A1 Grand Prix
A1GP-Rennszene (Brands Hatch, 2005 - Mexiko vor Neuseeland und Malaysia)

Die A1GP-Serie (A1 Grand Prix) ist eine im Jahre 2005 von Scheich Maktoum Hasher Maktoum Al Maktoum in Zusammenarbeit mit Tony Teixeira gegründete Rennserie, die sich mit dem Slogan „Weltmeisterschaft des Motorsports“ schmückt. Sie findet im Winterhalbjahr statt, in welchem viele andere Meisterschaften wie die Formel 1, Indy Cars, Motorrad-Weltmeisterschaft, DTM, Rallye-Weltmeisterschaft und Tourenwagen-Weltmeisterschaft keine Rennen austragen. Optisch orientieren sich die Fahrzeuge an aktuellen Formel-1-Wagen, technisch sind sie aber einfacher gehalten. Dadurch, dass alle Fahrzeuge einheitlich sind, ist vorrangig die Leistung des Fahrers in Qualifikation und Rennen entscheidend. Seit ihrer vierten Saison trägt die Serie den Zusatz „Powered by Ferrari“. Grund hierfür ist ein sechsjähriger Motorenausrüster-Vertrag mit Ferrari, den die Serie im Herbst 2007 geschlossen hat.

Anstatt Teams treten in der A1GP Nationalmannschaften gegeneinander an, daher auch der Slogan „Weltmeisterschaft“. Jedes Nationalteam tritt mit Fahrern aus dem jeweiligen Land an und auch das Fahrzeug ist in Landesfarben (oder für das Land bei Sportveranstaltungen typischen Farben) lackiert.

Inhaltsverzeichnis

Nationen

Liste der teilnehmenden Teams

ehemalige Teams

Fahrer

In der A1GP-Serie gehen sowohl junge Talente wie Sébastien Buemi (SUI), Jonathan Summerton (USA) oder Christian Vietoris (GER) als auch erfahrene Piloten an den Start. Beispiele hierfür sind die ehemaligen Formel-1-Fahrer Narain Karthikeyan (IND), Alex Yoong (MAL), Ralph Firman (IRL) und Tomáš Enge (CZE). (Für eine komplette Auflistung der Fahrer bitte die jeweilige Saison anklicken!)

Verantwortliche

Vorsitzender der A1GP-Serie ist nach dem Ausstieg von Scheich Maktoum Hasher Maktoum Al Maktoum nach der ersten Saison der südafrikanische Geschäftsmann und Mitgründer der Serie Tony Teixeira. Als Geschäftsführer der A1 Holding ltd. fungiert der gebürtige Brasilianer Pete da Silva.

Rennstrecken

Die A1GP-Serie trägt Rennen auf allen Kontinenten aus. Kurse, auf denen die A1GP-Serie schon gefahren ist bzw. fahren wird (Saisons in Klammern), sind:

Strecken, auf denen offizielle Testfahrten stattfanden: Circuit Paul Ricard (2005), Silverstone (2005, 2006, 2x 2007, 2008), Donington Park (2008), Snetterton Circuit (2x 2008)

Saisons

Jahr Siegerteam Fahrer Punkte
2005/2006 Frankreich Nicolas Lapierre, Alexandre Prémat 172
2006/2007 Deutschland Nicolas Hülkenberg, Christian Vietoris 128
2007/2008 Schweiz Neel Jani 168
2008/2009 Irland Adam Carroll 112

