Becher-Azurjungfer
Gemeine Becherjungfer
Gemeine Becherjungfer (Enallagma cyathigerum), Männchen

Gemeine Becherjungfer (Enallagma cyathigerum), Männchen

Systematik
Unterklasse: Fluginsekten (Pterygota)
Ordnung: Libellen (Odonata)
Unterordnung: Kleinlibellen (Zygoptera)
Familie: Schlanklibellen (Coenagrionidae)
Gattung: Enallagma
Art: Gemeine Becherjungfer
Wissenschaftlicher Name
Enallagma cyathigerum
(Charpentier, 1840)
Paarungsrad
Weibchen

Die Gemeine Becherjungfer (Enallagma cyathigerum), früher auch als Becher-Azurjungfer bezeichnet, ist eine Kleinlibellenart aus der Familie der Schlanklibellen (Coenagrionidae). Im Gegensatz zu den sonstigen Azurjungfern aus der Gattung Coenagrion gehört sie jedoch der Gattung Enallagma an, was die abweichende heutige deutsche Bezeichnung rechtfertigt. Die Gemeine Becherjungfer ist in ganz Deutschland verbreitet, sie gilt als nicht gefährdet.

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Die Gemeine Becherjungfer hat eine Flügelspannweite von 4 bis 5 cm. Die Art ist den Azurjungfern der Gattung Coenagrion, wie z.B. der Hufeisen-Azurjungfer auf den ersten Blick ähnlich. Im Feld lassen sie sich jedoch an der schwarz-blauen Rückenzeichnung der Männchen eindeutig von diesen unterscheiden, aber auch durch Aufenthaltsort und Verhalten der Art. Die Weibchen können in unterschiedlicher Färbung auftreten, meist wirken sie weißlich grau. Die Flugzeit reicht von Mai bis September.

Lebensweise

Die Gemeine Becherjungfer bevorzugt größere Seen oder langsam fließende Gewässer mit Randvegetation und Wasserpflanzen (z.B. auch Kanäle oder Fischteiche), ist ansonsten aber anspruchslos. Sie jagt kleine und kleinste Fluginsekten, häufig direkt über der Wasseroberfläche. Abends setzen sich die Tiere gern mit dem Rücken zur Wasserseite auf Uferrandbewuchs oder über die Oberfläche ragende Teile von Wasserpflanzen. Dort paaren sie sich auch.

Literatur

  • Heiko Bellmann: Libellen. Beobachten, bestimmen, Neumann-Neudamm, Melsungen 1998, ISBN 3-7888-0522-6
  • Gerhard Jurzitza: Der Kosmos-Libellenführer. Die Arten Mittel- und Südeuropas, Kosmos Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-440-08402-7

Weblinks


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