Baustelleninformationsschild
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Baustellenzeichen
Baustelle im Jahre 1856 (Kölner Dom)
Baustelle im Straßenbau
Baustelle im Hochbau
Großbaustelle Palais Quartier
Baustelle Umbau Privathaus

Eine Baustelle ist der Ort, an dem Bauarbeiten durchgeführt werden. Zur Baustelle gehören auch die Flächen auf dem Baugrundstück oder in seiner unmittelbaren Umgebung, auf welchen Gerüste aufgestellt, Baumaterialien gelagert oder die Baustelleneinrichtungen untergebracht werden. Darüber hinaus gehören zu ihr auch Flächen für die Verkehrssicherung.

Man unterscheidet zwischen ortsgebundenen Baustellen und ortsungebundenen, mobilen Baustellen, die auch Wanderbaustellen genannt werden sowie nach der Dauer zwischen Tagesbaustellen und Dauerbaustellen.

Baustellen, oder auch Arbeitsstellen, die im Bereich von Straßen stattfinden, benötigen eine sogenannte verkehrsrechtliche Anordnung durch die zuständigen Behörden. Die verkehrsrechtliche Anordnung ist in der Regel in Verbindung mit einem Verkehrszeichenplan zu beantragen. Arbeiten im Gültigkeitsbereich der StVO ohne Anordnung sind nicht zulässig (Ausnahmen sind Notfälle, in denen sofortige Absicherung im Zuge des Notstandsrechtes zur Schadensabwehr notwendig ist ), der Tatbestand einer Ordnungswidrigkeit gemäß StVO kann vorliegen, und somit zu Bußgeldern und/oder „Punkten“ in Flensburg kommen. Auch das Abweichen von der verkehrsrechtlichen Anordnung, oder ein nachweisbares Unterlassen der Kontrolle der Baustellensicherung (geregelt u.a. in ZTV SA) kann, besonders im Falle eines Unfalles (vor allem bei Personenschaden), zu strafrechtlichen Verfahren führen.

Inhaltsverzeichnis

Sicherung nach außen

Eine Baustelle ist so abzusichern, dass keine Gefahren, Schäden und unzumutbare Belästigungen für Einzelne oder die Allgemeinheit ausgehen. Dazu gehören eine Abgrenzung und eine angemessene Beleuchtung. Besteht für Fußgänger eine Gefahr durch herabfallende Materialien, ist eine Überdachung des Gehwegs erforderlich. Für kleine Baustellen ist ein Bauzaun nicht zwingend vorgeschrieben, kann jedoch gefordert werden. Bei Großbaustellen wird aufgrund der erforderlichen Baustellenlogistik und Zutrittskontrolle eine aufwendige Absicherung benötigt, was auch den Schutz der Baustelle selbst vor Diebstahl von Material und Geräten sowie Vandalismus beinhaltet.

Information

Die meisten Bauordnungen sehen vor, dass die Baustelle durch ein Baustellenschild zu kennzeichnen ist. An ihm lässt sich erkennen, dass das Bauvorhaben genehmigt ist und welches die wichtigsten Baubeteiligten sind.

Groß angelegte Baumaßnahmen entlang von Bundesfernstraßen werden mit Hilfe des Baustelleninformationsschildes angekündigt. Das Schild liefert Informationen über die Baumaßnahme, über den Bauzeitraum und die beteiligten Behörden.

Volksmund

Oft wird die eigentliche Durchführung der Bauarbeiten als Baustelle bezeichnet. Im übertragenen Sinn bezeichnet Baustelle einen unfertigen Zustand, bei dem man trotz (starken) Bemühens noch nicht ein befriedigendes Ergebnis erreicht hat („Mein Leben ist eine Baustelle“). In ähnlicher Weise werden leere Internet-Domains oder -Seiten von den Seiteninhabern gerne als „Baustelle“ gekennzeichnet, um die Absicht zu betonen, bald etwas auf die Seite zu stellen. In diesem Sinne existiert auch die Dauerbaustelle.

Normen und Standards

Folgende Gesetze, Verordnungen und Technischen Regeln sind ggf. zu beachten:

Siehe auch

Literatur

Weblinks


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