Baureihe V 200.1
DB-Baureihe V200.1
DB-Baureihe 221
V200 116 in Friedrichshafen
Nummerierung: V200 101–150, ab 1968 221 101–150
Anzahl: 50
Hersteller: Krauss-Maffei
Baujahr(e): 1962–1965
Ausmusterung: 1989–1992
Achsformel: B'B'
Länge über Puffer: 18.440 mm
Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h
Dauerleistung: 1986 kW
Motorbauart: 2 x V12-Zylinder-Diesel
Leistungsübertragung: hydraulisch


Bei der Baureihe V 200.1 handelt es sich um eine Diesellokomotive der Deutschen Bundesbahn. Es wurden von 1962 bis 1965 insgesamt 50 Lokomotiven dieser Baureihe beschafft. In dem ab 1968 gültigen Nummerplan wurde sie als Baureihe 221 geführt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

221 132 in ozeanblau-beige

Die Baureihe V 200.1 ist eine Weiterentwicklung der Baureihe V 200.0, zu der Krauss-Maffei 1960 den Auftrag erhalten hat. Von der Baureihe V 200 unterscheidet sich die V 200.1 im wesentlichen durch die stärkeren Antriebsmotoren von 2 × 1350 PS gegenüber 2 × 1100 PS bei der V 200. Diese wurden notwendig, da durch das gestiegene Verkehrsaufkommen die Züge länger und schwerer geworden waren. Dadurch kamen die Lokomotiven der Baureihe V 200 an ihre Leistungsgrenzen, was nicht selten zu Verspätungen führte. Sie waren insbesondere auf der Allgäubahn zwischen Kempten im Allgäu und Lindau und der Schwarzwaldbahn zwischen Offenburg und Konstanz im Einsatz. Die Baureihe 221 stand auf der Vogelfluglinie neben der neu gebauten Fehmarnsundbrücke und den modernen Fährschiffen für schnelles Reisen zwischen Deutschland und Dänemark.

Das höhere Gewicht der neuen Motoren wurde zum Teil durch den Einsatz von Leichtbaustoffen und die Verwendung eines leichteren Heizdampfkessels wieder ausgeglichen.

Der letzte Einsatzort der Baureihe V 200.1 bei der DB war das Ruhrgebiet, wo schwere Güterzüge auf Haupt- und Nebenstrecken gezogen wurden; die letzte Maschine wurde 1988 beim Bw Oberhausen-Osterfeld außer Dienst gestellt. Einige Loks wurde nach Griechenland an die OSE verkauft und dort als Baureihe A410 eingeordnet.

Verbleib

Blaue V 200.1 der Eisenbahngesellschaft Potsdam

Es sind noch insgesamt 24 Maschinen der Baureihe V 200.1 erhalten.

Die betriebsfähige V 200 116 der Dampflok-Tradition Oberhausen ist auf vielen Sonderfahrten des Verkehrsmuseums Nürnberg zu sehen. Insgesamt 20 der nach Griechenland verkauften Lokomotiven BR 221 wurden 2002 durch die Prignitzer Eisenbahn GmbH wieder zurück nach Deutschland geholt. Einige der teils sehr heruntergewirtschafteten Maschinen wurden Schritt für Schritt überholt und an diverse Privatbahngesellschaften veräußert. So ist die V 200 136 in blauer Farbgebung im Besitz der Eisenbahngesellschaft Potsdam mbH (EGP).

Im Oktober 2003 kamen die V 200 101 und V 200 120 aus Italien zurück; sie stehen derzeit abgestellt im Süddeutschen Eisenbahnmuseum Heilbronn, wo man angefangen hat, eine wieder aufzuarbeiten.

Eines der 20 aus Griechenland zurückgeholten Exemplare, die ehemalige V 200 147, wurde nach Aufarbeitung durch die Arriva-Werke in Neustrelitz an die Bentheimer Eisenbahn verkauft und hat im Juli 2008 als D 20 „Coevorden“ dort ihren Dienst angetreten.

Seit Januar 2008 fährt V 200 135 für die Bocholter Eisenbahn Gesellschaft; sie wurde am 4. Januar 2008 auf dem Gelände der Arriva-Werke übergeben und soll vor dem Kupfershuttle von Lünen-Süd nach Hettstedt eingesetzt werden.

Literatur

  • Horst J. Obermayer: Taschenbuch Deutsche Diesellokomotiven. Franch'sche Verlagshandlung, Stuttgart 1979 ISBN 3-440-03932-3
  • Thomas Feldmann: Wieder daheim. Die Baureihe 221. In: LOK MAGAZIN. Nr. 263/Jahrgang 42/2003. GeraNova Zeitschriftenverlag GmbH München, ISSN 0458-1822, S. 36–51.
  • Matthias Maier: Die Baureihe V 200. EK Verlag Freiburg, ISBN 3-88255-208-5

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