Baurspark

Der Baurs Park ist ein Park im Hamburger Stadtteil Blankenese im Bezirk Altona.

In der Zeit von 1802 bis 1817 erwarb der Altonaer Kaufmann Georg Friedrich Baur elf Grundstücke am nördlichen Elbhang in Blankenese. Von 1817 bis 1832 gestaltete der französische Architekt und Landschaftsgärtner Joseph Ramée im Auftrag des Eigentümers die Gärten zu einem romantischen Landschaftspark im englischen Stil mit Tempeln, Waldhütten und einem chinesischen Pagodenturm. Darüber hinaus befand sich ein Kanonenberg im Park, von dem aus die eigenen einlaufenden Schiffe mit Böllerschüssen begrüßt werden konnten. Von 1829 bis 1836 ließ Baur durch Ole Jörgen Smith (1793-1848) ein Landhaus im Park errichten,[1] in dem er 1840 das dänische Königspaar empfing. Dieses Herrenhaus (heute Mühlenberger Weg 33/35) steht nebst Portal und Wirtschaftsgebäude seit dem 24. Januar 1940 unter Denkmalschutz. Es ist ein zweigeschossiger Putzbau mit Sandsteinsockel auf rechteckigem Grundriss.
Nach Baurs Tod 1865 führten seine Angehörigen den Park und die Bauten als Fideikommiss weiter. Mitte des 19. Jahrhunderts war der Park trotz Privatbesitzes zu bestimmten Zeiten bereits beschränkt öffentlich zugänglich. 1921 verkaufte Familie Baur den Park, nachdem einige Parzellen als Villengrundstücke abgetrennt worden waren. Später erwarb die Stadt Altona den Park und er fiel am 1. April 1937 im Rahmen Groß-Hamburg-Gesetz an Hamburg. Infolge der Vergesellschaftung durch die Nationalsozialisten ist der Park seit 1939 frei zugänglich.

Quelle

  • Hamburg-Lexikon, Zeiseverlag Hamburg, 2. Auflage 2000, ISBN 3-9805687-9-2

Einzelnachweise

  1. Paul Th. Hoffmann: Die Elbchaussee: Ihre Landsitze, Menschen und Skandale, Hamburg 1977, S. 269

Weblinks

53.5563888888899.81416666666677Koordinaten: 53° 33′ 23″ N, 9° 48′ 51″ O


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