Bedlington Terrier
Bedlington Terrier
Bedlington Terrier
FCI-Standard Nr. 9
  • Gruppe 3: Terrier
  • Sektion 1: Hochläufige Terrier
Ursprung:

Großbritannien

Alternative Namen:

Rothbury Terrier

Widerristhöhe:

etwa 41 cm (16 ins.)
Bei Hündinnen leichte Abweichung nach unten, bei Rüden nach oben, erlaubt.

Gewicht:

8–10 kg

Liste der Haushunde

Der Bedlington Terrier ist eine von der FCI anerkannte britische Hunderasse (FCI-Gruppe 3, Sektion 1, Standard Nr. 9).

Inhaltsverzeichnis

Herkunft und Geschichtliches

Der Bedlington Terrier, früher auch als Rothbury Terrier bekannt, stammt aus den früheren Bergbauregionen Nordenglands, wo er für die Hasenjagd[1] verwendet wurde. Im ersten Zuchtbuch des Kennel Clubs von 1874 sind 30 Bedlington Terrier verzeichnet.[2] Der erste Zuchtverband für die Rasse wurde 1877 in England gegründet.[1]

Die Rasse war auf die Rattenjagd spezialisiert und wurde daher zum Beispiel auch gerne im Bergbau eingesetzt. Vor allem aber reisten Bedlington Terrier mit Kesselflickern, Scherenschleifern und Händlern durchs Land und befreiten, während die Besitzer ihrer Arbeit nachgingen, das Dorf von Ratten und anderen Nagetieren. Die britische Wettleidenschaft missbrauchte diesen Hund, wie viele andere Terrierrassen, für Tierkämpfe; nicht von ungefähr wird er auch „Wolf im Schafspelz“ genannt. Die übliche Schur ähnelt der eines Schafes.[3]

Beschreibung

Der Bedlington Terrier ist ein Hund von mittlerer Größe (etwa 41 cm, 8 bis 10 kg). Sein geschorenes, gekräuseltes Fell, das ihm ein lämmchenhaftes Aussehen verleiht, ist typischerweise grau-blau in vielen Schattierungen. Der birnenförmige Kopf hat lang herabfallende, an den Enden befranste Ohren. Der Schwanz sollte nicht über dem Rücken getragen werden.

Krankheiten

Anfällig für Augenerkrankungen (in seltenen Fällen) und Kupfertoxikose (übermäßige Speicherung von Kupfer in der Leber). Durch sorgfältige Zuchtauswahl und vom Zuchtverband Klub für Terrier bzw. der FCI vorgeschriebene Tests auf Kupfertoxikose für Hunde, die für die Zucht zugelassen oder verwendet werden (z. B. Blut-Test, Genanalysen-DNA-Test), kommt die Kupfertoxikose bei dieser Rasse inzwischen selten vor. Da die Bedlington Terrier so selten sind, darf auch weiterhin mit einem Kupfertoxikose-Träger-Hund (DNA 1:2) gezüchtet werden, wenn beim Deckakt der andere Hund kein Träger ist, d. h. Kupfertoxikose negativ (= frei) ist (DNA 1:1 erbgesund).

In Finnland zum Beispiel wird der deutsche Blut-DNA Test nicht akzeptiert, weil er zu ungenau ist. Hier, wie auch in anderen Ländern, wird mit den Haarwurzeln der Kupfertoxikose-DNA-Test mit zwei Markern ausgeführt.

Einzelnachweise

  1. a b Rassestandard Nr. 009 der FCI: Bedlington Terrier (Word-Dokument)
  2. History of the National Bedlington Terrier Club
  3. Hans Räber: Enzyklopädie der Rassehunde. Bd.2, Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart 1995/2001, ISBN 3-440-06752-1, Der Bedlington Terier, S. 25ff.

Weblinks

 Commons: Bedlington Terrier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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