Auto

Der A1-Grand-Prix-Ferrari der Saison 2008/2009

In der A1GP-Serie werden Einheitsautos eingesetzt, die üblicherweise mit profillosen Reifen, den sogenannten Slicks, ausgestattet sind. Das Chassis wurde unter Führung von John Travis, dem Technischen Direktor der Serie, und mit Unterstützung des Ex-Ferrari-Designers Rory Byrne in Bognor Regis (Großbritannien) entwickelt und gebaut, wobei als Vorbild der Ferrari F2004 diente, mit welchem die Scuderia Ferrari in der Formel-1-Saison 2004 die Fahrer- und Konstrukteursweltmeisterschaft gewinnen konnte. Der V8-Motor stammt von Ferrari und als Reifenlieferant dient der französische Hersteller Michelin. Das Auto besteht vorwiegend aus Karbonfaser und Aluminium und entspricht damit den üblichen (europäischen) Sicherheitsstandards. Die Höchstgeschwindigkeit der Fahrzeuge beträgt voraussichtlich knapp 300 km/h, die maximale Leistung 600 PS bei aktiviertem Power Boost-Button (540 PS ohne). Das Auto wiegt inklusive Fahrer, aber exklusive Treibstoff, 695 kg.

In den ersten drei Saisons benutzte die Serie ein von Lola International entworfenes und gefertigtes Auto, dessen Motor von Zytek Engineering und die Reifen vom britische Hersteller Cooper Tires kamen.

Technische Hilfsmittel wie ABS oder Traktionskontrolle waren in den ersten drei Saisons verboten, da das neue Auto aber über eine Launch Control verfügt[1], kann davon ausgegangen werden, dass diese Regel inzwischen geändert wurde.

Sicherheitsvorkehrungen

Neben den modernen Werkstoffen sollen vor allem ein Sechs-Punkt-Gurt und das inzwischen in der Motorsportszene obligatorische HANS-System die Sicherheit der Fahrer garantieren.

THINK - Greener Racing

Die A1GP-Serie hat sich einer Umweltpolitik verschrieben, die eine Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen zum Ziel hat. So fuhren die A1GP-Boliden in der dritten Saison vom Taupo- bis zum Brands Hatch-Rennwochenende mit einem umweltfreundlicheren Kraftstoff (Hiperflo™ E30). Dieser besteht zu 30 % aus Ethanol, welches aus in Europa angebauten Zuckerrüben gewonnen wird. Hiermit sollten die CO2-Emissionen um 21 % reduziert und der Ausstoß von Stickstoffoxiden minimiert werden. Ursprünglich sollte dieser Treibstoff bereits beim Saisonauftakt in Zandvoort eingesetzt werden, aufgrund von Vertäglichkeitsproblemen mit dem Motor wurde dieses Vorhaben aber zunächst verschoben. Vor der Saison war sogar ein Treibstoff mit 85 % Ethanolanteil getestet worden, dieser hatte sich jedoch als ungeeignet erwiesen.

In der aktuellen Saison wird mit Shell E10 ein Treibstoff mit 10%igem Ethanolanteil eingesetzt.

Des Weiteren werden zum Transport im Fahrerlager nur noch Elektro-Scooter von Vectrix verwendet.

Reglement

Teams und Fahrer

In der A1GP-Serie treten maximal 25 Nationenteams gegeneinander an. Die Fahrer entstammen jeweils dem Land, für das sie antreten. (Allerdings bestimmen auch hier Ausnahmen die Regel, vgl. Enrico Toccacelo in Durban). Die Fahrzeuge sind in den jeweiligen Landesfarben lackiert und tragen vorwiegend einheimische Sponsorenaufschriften. Die Teamverantwortlichen allerdings müssen nicht der Nationalität entsprechen, für die sie antreten - so wird z. B. Team Deutschland von der Crew des britischen Rennstalls Supernova betreut. Die Boxencrews sind auf maximal 10 Personen beschränkt. Es dürfen pro Rennwochenende maximal 3 verschiedene Fahrer für ein Team antreten, welche wiederum erst dann für das Qualifying bzw. die Rennen einsatzberechtigt sind, wenn sie an mindestens einem der drei Trainings teilgenommen haben. Alle Fahrer, die bei A1GP antreten, benötigen eine Internationale FIA Fahrerlizenz der Klasse B.

