Beamtenbaum
Trompetenbäume
Trompetenbaum (Catalpa bignonioides ), Blüten

Trompetenbaum (Catalpa bignonioides ), Blüten

Systematik
Abteilung: Bedecktsamer (Magnoliophyta)
Klasse: Dreifurchenpollen-
Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
Unterklasse: Asternähnliche (Asteridae)
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Trompetenbaumgewächse (Bignoniaceae)
Gattung: Trompetenbäume
Wissenschaftlicher Name
Catalpa
Scop.

Die Trompetenbäume (Catalpa) stellen eine Gattung innerhalb der Familie der Trompetenbaumgewächse (Bignoniaceae) dar. In Europa sind einige Arten der dekorativen Blütenbäume als Ziergehölze in Parks verbreitet.

Inhaltsverzeichnis

Standort/Verbreitung

Der Trompetenbaum ist im temperaten Ostasien und im Südosten Nordamerikas beheimatet. In Europa ist die Art C. bignonioides, die ursprünglich aus Nordamerika stammt, häufig als Zierpflanze verbreitet.

Typische Merkmale

  • Blätter meist zu dritt, quirlig-angeordnet, 25 bis 30 cm lang, herz-eiförmig, kurz-zugespitzt, langgestielt, oberseits hellgrün, unterseits behaart, in den Nervenwinkeln drüsig.
  • Blütenkronen 5 bis 6 cm lang, bauchig-glockig, weiß, Schlund mit gelben und purpurnen Tupfen, in 25 cm langen aufrechten Rispen.
  • 1 Staubblattpaar
  • Blüte: Juni bis Juli
  • Frucht: eine bis 25 cm lange anfangs grüne, später braune Kapselfrucht.

Inhaltsstoffe

Alle Pflanzenteile – außer den Samen – sind leicht giftig und enthalten als Haupt-Giftstoff Catalpin (= Catalposid) sowie einige verwandte Stoffe.

Sonstiges

Der Trompetenbaum, der zwischen 5 und 15 Metern hoch wird, wird auch Zigarrenbaum aufgrund seiner länglichen, braunen Früchte genannt. Im Frühjahr treibt er relativ spät seine Blätter aus, blüht darauf hin und verliert nach den ersten Nachtfrösten im Herbst als einer der ersten Bäume seine Blätter. Die (leeren) Früchte (Kapseln) hängen meist noch im nächsten Jahr. Deswegen wird er auch scherzhaft „Beamtenbaum“ genannt: kommt spät, geht früh und was er produziert bleibt lange erhalten. Erreicht dieser Baum ein hohes Alter, beginnen sich die weit ausladenden Äste zur Erde zu neigen. Dabei kann es vorkommen, dass einzelne Äste bei Berührung mit der Erde zu wurzeln beginnen. Es entsteht der Eindruck, dass sich der Baum „abstützt“.

Bei der Wahl des Pflanzstandortes sollte man beachten, dass dieser nicht direkt in einem starken Windkorridor liegt, da es bei Stürmen immer wieder vorkommt, dass auch starke Äste abbrechen können. Vor allem bei zusätzlichem starkem Regen kann es aufgrund des zusätzlichen Gewichtes dazu kommen.

Als „Trompetenbaum“ werden auch die (stark giftigen) Engelstrompeten bezeichnet, die mit der Gattung Catalpa nicht näher verwandt sind. Ebenfalls nicht verwandt sind die Trompetenblumen (Campsis).

Systematik

Blüten von Catalpa fargesii

Es gibt etwa 13 Catalpa-Arten (Auswahl):

  • Catalpa bignonioides
  • Catalpa bungei
  • Catalpa fargesii
  • Catalpa longissima
  • Catalpa ovata
  • Catalpa punctata
  • Catalpa speciosa
  • Catalpa tibetica

Durch Kreuzung ist der sogenannte Hybrid-Trompetenbaum entstanden:

  • Catalpa × erubescens (C. bignonioides × C. ovata, Syn.: C. hybrida)

Bilder

Weblinks


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