Beamtentor
Beamtentor des AEG-Geländes in Berlin-Gesundbrunnen
„AEG“ in Eckmannschrift

Das Beamtentor ist ein ursprünglich von Baumeister Paul Tropp entworfenes und 1896/1897 von Franz Schwechten in der jetzigen repräsentativen Form überarbeitetes Tor, das für die „Beamten" (Angestellten/Gehaltsempfänger) und Besucher der AEG in der Brunnenstraße 107a im Berliner Ortsteil Gesundbrunnen errichtet wurde.

Bau

Zwischen den beiden seitlichen Türmen, die an Fialen gotischer Backsteinkirchen erinnern, spannt sich der flache Spitzbogen des Hauptportals. Seinen Wimperg-artigen Giebel besetzen Krabben und eine Zinne bekrönt seine Spitze. Entlang dem Bogen des Hauptportals läuft der Schriftzug „Allgemeine Elektricitaets-Gesellschaft“, an seiner Spitze findet sich ein Vierpass mit eingeschriebenem Quadrat, das anstelle eines religiösen Symbols ein Zahnrad als Symbol der Industrie zeigt.

Über den Fußgängerdurchlässen in den beiden Türmen finden sich von der Firma Puhl & Wagner ausgeführte Mosaiken mit dem Firmenzeichen „AEG“ in der ersten als modern geltenden Schriftart des 20. Jahrhunderts, der Eckmannschrift. An den Turmabschlüssen zeigen weitere Mosaiken Blitze und Sterne als Symbole der Elektrizität sowie Lebensbäume, deren Früchte Glühlampen darstellen − wohl als Versinnbildlichung der lebensspendenden Kraft der Berliner Elektroindustrie.

Besondere Weihen erfuhr das Tor am 27. Februar 1906 anlässlich der Silberhochzeit des Kaisers Wilhelm II., als das Tor mit Fahne, Kaiserkrone, Girlanden und Initialen des Kaisers ausgeschmückt wurde.

Das Beamtentor wurde in Gesundbrunnen oft als Mittelpunkt diverser Veranstaltungen genutzt. Heute erinnert das denkmalgeschützte Tor an den einstigen historisch bedeutsamen Standort der Elektroindustrie in Berlin.

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