Bayreuther Speckaufstand

Als Speckputsch wurden Ausschreitungen in Bayreuth am 17. Februar 1919 bekannt. Der "Putsch" verlief insgesamt ziemlich unorganisiert. Der Zulauf aus der Bevölkerung hielt sich in Grenzen.

Die Hauptanliegen waren

  • die Rücknahme der Kürzung der Erwerbslosenunterstützung
  • das Aufklären von vermeintlichen Lebensmittelverschiebungen
  • der Rücktritt des Oberbürgermeisters Dr. Leopold von Casselmann
  • die Verbesserung der Lebensmittelverteilung.

Angegangen wurden vorwiegend Personen des öffentlichen Lebens wie der Oberbürgermeister, der Stadtrat und der Buchdruckereibesitzers Leonhard Tripß (Vorstand des Gemeindekollegiums), da man davon ausging, dass diese für die schlechte Versorgungslage verantwortlich seien. Darüber hinaus gab es einige Plünderungen. Nachdem die Beute (vorwiegend Speck aus Heeresbeständen) verteilt war, ging der Zulauf der Putschisten merklich zurück und die Ordnungsmacht (Heer) übernahm bereits am 20. Februar 1919 wieder die Kontrolle. Als Opfer gab es nur einen Toten - angeblich nur einen Putschisten, der zu viel gegessen hatte. Die Rädelsführer wurden vor dem Volksgericht in Bayreuth recht milde abgeurteilt.

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