Bayrischzell
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bayrischzell
Bayrischzell
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bayrischzell hervorgehoben
47.66666666666712.016666666667800
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Miesbach
Höhe: 800 m ü. NN
Fläche: 79,46 km²
Einwohner:

1.571 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 20 Einwohner je km²
Postleitzahl: 83735
Vorwahl: 08023
Kfz-Kennzeichen: MB
Gemeindeschlüssel: 09 1 82 112
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchplatz 2
83735 Bayrischzell
Webpräsenz: www.bayrischzell.de
Bürgermeister: Helmut Limbrunner (FWG)
Lage der Gemeinde Bayrischzell im Landkreis Miesbach
Österreich Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Ebersberg Landkreis München Rosenheim Landkreis Rosenheim Bad Wiessee Bayrischzell Fischbachau Gmund am Tegernsee Hausham Holzkirchen (Oberbayern) Irschenberg Kreuth Miesbach Otterfing Rottach-Egern Schliersee (Gemeinde) Tegernsee (Stadt) Valley Waakirchen Warngau WeyarnKarte
Über dieses Bild

Bayrischzell ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Miesbach und ein heilklimatischer Luftkurort in den oberbayerischen Alpen.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Bayrischzell liegt im Mangfallgebirge zwischen dem Schliersee im Westen und Oberaudorf im Osten. Der Ort befindet sich am Fuß des Wendelsteins, zu Füßen des Sudelfelds und unterhalb des Sudelfeldpasses. Er liegt am Nordausgang des Ursprungtals. Der Ort befindet sich 23 km südöstlich von Miesbach, 25 km nordwestlich von Kufstein und 20 km westlich von Oberaudorf.

Geschichte

Im Jahr 1076 gründet an dieser Stelle die Gemahlin Haziga des Pfalzgrafen Otto II. von Scheyern-Wittelsbach eine Eremitenklause mit der Kapelle Margarethenzell. 1079 wird diese zu einem Kloster umgewandelt, das allerdings bereits 1085 nach Fischbachau verlegt wird. Durch seine Nähe zu Tirol war Bayrischzell ("Die Zell") sowohl in den Spanischen und Österreichischen Erbfolgekriegen als auch in den Napoleonischen Kriegen Schauplatz bewaffneter Auseinandersetzungen auch örtlicher Gebirgsschützen mit den Tirolern. 1811/12 wurde "Die Zell" (oder Margarethenzell) eine selbständige Pfarrkuratie. Seit 1832 wird der Ort offiziell Bayrischzell genannt. Am 5./6. Dezember 1846 fand hier ein Haberfeldtreiben mit über 100 Treibern statt. Um 1900 setzt allmählich der Fremdenverkehr ein. Das Wappen in seiner aktuellen Form wird seit 1959 geführt und soll mit den silbernen Rauten an die enge historische Beziehung zu den Wittelsbachern erinnern.

Sonstiges

In der Nacht zum 26. Juni 2006 wurde der Braunbär JJ1, alias Bruno, der im Mai 2006 von Italien über Tirol nach Bayern einwanderte, auf der 1500 m hohen Kümpflalm in der Nähe der Rotwand im Spitzingseegebiet im Gemeindebereich Bayrischzell von zwei Jägern und einem Polizisten durch einen Lungenschuss auf 150 m Entfernung getötet. Der präparierte Braunbär wird seit April 2008 im Münchener Museum Mensch und Natur ausgestellt [2].

Im Herbst 2007 drehte Regisseur Rainer Kaufmann in der Umgebung von Bayrischzell den ZDF-Fernsehfilm Das Beste kommt erst.

Freizeit- und Sportanlagen

Das angrenzende Sudelfeld mit 19 Liftanlagen und rund 31 km präparierten Abfahrten ist eines der bekanntesten Skigebiete im bayerischen Alpenraum und das größte zusammenhängende Skigebiet Deutschlands. Es ist vom Ort aus mit der Sesselbahn zu erreichen. Der Wendelstein ist seit 1972 durch eine Seilbahn von Bayrischzell-Osterhofen aus zu erreichen. Das Wendelsteiner Skigebiet ist mit seinen etwa 10 km Pisten ein Geheimtipp für geübte Fahrer.

DSV-Nordic-Aktiv-Zentrum

Im Winter stehen für Langlaufsportler 96 km gespurte Loipen zur Verfügung. Im Sommer sind auf einer Länge von 28 km mehrere Nordic-Walking-Touren abgesteckt.

Außerdem gibt es ein geheiztes Freischwimmbad, Tennisplätze und eine Minigolf-Anlage und im Winter einen Eisplatz und eine Eisstockbahn.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Baudenkmäler

Liste der Baudenkmäler in Bayrischzell

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Alexander Vogelgsang (* 1944), Kommunalpolitiker (SPD), ehemaliger Oberbürgermeister von Böblingen

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. ganz-muenchen.de

Weblinks

 Commons: Bayrischzell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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