Bayreuther Fleisch

Die Müller Group (auch Müller Gruppe) ist eine Gruppe fleischverarbeitendener Unternehmen mit Hauptsitz in Birkenfeld bei Pforzheim. Geschäftsfelder sind Schlachtung und Zerlegung von Rindern bzw. Kälbern und Schweinen, Großhandel mit Frischfleisch, Im- und Export, sowie Direktvermarktung an Großabnehmer (Metzger, Gastronomie etc.). Die Müller Gruppe zählt zu den größten mittelständischen Unternehmen der süddeutschen Fleischwirtschaft und ist einer der zehn größten Rinderschlachtbetriebe in Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Bereits seit 1938 bestand ein von Emil Müller geführtes Viehhandelsunternehmen am städtischen Schlachthof in Pforzheim. 1959 gründete Horst Müller in Weiler das Schlacht- und Fleischhandelsunternehmen, das er 1962 an den Pforzheimer Schlachthof verlegte. 1970 wurde ein Schlachthaus- und Verwaltungsbau am heutigen Hauptsitz Birkenfeld eröffnet, 1976 ein Zerlegegebäude mit (1984 und 2000 erweiterten) Kühlräumen und Versand.

Ab 1987 erfolgten Schlachtungen am städtischen Schlacht- und Viehhof Ulm, bis 1992 nach Erwerb der Firma Karl Schäfer KG die eigene Tochtergesellschaft Ulmer Fleisch GmbH gegründet wurde, die 1999 den Schlacht- und Viehhof von der Stadt Ulm übernahm. Ulmer Fleisch lässt die einzelnen Verarbeitungsschritte dort heute über mehrere Subunternehmer erledigen.

2003 wurde der Großverbrauchermarkt „Fleischmarkt Donautal“ neu errichtet, 2005 der Firmensitz erneut mit einem Erweiterungsbau ergänzt. 2006 erfolgte der Einstieg in die Produktion von selbstbedienungsgerecht verpacktem Fleisch (SB-Fleisch) für Lebensmittel-Discounter.

Seit Juli 2007 besteht unter der Firmierung Bay­reuther Fleisch GmbH ein Gemeinschaftsunternehmen von Müller Fleisch als Mehrheitsgesellschafter (51 %) mit der Erzeugergemeinschaft Vieh- und Fleisch Franken, die Schlachtung und Zerlegung erfolgt am städtischen Schlachthof in Bayreuth.

Struktur und Kennzahlen

Verarbeitungsstandorte sind in Birkenfeld (Müller Fleisch GmbH), Ulm (Ulmer Fleisch GmbH) und Bayreuth (Bayreuther Fleisch GmbH), eine Im- und Exporttochter besteht in Athen/Griechenland (Müller Fleisch Hellas E.P.E).

Der jährliche Umsatz der Gruppe liegt bei über 450 Millionen Euro (Stand Ende 2007). Das Unternehmen beschäftigt an drei Standorten zusammen gut 200 Mitarbeiter.

Ungefähr 80 % der Schlachttiere stammen von regionalen Vertragslieferanten aus dem Umfeld der Standorte in Süddeutschland. Das Schlachtvolumen bei Müller Fleisch liegt bei ca. 129.000 Rindern und 226.000 Schweinen pro Jahr. Die Zerlegekapazität für Rinder bzw. Kälber liegt bei rund 500 Tonnen in der Woche, für Schweine bei rund 550 Tonnen in der Woche. Nach Be­zug neuer Anlagen im Frühjahr 2008 werden bei Ulmer Fleisch mehr als 20.000 Schweine wöchentlich geschlachtet. Bei Bayreuther Fleisch werden ca. 30.000 Rinder und ca. 40.000 Schweine pro Jahr geschlachtet. In den drei Schlachtbetrieben zusammen werden wöchentlich über 5.500 Stück Groß­vieh und etwa 20.000 Schweine geschlachtet und zerlegt, entsprechend einer Frischfleischproduktion von etwa 4.000 Tonnen pro Woche. Die Auslieferung an die Kunden erfolgt zu einem großen Teil über einen betriebseigenen Fuhrpark.

Produkte

Produziert werden vom Rind und Schwein Teilstücke, auch vakuumiert, sowie SB-verpacktes Fleisch (mit Schwerpunkt im Discountbereich) und Innereien.

Die Veterinärkontrollnummer von Müller Fleisch ist DE BW 03550 EG .

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