Beddingen
Beddingen
Ortswappen von Salzgitter-Beddingen
Koordinaten: 52° 11′ N, 10° 26′ O52.18305555555610.425Koordinaten: 52° 10′ 59″ N, 10° 25′ 30″ O
Fläche: 9,232 km²
Einwohner: 472 (31. Dez. 2010)
Eingemeindung: 1. Apr. 1942
Postleitzahl: 38239
Vorwahl: 05341
Karte

Lage von Beddingen in Salzgitter

Salzgitter-Beddingen, hinten Werk der Volkswagen AG

Beddingen ist einer der insgesamt 31 Stadtteile der kreisfreien Stadt Salzgitter in Niedersachsen, gelegen in der Ortschaft Nordost. Beddingen gehörte bis zum 31. März 1942 zum Kreis Wolfenbüttel und wurde durch Verwaltungsakt am 1. April 1942 Teil der Großstadt Watenstedt–Salzgitter, dem heutigen Salzgitter.

Der Stadtteil gehört zu den sogenannten "Kanaldörfern", da der Ort unmittelbar am Stichkanal des Mittellandkanals liegt. In der direkten Nachbarschaft des Ortes befinden sich einige große Industrieunternehmen. Das 1969 eröffnete VW-Werk Salzgitter ist einer der größten Arbeitgeber der Region und fertigt die Hälfte aller Motoren des VW-Konzerns.

Mit der amerikanischen Firma Cargill ist ein weiteres großes Unternehmen hier ansässig, die den Standort Beddingen mit seiner guten Infrastruktur, insbesondere die Nähe zur A 39, nutzt. Dasselbe gilt für die Salzgitter AG (vormals Peine & Salzgitter-Stahl, davor Hermann-Göring-Werke), die durch den Anschluss an den Stichkanal an das deutsche Wasserstraßennetz angebunden ist.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Beddingen wird bereits im 8. Jahrhundert als „Bettingen“ urkundlich erwähnt. Namentliche Nennung findet Beddingen im Rahmen einer Schenkung des sächsischen Fürsten Odiltag und seiner Gattin Wentelsuint an das Kloster Fulda im Jahre 780. Dort werden zwanzig Güter des Liergaus erwähnt, darunter Bettingen (=Beddingen).

Wappen

Das Wappen zeigt eine silberne Kombination aus Schwert und Anker auf grünem Grund. Das Schwert steht als Symbol für das Gericht und erinnert daran, dass Beddingen über Jahrhunderte - spätestens ab 1402 und bis 1807 - ein zentraler Gerichtsort war. Der Anker steht für den am Stichkanal Salzgitter gelegenen Beddinger Hafen, dem größten Binnenhafen in Niedersachsen. Auf die Lage des Ortes am Kanal verweist auch die Farbe Silber, die hier symbolisch für das Wasser steht. Und die Grundfarbe Grün repräsentiert die Landwirtschaft, die lange die wirtschaftliche Grundlage für den Ort bildete.

Das Wappen wurde am 18. Mai 1999 von der Bürgerversammlung als Ortswappen von Salzgitter-Beddingen angenommen.[1]

Bevölkerungsentwicklung

Quellen: Die Bevölkerungszahlen von 1821 bis 2000 basieren auf dem Statistischen Jahrbuch des Referats für Wirtschaft und Statistik der Stadt Salzgitter. [2] Die Bevölkerungsstatistik ab 2001 basiert auf den statistischen Monatsberichten der Stadt Salzgitter (Einwohner mit Hauptwohnsitz) gemäß Melderegister zum Monatsende Dezember. [3]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Arnold Rabbow: Neues Braunschweigisches Wappenbuch. Braunschweiger Zeitungsverlag, 2003, ISBN 3-926701-59-5, S. 34.
  2. Referat für Wirtschaft und Statistik: Statistisches Jahrbuch 2009. Stadt Salzgitter, 11. November 2010, S. 31–108, abgerufen am 25. November 2010 (Gesamtzahl Wohnberechtigter (Haupt- und Nebenwohnsitz) © Stadt Salzgitter).
  3. Referat für Wirtschaft und Statistik: Statistische Monatsberichte der Stadt Salzgitter. Stadt Salzgitter, 2006 ff., abgerufen am 21. Januar 2010 (Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung © Stadt Salzgitter).

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