Baustofflehre
Die Baustoffkunde setzt sich mit Baustoffen und deren Eigenschaften auseinander.

Die Baustoffkunde (auch Baustofflehre) befasst sich mit den für Bauwerke verwendeten natürlichen oder künstlichen Baustoffen wie Beton, Stahl, Mauerwerk, Holz, Glas, Aluminium und Kunststoffen. Die Untersuchung und Prüfung von Baustoffen ist von fachkundigem Personal durchzuführen. In Österreich beispielsweise gibt dafür den Beruf des Baustofffachberaters, in Deutschland den Baustoffprüfer. Baustofflabore sind in der Regel Universitäten angeschlossen. In Fakultäten der Richtung Bauingenieurwesen gibt es meistens auch ein Institut für Baustoffkunde.

Das Gegenstück zur Baustoffkunde im Bauwesen ist die Werkstoffkunde im Maschinenbau. Eng verwandt mit der Baustoffkunde sind Bauphysik und Bauchemie.

Inhalt

In der Baustoffkunde werden die Eigenschaften der Baustoffe erforscht und gelehrt, vor allem ihre Festigkeit, aber auch ihre spezifischen Massen, ihre Verformbarkeit, Wärmeleit- und Speichereigenschaften, Feuerbeständigkeit, Schalldämmungseigenschaften, Wasserdurchlässigkeit usw.

Die Eigenschaften der Baustoffe werden zu diesen Zwecken in Laboren von Baustoffprüfern geprüft. Bei der Auswertung der mit Hilfe von Messtechnik gewonnenen Daten werden die Methoden der Statistik angewandt. Die Ergebnisse findet man sehr oft in DIN-Normen, in denen die Anwendung der Baustoffe auf dem Bau geregelt wird.

Natürliche Baustoffe werden so verwendet, wie sie in der Natur vorgefunden werden. Zu ihnen zählen beispielsweise Naturstein, Holz und Lehm. Künstliche Baustoffe werden aus Ausgangsprodukten hergestellt. Zu den künstlichen Baustoffen zählen zum Beispiel Beton, Baustahl, Ziegelstein, Glas, und Kunststoffe. Der wichtigste künstliche Baustoff - auch für die Baustoffkunde - ist heute Beton. Er nimmt in der Baustoffprüfung und auch in den DIN-Normen den breitesten Raum ein. Bei der Herstellung von Beton können die verschiedensten Betoneigenschaften erzielt werden.

Bekannte Personen

Bedeutende Baustoffkundler waren:

Siehe auch


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • August Gessner — August Geßner, (* 17. Januar 1880 in Prag; † 1944) war ein sudetendeutscher Hochschullehrer. Er war Professor für Werk und Baustofflehre, sowie Rektor des deutschen Instituts der Technischen Hochschule Prag. Prof August Geßner um 1920 mit dem… …   Deutsch Wikipedia

  • Intze — Otto Intze, Foto vermutlich von 1902 Bronzetafel an der Urfttalsperre Otto Adolf Ludwig Intze (* 17. Mai 1843 in …   Deutsch Wikipedia

  • Otto Adolf Ludwig Intze — Otto Intze, Foto vermutlich von 1902 Bronzetafel an der Urfttalsperre Otto Adolf Ludwig Intze (* 17. Mai 1843 in …   Deutsch Wikipedia

  • August Geßner — August Geßner, um 1920 mit dem Couleur seiner Studentenverbindung. August Geßner (* 17. Januar 1880 in Prag; † 1944) war ein sudetendeutscher Hochschullehrer. Er war Professor für Werk und Baustofflehre sowie Rektor des deutschen Instituts der… …   Deutsch Wikipedia

  • Eduard Jobst Siedler — Eduard Wolf Jobst Siedler (* 7. März 1880 in Loburg bei Jerichow; † 1. Februar 1949 in Berkeley, Kalifornien) war ein deutscher Architekt. Siedler studierte von 1899 bis 1903 an den Technischen Hochschulen in München und Berlin und arbeitete dann …   Deutsch Wikipedia

  • Tschechische Technische Hochschule — Vorlage:Infobox Hochschule/Mitarbeiter fehlt Tschechische Technische Universität Prag Gründung 1863 Trägerschaft …   Deutsch Wikipedia

  • Willy Gehler — (* 5. September 1876 in Leipzig; † 13. April 1953 in Dresden; vollständiger Name: Willy Gustav Gehler) war ein deutscher Bauingenieur und Wissenschaftler. Leben und Werk Nach dem Abitur 1895 studierte Gehler zunächst an der Universität Leipzig… …   Deutsch Wikipedia

  • ČVUT — Vorlage:Infobox Hochschule/Mitarbeiter fehlt Tschechische Technische Universität Prag Gründung 1863 Trägerschaft …   Deutsch Wikipedia

  • České vysoké učení technické — Vorlage:Infobox Hochschule/Mitarbeiter fehlt Tschechische Technische Universität Prag Gründung 1863 Trägerschaft …   Deutsch Wikipedia

  • Baustoffe, Baumaterialien — (building materials; matériaux de construction; materiali da costruzione), Stoffe, die zur Herstellung von Bauwerken (Erdbauten ausgenommen) geeignet sind. Die B. werden (nach Krüger) eingeteilt in: I. Hauptstoffe: natürliche und künstliche… …   Enzyklopädie des Eisenbahnwesens

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”