Bayerische Akademie für Fernsehen

Die Bayerische Akademie für Fernsehen e.V. (BAF) ist eine Akademie in Unterföhring, getragen von einem gemeinnützigen Verein. Die Finanzierung basiert auf Public Private Partnership: ein Drittel des Etats bestreitet der Bayerische Freistaat, ein weiteres Drittel die Sponsoren und Förderer aus der Fernsehbranche, das letzte Drittel wird durch die Studiengebühren der Teilnehmer sichergestellt.

Gegründet wurde die Akademie 1993 auf Initiative privater Programmanbieter und der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien. Gründungspräsident war Heinz Burghart, gefolgt von Walter Flemmer (2001 bis 2011). Seit Mai 2011 ist Friedrich-Wilhelm Rothenpieler Präsident der BAF. Der Trägerverein verfolgt laut Satzung keine Gewinnabsicht. Ziel ist es vielmehr, Nachwuchs für die Fernsehbranche auszubilden und damit den Medienstandort Bayern zu stärken. Die Studienschwerpunkte liegen in den Bereichen TV-Journalismus, Kamera, Schnitt, Animation & VFX und TV-Produktionsmanagement (IHK). Die einzelnen Studiengänge dauern jeweils zehn Monate. Neben einem festen Dozentenstamm werden Gastdozenten aus der Fernsehwirtschaft eingeladen.

Die BAF ist Gründungsmitglied im MedienCampus Bayern, dem Dachverband für die Medienaus- und -weiterbildung in Bayern.

Inhaltsverzeichnis

Studium

Fernsehjournalismus

In diesem Vollzeit-Studium umfasst Recherche– und Interviewtechniken, Moderation und Dramaturgie sowie das Texten und Sprechen von Beiträgen. Aktuelle Fernsehformate werden thematisiert und mehrfach mit eigenen Beiträgen praktisch erprobt. Zur Ergänzung werden in den Nebenfächern Produktionstechnik und Medienkunde gelehrt.

Kamera

Im Studiengang Kamera werden im Vollzeit-Studium die Grundlagen der fotografischen Optik, der analogen und digitalen Bild- und Tonaufzeichnung, der Lichtgestaltung und der Bildkomposition gelehrt. Von Anfang an wird mit unterschiedlichen Kameratypen direkt am Gerät gearbeitet und im Laufe des Studiums werden eine Vielzahl von eigenen Beiträgen und Sendungen, vom Nachrichtenbeitrag bis zum 16mm-Kurzfilm produziert. Auch die Kamerastudenten der BAF werden zusätzlich in Medienkunde und Fernsehtechnik ausgebildet.

Schnitt

Im Vollzeit-Studiengang Schnitt werden die Grundlagen des analogen und digitalen Schnitts vermittelt. Die Schulung umfasst einerseits die Hard- und Software von Media Composer, Final Cut Pro HD, After Effects und DVD Studio Pro andererseits werden die Studenten auch am Drei-Maschinen-Schnittplatz und am Bildmischer unterrichtet. Zur Ausbildung gehört zudem die Sensibilisierung der Studenten für Rhythmus, Tempo, Bildästhetik und Dramaturgie. Fernsehtechnik und Medienkunde ergänzen den schnittspezifischen Unterricht.

Animation und Visual Effects

Das Vollzeitstudium vermittelt Techniken der 2D/3D-Animation, den Umgang mit der einschlägigen Software, Grundwissen der Bild- und Tonaufzeichnungstechnik sowie bildästhetische und dramaturgische Fähigkeiten. Visuelle Gestaltung, Storyboardzeichnen, die Arbeit mit Stop-Motion und das Erstellen von Animatics sind weitere Inhalte des Studienprogramms. Zudem werden Medienkunde und Produktionstechnik gelehrt.

TV-Produktionsmanagement (IHK)

Der Studiengang gliedert sich in die drei Bereiche Programmwirtschaft, Dramaturgie und Ästhetik sowie Produktionstechnik und vertieft vor allem Kenntnisse der Dramaturgie, Budgetierung und Kalkulation von Fernsehstoffen. Er wurde für Personen entwickelt, die bereits in der Fernsehbranche arbeiten und sich berufsbegleitend weiterbilden möchten.

Finanzierung

Die BAF erhält institutionelle Förderung durch den Freistaat Bayern, die Gemeinden Unterföhring und Ismaning, den Landkreis München und die Bayerische Landeszentrale für neue Medien. Außerdem erhält die BAF finanzielle Unterstützung von ProSiebenSat1, von RTL2, dem Zweiten Deutschen Fernsehen ZDF, dem Bayerischen Rundfunk, vom Sport1, Bavaria Film, Bavaria Studios, Bavaria Fernsehproduktion und anderen Sponsoren der Medienbranche.

Es werden Studiengebühren von derzeit 650 Euro im Monat erhoben, sowie eine einmalige Einschreibgebühr von 500 Euro. Die BAF verfolgt auf Grund der Gemeinnützigkeit satzungsgemäß keine Gewinnabsicht - damit ist garantiert, dass alle Fördermittel und Gebühren unmittelbar den Studierenden in Form von Studienqualität zugute kommen.

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