Beat Wyss

Beat Wyss (* 1947 in Basel) ist ein Schweizer Kunsthistoriker und Professor für Kunstwissenschaft und Medientheorie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG Karlsruhe).

Inhaltsverzeichnis

Leben

Beat Wyss studierte Kunstgeschichte, Philosophie und deutsche Literatur in Zürich. Er war von 1980 bis 1983 Stipendiat des Schweizerischen Nationalfonds an der Freien Universität Berlin und am Istituto Svizzero di Roma. Von 1986 bis 1989 war er als Lektor beim Artemis Verlag (Zürich und München) tätig sowie als Lehrbeauftragter für Architektur- und Kulturgeschichte an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH).

Nach einer Vertretungsprofessur an der Universität Bonn und einem Aufenthalt als Visiting Scholar am Getty Center in Santa Monica wurde Wyss 1991 als Professor für Kunstgeschichte an das Kunstgeschichtliche Institut der Ruhr-Universität Bochum berufen. Auf eine Gastprofessur an der Cornell University, Ithaca, N.Y. (1996) folgte ein Ruf an die Universität Stuttgart, wo er bis 2003 das Institut für Kunstgeschichte leitete. Seit 2003 ist er Professor für Kunstwissenschaft und Medientheorie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe sowie Sprecher des Graduiertenkollegs „Bild - Körper - Medium. Eine anthropologische Perspektive“[1]. Seit 2008 ist er Professorial Fellow am Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft in Zürich.[2]

Beat Wyss ist Träger des Kunstpreises der Stadt Luzern (2001).

Wichtige Publikationen

  • Die Pariser Weltausstellung 1889. Bilder von der Globalisierung. Insel, Frankfurt am Main 2010, ISBN 978-3-458-17485-1.
  • Nach den großen Erzählungen. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2009.
  • Die Wiederkehr des Neuen. Philo & PhiloFineArts / Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 2007.
  • Vom Bild zum Kunstsystem. 2 Bände, Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln 2006.
  • Die Welt als T-Shirt. Zu Ästhetik und Geschichte der Medien. DuMont, Köln 1997.
  • Der Wille zur Kunst. Zur ästhetischen Mentalität der Moderne, DuMont, Köln 1996.
    • spanische Übersetzung: La voluntad de arte. Madrid 2010.
  • Trauer der Vollendung. Zur Geburt der Kulturkritik. Matthes & Seitz, München 1985.
    • Neuauflage, DuMont, Köln 1997.
    • englische Übersetzung (durch Karoline Dobson Saltzwedel): Hegel's Art History and the Critique of Modernity. Cambridge University Press, New York 1999.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. kunstwissenschaften.hfg-karlsruhe.de
  2. www.sik-isea.ch

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