Bavaria-Germanair
Bavaria Germanair
Betrieb eingestellt: 1979
IATA-Code: BV
ICAO-Code: -
Rufzeichen: Bavaria
Gründung: 1977
Sitz: München
Heimatflughafen: Flughafen München-Riem
Flottenstärke: 9
Ziele: Mittelmeerraum, Madeira, Kanarische Inseln
Bavaria Germanair hat den Betrieb 1979 eingestellt. Die kursiv gesetzten Angaben beziehen sich auf den letzten Stand vor Einstellung des Betriebes.

Die Bavaria Germanair war eine deutsche Charterfluggesellschaft, die 1977 aus der Fusion der Fluggesellschaften Bavaria und Germanair hervorging. Der Heimatflughafen der Gesellschaft war München-Riem.

Inhaltsverzeichnis

Chronik

Der Münchener Unternehmer Josef Schörghuber gelangte 1970 in den Besitz der Fluggesellschaft Germanair. Vier Jahre später übernahm die Schörghuber-Gruppe auch die Bavaria Fluggesellschaft. Beide Unternehmen flogen zunächst weiter unter eigener Identität, koordinierten aber ihre Zusammenarbeit durch eine gemeinsame Geschäftsleitung. Am 1. März 1977 fusionierten die beiden Fluggesellschaften zur Bavaria Germanair. Bereits vor der Fusion wurde bekannt, dass Josef Schörghuber einen Teilhaber für seine Fluggesellschaft suchte. Insbesondere die anstehende Erneuerung der Flotte, die überwiegend aus älteren und lärmintensiven BAC 1-11 bestand, stellte ein gewaltiges Investitionsrisiko dar, dass er im Alleingang nicht wagen wollte. Nach erfolglosen Verhandlungen mit der Bayerischen Landesbank und der Lufthansa konnte er die Fluggesellschaft Hapag-Lloyd für Gespräche gewinnen, die aber nur an einer Mehrheitsbeteiligung interessiert war. Josef Schörghuber nahm diese Gelegenheit wahr und verkaufte die Bavaria Germanair nur einen Monat nach ihrer Fusion an die Hapag-Lloyd-Flug GmbH. Das bundesdeutsche Kartellamt bewertete diesen Verkauf kritisch. Hapag-Lloyd durfte das neu erworbene Unternehmen zunächst nicht in die eigene Fluggesellschaft integrieren, sondern musste es unter dem Namen Bavaria Germanair weiterführen. Um die Flotte den Bedürfnissen anzupassen verkaufte man die ältesten BAC 111-400 sowie die in ihrer Passagierkapazität zu kleinen Fokker F-28. Die verbliebene Flotte der Bavaria Germanair bestand danach aus zwei BAC 111-400 mit 84 Sitzen, sieben BAC 111-500 mit 114 Sitzen und zwei Großraumflugzeuge vom Typ Airbus A300-B4 mit 324 Sitzen. Mit diesen 11 Flugzeugen transportierte die Gesellschaft im ersten Jahr ihres Bestehens 1.171.242 Passagiere. Ende 1978 lag die Zustimmung des Kartellamtes für einen Zusammenschluss der beiden Unternehmen vor und im Januar 1979 wurde die Bavaria Germanair schließlich in die Fluggesellschaft Hapag-Lloyd überführt.

Eingesetzte Flugzeuge

Siehe auch

Weblinks

Flottenliste und Bilder der Fluggesellschaft Bavaria Germanair


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