Einheitsautos

Bei A1GP werden Einheitsautos eingesetzt. Dies soll garantieren, dass jedes Team das gleiche Material zur Verfügung hat und somit nur die Leistung des Fahrers und die Arbeit der Crew über Sieg und Niederlage entscheidet. Dennoch gibt es verschiedene Möglichkeiten für die Teams, ihre Autos optimal den jeweiligen Streckenverhältnissen anzupassen. So kann u. a. durch geschicktes Einstellen des Heckflügels durchaus ein materieller Vorteil erzielt werden. Größere Modifikationen wie Zusatzflügel sind aber nicht erlaubt.

In der Zeit vor und nach einem Rennwochenende ist es den Teams nicht erlaubt, Veränderungen an den Fahrzeugen durchzuführen, um so einen Erfahrungsvorsprung der jeweiligen Crews zu vermeiden. Auch private Testfahrten der einzelnen Teams waren in den ersten beiden Saisons strikt verboten, seither besteht jedoch für jedes Team die Möglichkeit, einmal vor Saisonbeginn einen Rookie-Test (also einen Test für Fahrer, die bisher noch nicht in der A1GP-Serie an den Start gegangen sind) durchzuführen. Dieser muss allerdings auf einer Strecke abgehalten werden, auf der im Saisonverlauf nicht gefahren wird.

Während des Rennwochenendes haben die Teams insgesamt sieben Reifensätze (fünf Sätze Slicks, zwei Sätze Regenreifen) zur Verfügung. Hält es die Rennleitung aufgrund der Wetterbedingungen für notwendig, können auch mehr Regenreifen-Sätze an die einzelnen Teams zugewiesen werden. Das „Ausborgen“ von Teilen während eines Rennwochenendes (z. B. eines neuen Frontflügels) ist nicht untersagt (vgl. Jos Verstappen in Durban).

Power Boost

Jedes A1GP-Auto verfügt über einen sogenannten Power Boost-Button, mit dem der Fahrer zusätzliche PS freischalten kann (beim aktuellen Auto sind das ca. 60 PS). Diese Vorrichtung soll das Überholen eines Konkurrenten bei engeren Zweikämpfen erleichtern und somit den Rennverlauf spannender gestalten. Im Sprintrennen kann der Power Boost vier mal eingesetzt werden, im Hauptrennen höchstens acht mal.

Flaggenregeln

In der A1GP-Serie gelten die üblichen Flaggenregeln. Allerdings gibt es auch hier kleine Abweichungen im Vergleich zur Formel 1: So wird beim Schwenken der Roten Flagge (= Rennunterbrechung) während einer Qualifying-Session nicht die Zeit angehalten. Das kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass kein einziges Team eine gezeitete Runde fährt.

Boxenstopps

Im Sprintrennen ist ein Pflichtboxenstopp vorgeschrieben, im Hauptrennen zwei. Die Boxenstopps werden üblicherweise von einer sieben Personen umfassenden Crew durchgeführt. Dabei sind 4 Mitglieder für die Reifenwechsel zuständig, zwei weitere bedienen die Wagenheber und einer hält das Stop/Go-Schild. Mit Ausnahme des sog. „Lollipop-Mannes“ dürfen alle Crewmitglieder den Boxenbereich erst dann betreten, wenn das Fahrzeug zum Stillstand gekommen ist. Jeder der vier für den Reifenwechsel zuständigen Mechaniker trägt daraufhin den neuen Reifen zu seinem Platz, entfernt den alten und montiert den neuen. Sollten beim Reifenwechsel Probleme auftreten, dürfen die anderen Crewmitglieder der betroffenen Person nicht zur Hilfe eilen. Somit trägt jeder Mechaniker bei A1GP eine nicht zu unterschätzende Verantwortung für die Gesamtleistung des Teams. Da die Autos bereits vor dem Start mit der endgültigen Menge an Kraftstoff befüllt werden, ist ein Nachtanken beim Boxenstopp nicht nötig und auch nicht erlaubt.

