Volker Ullrich

Volker Ullrich (* 20. Dezember 1943 in Brandenburg an der Havel) ist ein deutscher Historiker, Publizist und Schriftsteller.

Nach einem mit Promotion bei Fritz Fischer in Hamburg abgeschlossenen Studium der Geschichte, Literaturwissenschaft und Philosophie ist er seit 1990 Leiter des Ressorts „Politisches Buch“ bei der Wochenzeitung Die Zeit. Ullrich hat zahlreiche Artikel in der Zeit und mehrere Bücher zu Themen der Zeitgeschichte veröffentlicht.

Mit dem Artikel Hitlers willige Mordgesellen. Ein Buch provoziert einen neuen Historikerstreit[1] vom 12. April 1996 löste er die „Goldhagen-Debatte“ aus.[2]

Ihm wurde am 16. Dezember 2008 die Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena verliehen.

Werke

  • mit Raymond Aubert (Hrsg.): In Pantoffeln durch den Terror: Das Revolutionstagebuch des Pariser Bürgers Célestin Guittard. 1. Auflage. Eichborn Verlag, (Dezember) 2009 (Originaltitel: En pantoufles sous la terreur, übersetzt von Claudia Preuschoft), ISBN 978-3821862224.
  • Die nervöse Großmacht: Aufstieg und Untergang des deutschen Kaiserreichs 1871–1918. 1. neu bearbeitete Auflage. Fischer Taschenbuch 17240, Frankfurt 2007, ISBN 978-3-596-17240-5 (Mit einem aktuellen Nachwort: neue Forschungen zum Kaiserreich.).
  • Der Kreisauer Kreis. Reinbek 2008, ISBN 3-499-50701-3.
  • Napoleon. Eine Biografie. Reinbek 2004, ISBN 3-498-06882-2.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Volker Ullrich: Hitlers willige Mordgesellen. Ein Buch provoziert einen neuen Historikerstreit. In: Die Zeit vom 12. April 1996.
  2. Michael Schneider: Die „Goldhagen-Debatte“. Ein Historikerstreit in der Mediengesellschaft. Bonn 1997, ISBN 3-86077-669-X (online; Gesprächskreis Geschichte, Bd. 17).

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