Baustofffachhandel

Der Baustoffhandel (früher auch Brenn- und Baustoffhandel) bezeichnet den Handelszweig, der sich mit dem Verkauf von Baustoffen, Bedachungsartikeln, Holz, Dämmstoffen, Baustählen, Sanitäreinrichtungen sowie oft auch von Brennstoffen wie Kohle, Holz und Heizöl, sowie Werkzeugen- und Gerüstverleih befasst.

Baustoffhändler sind heute meist in Einkaufsverbänden organisiert, welcher sowohl einen logistischen und damit auch einen Einkaufsvorteil gewährleistet.

Inhaltsverzeichnis

Begriffsklärung Baustofffachhandel – Baumarkt

Der Baustoffhandel unterscheidet sich von Baumärkten durch die umfangreiche Bevorratung der unterschiedlichsten Baustoffe aus allen Bereichen des Baugeschehens. Zudem steht meist eine eigene entsprechende Logistik in Form von Kipp- und Kranfahrzeugen zu Verfügung, die eine produkt- und baustellenorientierte Belieferung zulassen. Die überwiegende Zahl der Artikel des Baustoff-Fachhandels wird von Baumärkten daher auch nicht geführt, weil deren Zielgruppe mit den Do-it-yourself vollkommen angemessen bedient wird.

Weiterhin erfolgt durch den Fachhandel eine umfangreiche Fachberatung und Betreuung der Bauunternehmen und anderen Fachfirmen. Hierzu werden die Mitarbeiter des Baustofffachhandels von der Herstellern zu deren Produkten umfangreich geschult.

Deutschland

Der deutsche Baustofffachhandel ist zwar überwiegend mittelständisch strukturiert, aber einige Konzerne wie Saint Gobain (die unter dem Namen Raab Karcher im Markt auftreten) und die BayWa spielen eine wesentliche Rolle im Markt. Andere Baustoffhändler organisieren sich zusätzlich in sogenannten Einkaufsverbänden wie der Hagebau, Eurobaustoff, Baustoffring. Ein neuer Zweig des Baustoffhandels ist der Verkauf von Baustoffen über das Internet. Der Dachverband des deutschen Baustoffhandels ist der Bund deutscher Baustoff-Fachhandel e.V. (BDB), der sich für die Interessen des Baustoff-Fachhandels einsetzt, und etwa durch Seminarangebote den Nachwuchs und die Weiterbildung der Mitarbeiter fördert. Der BDB hat 919 Mitglieder mit 2.169 Betriebsstätten, in diesen Betriebsstätten arbeiten 41.895 Beschäftigte und 3.258 Auszubildende (Stand: 2007). Der Umsatz im Jahr 2006 belief sich auf etwa 14 Milliarden €[1].

Österreich

Die Baustoffhändler Österreichs sind im Verband der Baustoffhändler Österreichs[2] organisiert, der Mitglied im Baucluster Österreich ist.[3] Vetrtreten wird er durch das Bundesgremium H 21 - Holz- u.Baustoffhandel der Wirtschaftskammer Österreich[4]. Im Unterschied zu Deutschland, betreiben hier allerdings die Baustoffhändler an ihren Standorten überwiegend auch gleichzeitig Baumärkte. Die bekanntesten sind hier die Öbau, eine eigenständige Tochterunternehmung der Hagebau, Bauwelt und Lagerhaus.

Einzelnachweise

  1. http://baustoff-fachhandel.baunetz.de/bdb/07branche/set_branche.html Quelle: Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel e. V.
  2. http://www.vboe.org/ – Verband der Baustoffhändler Österreichs
  3. http://www.baucluster.at/ – Baucluster Österreich
  4. Baustoffhandel, Wirtschaftskammer Österreich, portal.wko.at


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