den Überschuss dann selbst gewinnbringend verkaufen. In weniger als acht Jahren verdreifachte sich das Einkommen der Landbevölkerung. Aber erst als in den Küstenprovinzen Sonderwirtschaftszonen eingerichtet wurden, begann das chinesische Wirtschaftswunder. Man erlaubte nicht nur die Gründung privater Betriebe, sondern schuf auch die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Zustrom ausländischen Kapitals.

Bald forderten chinesische Bürgerrechtler, darunter Wei Jingsheng, an der Mauer der Demokratie eine „fünfte Modernisierung“, die Demokratie. Doch dies verhinderte die chinesische Regierung mit repressiven Maßnahmen.


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