Baureihe E 52
Bayerische EP 5
DRG-Baureihe E 52
DB-Baureihe 152
EP 5 21 534 im DB-Museum Nürnberg
Nummerierung: EP 5 21 501–535
DRG E 52 01–35
DB 152 001–035
Anzahl: 35
Hersteller: WASSEG, Maffei
Baujahr(e): 1924–1925
Ausmusterung: 1973
Achsformel: 2'B B2'
Spurweite: 1.435 mm
Länge über Puffer: 17.210 mm
Dienstmasse: 140,0 t
Radsatzfahrmasse: 19,6 t
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
Stundenleistung: 2.200 kW
Dauerleistung: 1.660 kW
Anfahrzugkraft: 196 kN
Leistungskennziffer: 15,7 kW/t
Stromsystem: 15 kV 162/3 Hz ~
Stromübertragung: Oberleitung
Anzahl der Fahrmotoren: 4
Antrieb: Stangenantrieb
Bremse: Druckluftbremse
Zugsicherung: Sifa

Die Baureihe Bayerische EP 5 (ab 1927: Baureihe E 52, ab 1968: Baureihe 152) war eine Elektrolokomotive für den schweren Personenzugverkehr der Deutschen Reichsbahn (DRG) und der Deutschen Bundesbahn (DB).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Im ersten von der Deutschen Reichsbahn Gruppenverwaltung Bayern aufgestellten Beschaffungsprogramm neuer Fahrzeuge war auch eine Elektrolokomotive für den schweren Personenzugdienst auf den elektrifizierten Strecken in Bayern vorgesehen. Aus zahlreichen Entwürfen entschied man sich für eine 2'BB2'-Lokomotive, welche die gleichen Motoren erhalten sollte wie die ebenfalls geplante Güterzuglokomotive Baureihe E 91.

Bei dieser Neukonstruktion ging man von der bisherigen Bauweise von Elektrolokomotiven mit einem langsam laufenden Großmotor ab und entschied sich für vier kleinere Elektromotoren. Das Triebwerk wurde in einem durchgehenden Rahmen in zwei Gruppen angeordnet. Jede Gruppe besitzt zwei Motoren, die über Zahnräder eine gemeinsame Vorgelegewelle antreiben. Diese treibt über schräge Kurbelstangen eine Blindwelle an, welche durch Kuppelstangen mit zwei Treibachsen gekuppelt ist. Um die zulässigen Achslasten nicht zu überschreiten erhielten die Maschinen je ein zweiachsiges Vorlauf- bzw. Nachlauf-Drehgestell. Auf dem Rahmen ist der Lokomotivkasten mit den beiden Endführerständen aufgebaut.

Der Fahrzeugteil wurde von Maffei und die elektrische Ausrüstung von WASSEG, einer Arbeitsgemeinschaft aus AEG und SSW, hergestellt.

Die Hersteller lieferten die Lokomotiven in den Jahren 1924 und 1925 an die Gruppenverwaltung Bayern der DRG, die sie noch als Gattung EP 5 mit den Nummern 21 501 - 535 in Betrieb nahm. Im Jahre 1927 erhielten sie die Bezeichnung E 52 01 - 35. Die Fahrzeuge wurden ausschließlich bei bayerischen Einsatzstellen beheimatet. Bis 1945 wurden die E 52 02, 31 und 35 kriegsbedingt ausgemustert.

E 52 22, zuvor Heizlok in Lörrach, stand noch lange nach ihrer Ausmusterung in Offenburg

Die DB übernahm die übrigen Maschinen, bis 1950 schieden dann noch die kriegsbeschädigten E 52 01, 29 und 32 aus. Die verbliebenen 29 Maschinen erhielten 1968 die Bezeichnung Baureihe 152. Als durch das Neubauprogramm der DB neue, leistungsfähige Elektrolokomotiven in ausreichender Zahl zur Verfügung standen, wurden diese schweren Maschinen jedoch schnell entbehrlich.

Bereits im Februar 1973 wurde mit 152 014 die letzte Maschine dieser Baureihe ausgemustert. Sie war die schwerste E-Lok, die je in Deutschland lief, nicht die DRG-Baureihe E 95, wie oft behauptet wird.

Verbleib

152 025, wurde als Trafo für das Prüffeld des AW Frankfurt eingesetzt

Von den 35 gebauten Loks der Baureihe E 52 blieb nur eine Maschine erhalten. Die E 52 34 befindet sich heute, beschriftet als bayerische EP 5 21 534, nicht betriebsfähig im Besitz des Verkehrsmuseum Nürnberg.

Siehe auch

  • Siemens ES64F, als DBAG-Baureihe 152 eingestellt bei der Deutschen Bahn AG

Literatur

  • Horst J. Obermayer: Taschenbuch Deutsche Elektrolokomotiven. 7. Auflage, Franckh 'sche Verlagshandlung, Stuttgart 1986; ISBN 3-440-03754-1

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