Ein guter Stopp liegt (ohne Fahrtzeit durch die Boxengasse) bei etwa 22 Sekunden. Im Verlaufe der Saisons hat sich vermehrt gezeigt, dass die Pflichtboxenstopps einen entscheidenden strategischen Faktor darstellen. In der ersten Saison traten häufiger Probleme bei den Radmuttern auf, wodurch gut positionierte Teams eine Menge Plätze einbüßten - dies wurde später jedoch behoben.

Die Geschwindigkeitsbegrenzung in der Boxengasse liegt gewöhnlich bei 60 km/h.

Safety und Medical Car

A1 Grand Prix Safety Car der Saison 2008/09
A1 Grand Prix Medical Car der Saison 2008/09

Wie im internationalen Motorsport üblich, kommt auch in der A1GP-Serie bei besonderen Gefahrensituationen ein Safety Car zum Einsatz. Neben dem Safety Car befindet sich auch zu jeder Zeit des Rennwochenendes ein Medical Car in Bereitschaft, welches bei schwerwiegenden Unfällen mit Verletzten zum Einsatz kommt.

Als Safety Car eingesetzte Fahrzeuge:

Als Medical Car eingesetzte Fahrzeuge:

Preisgeld

Pro Rennwochenende wird 1 Million Dollar als Preisgeld ausgeschüttet. In den ersten zwei Saisons blieb dieses den 10 besten Teams des Hauptrennens vorbehalten, dies wurde jedoch zur dritten Saison geändert, sodass ein Drittel des Preisgeldes auch an die Top 10 des Sprintrennens ging. Die Preisgeldverteilung in der aktuellen Saison ist noch unbekannt.

Sprintrennen:

  • 1. Platz: 100.000 $
  • 2. Platz: 70.000 $
  • 3. Platz: 50.000 $
  • 4. Platz: 35.000 $
  • 5. Platz: 30.000 $
  • 6. Platz: 20.000 $
  • 7. Platz: 15.000 $
  • 8. Platz: 10.000 $
  • 9. Platz: 7.000 $
  • 10. Platz: 3.000 $

Hauptrennen:

  • 1. Platz: 200.000 $
  • 2. Platz: 130.000 $
  • 3. Platz: 100.000 $
  • 4. Platz: 75.000 $
  • 5. Platz: 50.000 $
  • 6. Platz: 40.000 $
  • 7. Platz: 25.000 $
  • 8. Platz: 20.000 $
  • 9. Platz: 13.000 $
  • 10. Platz: 7.000 $

Punktesystem

Sprintrennen:

  • 1. Platz: 10 Punkte
  • 2. Platz: 8 Punkte
  • 3. Platz: 6 Punkte
  • 4. Platz: 5 Punkte
  • 5. Platz: 4 Punkte
  • 6. Platz: 3 Punkte
  • 7. Platz: 2 Punkte
  • 8. Platz: 1 Punkt

Hauptrennen:

  • 1. Platz: 15 Punkte
  • 2. Platz: 12 Punkte
  • 3. Platz: 10 Punkte
  • 4. Platz: 8 Punkte
  • 5. Platz: 6 Punkte
  • 6. Platz: 5 Punkte
  • 7. Platz: 4 Punkte
  • 8. Platz: 3 Punkte
  • 9. Platz: 2 Punkte
  • 10. Platz: 1 Punkt

Sowohl für die schnellste Runde im Sprint- als auch für die schnellste Runde im Hauptrennen wird ein Extrapunkt vergeben.

Rennwochenende

Das Rennwochenende setzt sich aus drei Training-Sessions (2 x Freitag, 1 x Samstag), einem 40-minütigen Qualifying (Samstag) sowie einem Sprint- (Sonntag) und einem Hauptrennen (Sonntag) zusammen. Die Pause zwischen dem Ende des Sprintrennens und dem Start des Hauptrennens beträgt ca. dreieinhalb Stunden.

