Beanspruchungsprinzip

Nach dem Beanspruchungsprinzip können einer Kostenträgereinheit die Kosten der Produktionsfaktoren zugerechnet werden, die bei der Entstehung der Mengeneinheit zusätzlich genutzt werden. Es ermöglicht neben der Zurechnung der Grenzkosten auch die Zurechnung von beschäftigungsfixen Nutzkosten auf den Kostenträger. Die Leerkosten können dem Kostenträger dagegen nicht zugerechnet werden.

Interessant ist hierbei, dass bei einer Verringerung der Produktion um eine Einheit die gesamten Kosten nicht in Höhe der dieser Einheit zugerechneten Nutzkosten sinken. Es erhöht sich lediglich der Anteil der Leerkosten an den beschäftigungsfixen Kosten.

Das Beanspruchungsprinzip wird in der Prozesskostenrechnung verwendet.

Literatur

  • Hoitsch, Lingnau: Kosten- und Erlösrechnung. 3. Auflage. Springer-Verlag, ISBN 3-540-66296-0

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