Trainings

Insgesamt finden bei A1GP drei Training-Sessions pro Rennwochenende statt, wobei die erste Session den sogenannten „Rookies“ vorbehalten bleibt. Der Begriff „Rookie“ bezeichnet in diesem Fall einen Fahrer (kein Alterslimit), der noch nicht mehr als 6 Rennen in der A1GP-Serie bestritten hat und auch noch nicht in einer der 5 stärksten Monoposti-Klassen (Formel 1, GP2, Champ Car, Formel Nippon und Indy Cars) gefahren ist oder einen Fahrer, der für ein „Motorsport-Entwicklungsland“ - also China, Indonesien, Korea, Libanon oder Pakistan - an den Start geht und noch nicht mehr als drei Top 10-Ergebnisse in der A1GP-Serie erzielt hat. Die „Rookie-Session“ ist in zwei Abschnitte unterteilt, die jeweils 30 Minuten lang sind, dazwischen befindet sich eine 20-minütige Pause. Die beiden übrigen Sessions dauern jeweils eine Stunde und sind für alle Fahrer „offen“. Bei allen Trainingssitzungen können die Fahrer beliebig viele Runden absolvieren. Sie helfen den Teams beim Abstimmen der Autos und haben keinen direkten Einfluss auf die Startaufstellung.

Qualifikation

Die Qualifikation (engl.: Qualifying) setzt sich aus 4 Sessions zusammen, die jeweils 10 Minuten dauern - dazwischen findet jeweils eine 5-minütige Pause statt. In jeder Session darf der Fahrer maximal eine gezeitete Runde fahren (er absolviert also insgesamt 3 Runden: Einlaufrunde, gezeitete Runde, Auslaufrunde). Die schnellste (Einzel-)Zeit aus Session 1 und 2 bestimmt hierbei die Startposition im Sprintrennen, die schnellste (Einzel-)Zeit aus Session 3 und 4 die des Hauptrennens.

Jeder Fahrer darf in einer der vier gezeiteten Runden den Power Boost benutzen. Dieser bleibt dann die komplette Runde aktiviert, was für einen signifikanten Leistungsvorteil sorgt[2]. Diese Regel wurde erstmalig beim Rennwochenende in Sepang 2008 angewendet, seit Kyalami 2009 kommt sie durchgehend zum Einsatz.

Sprintrennen

Das Sprintrennen (engl.: Sprint Race) beginnt üblicherweise mit einem „fliegendem Start“ und dauert maximal 24 Minuten plus eine Runde. Es gibt einen Pflichtboxenstopp, der zwischen Runde 4 und 8 absolviert werden muss.

Hauptrennen

Das Hauptrennen (engl.: Feature Race) wird traditionsgemäß mit den Worten „Gentlemen, for the pride of your nations, start your engines!“ eröffnet. Nach dem Weggang Scheich Maktoums übernimmt zumeist ein prominenter Team-Verantwortlicher, z. B. Emerson Fittipaldi als „Seatholder“ des brasilianischen Teams, diesen Part. Der Start wird „stehend“ ausgeführt. Das Hauptrennen ist auf 69 Minuten plus eine Runde begrenzt, zwei Pflichtboxenstopps sind vorgeschrieben. Der erste muss zwischen Runde 8 und 16 absolviert werden, der zweite in einem von Rennstrecke zu Rennstrecke individuell festgelegten Zeitfenster.

TV

A1GP wird in über 120 Ländern übertragen, dabei schauen pro Rennen etwa 8 Millionen Menschen weltweit zu (Stand: 25. November 2005). Größte Abnehmer sind China (3 Millionen Zuschauer) und Indonesien (ca. 1 Million Zuschauer), in Europa sind die Niederlande mit 800.000 Zuschauern führend. Bis zum Ende der Saison 05/06 erwarteten die Verantwortlichen die 10 Millionen-Marke zu erreichen oder gar zu übertreffen.

In Deutschland und Österreich wurde die A1GP-Serie bis Ende 2008 ausschließlich vom Pay-TV-Sender Premiere ausgestrahlt. Die Übertragungen umfassten zuletzt eine Zusammenfassung des Sprint- und eine Liveübertragung des Hauptrennens. Kommentatoren waren Sascha Roos, Experte der ehemalige Formel-3-Fahrer Sven Heidfeld. Formel 1-Kommentator Jacques Schulz vertrat Roos bei Abwesenheit. Seit dem Rennen in Shanghai 2007 strahlte der Sender die Rennen der Serie im 16:9-Format aus. In der Schweiz hingegen werden die Hauptrennen seit dem dritten Rennwochenende der Saison 07/08 außerdem vom Schweizer Sportfernsehen (SSF), welches zur Zeit auf Star TV sendet, übertragen. Neben der Präsenz bei den genannten Sendern findet die A1GP-Serie in den deutschsprachigen Massenmedien allerdings kaum Beachtung, was wohl den niedrigen Bekanntheitsgrad dieser Rennserie mitverursacht.

Internet-TV

Die A1GP-Serie wird daneben auch von mehreren englischen Anbietern im Internet live übertragen, unter anderen auf der offiziellen Homepage. (Link)

Erwähnenswertes

  • Die erste Frau, die ein A1GP-Auto fahren durfte, ist die Britin Katherine Legge. Sie bekam am 9. Dezember 2005 im Rahmen des Rennwochenendes in Dubai bei zwei Extra-Sessions die Möglichkeit, das Fahrzeug des britischen Teams zu testen. Beim Rennwochenende in Brno 2006 saß mit der Südafrikanerin Jennifer Murray eine weitere Dame im A1 GP Cockpit, gefolgt von der Brasilianerin Bia Figueiredo in Shanghai 2007. Außerdem kamen beim zweiten offiziellen Test vor der Saison 07/08 die Schweizerinnen Rahel Frey und Natacha Gachnang zum Einsatz, wobei Letztere auch das Rookie-Training in Brno 2007 absolvierte. Frey wurde daraufhin in Sepang und Mexico City als Rookie eingesetzt. Auf den ersten Renneinsatz einer Frau wartet die A1GP-Serie allerdings bisher vergebens.
  • Ebenfalls im Rahmen des Rennwochenendes in Dubai wurde zum ersten Mal in der Motorsportgeschichte das revolutionäre A1 Recovery System (auch als Helicopter Wreck Clearance oder Helicopter-based Car Recovery System bezeichnet) angewandt. Hierbei handelt es sich um ein Hubschrauber-gestütztes Abschleppverfahren, bei welchem verunfallte oder mit Defekt stehengebliebene Autos mithilfe eines 50 Meter langen Stahlseiles abtransportiert werden. Diese Neuerung bietet im Vergleich zu den im Motorsport üblicherweise eingesetzten Abschleppfahrzeugen zwei große Vorteile: Die Bergung eines Rennwagens ist in wesentlich kürzerer Zeit möglich und gleichzeitig werden weniger Streckenhelfer benötigt, was die Anzahl der gefährdeten Personen verringert. Nach dem Einsatz beim A1 Grand Prix of Nations in Dubai durch die Air Zermatt im Jahr 2005 kam dieses System allerdings bisher nicht mehr zum Einsatz.
  • Der aktuelle Geschwindigkeitsrekord eines A1GP-Autos von Lola beträgt 190,6 mph, also ca. 305 km/h. Er wurde im Mai 2007 auf der Rollbahn des Luftwaffenstützpunkts Cottesmore durch A1 Team Irland aufgestellt, am Steuer befand sich die Fifth-Gear-Moderatorin Vicki Butler-Henderson.
    Die höchste Geschwindigkeit während eines Rennwochenendes erzielte der Neuseeländer Jonny Reid mit 180 mph (ca. 290 km/h) auf dem Shanghai International Circuit.

Zukunft

Die A1GP-Serie wird im Jahr 2009 eine regionale Unterserie erhalten: die A2-Grand-Prix-Serie (A2GP). Motorenlieferant wird ebenfalls Ferrari sein.

Siehe auch

Quellen

  1. STRONG SPRINT, FLAT FEATURE FROM BLACK BEAUTY a1nzl.com
  2. PowerBoost qualifying returns a1gp.com

Weblinks


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