Westringtunnel

Westringtunnel

Der Westringtunnel ist eine 285 m lange Unterführung zweier Straßen und einer parkähnlichen Grünanlage in Bocholt. Er ist Teil der "Westtangente". Diese gehört zu einem Gesamtkonzept, das Bocholt mit einem vollständigen äußeren Ringsystem versehen will. Der Westringstunnel liegt dabei im zweiten vollendeten Bauabschnitt. Der erste Bauabschnitt wurde im September des Jahres 2000 fertiggestellt. Gemeinsam bilden die beiden Bauabschnitte den "Westring", zu dem auch der Westringtunnel gehört. Er verbindet die Verlängerung der B473 mit der Dinxperloer Straße. Verkehrsteilnehmer aus und in Richtung Niederlande müssen so nicht mehr durch die Straßen der Innenstadt fahren. Der Tunnel trägt somit zur Sicherheit im Straßenverkehr bei.

Die Bocholter Stadtteile und Infrastruktureinrichtungen (Aa-See, Fachhochschule, Industriepark, Krankenhaus) sollen durch die Ringstraßen verkehrstechnisch besser erschlossen werden. Darüber hinaus soll der Innenstadtring die in die Innenstadt führenden Hauptzufahrtsstraßen entlasten.

Der Spatenstich zum Tunnelbau erfolgte am 11. Dezember 2003 durch den damaligen Bürgermeister Klaus Ehling. Offiziell wurde er am 28. Juni 2006 für den Verkehr freigegeben. Es wurden Kosten in Höhe von ca. 18 Millionen Euro fällig[1], wodurch das teuerste Projekt der Stadt Bocholt in den vergangenen Jahren sehr in Kritik geraten ist[2] Ebenso kritisiert man, warum der Straßenabschnitt ausgerechnet als Tunnel ausgeführt wurde und nicht als ebenerdige oder Hochstraße. Von Seiten der Stadt liegt die Begründung darin, dass man den Stadtteil Löverick nicht teilen wollte und den Bewohnern zusätzlich eine Grünfläche zum Erholen bieten kann[1].

Rechtsstreit um Nachforderungen

Weil der Auftrag an die Baufirma, die die Bauausschreibung gewann, nicht direkt nach Ende des Ausschreibungsverfahrens erteilt werden konnte, machte die Baufirma Nachforderungen u.a. wegen gestiegener Baustoffpreise geltend. In mehreren Gerichtsverfahren wurde der Baufirma grundsätzlich ein Anspruch auf diese Nachforderungen zugesprochen. Nach einer außergerichtliche Einigung zahlte die Stadt Bocholt 500.000 € zusätzlich.[3]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b Berichterstattung auf press-service.de, Pressemitteilung vom 23. Juni 2006.
  2. "Die Bürger beim Sparen mitnehmen". Rede des SPD-Fraktionsvorsitzenden Klaus Mertens zum Haushalt der Stadt Bocholt für das Jahr 2010 in der Stadtverordnetenversammlung am 17. März 2010.
  3. Jochen Krühler: Stadt Bocholt muss für Westringtunnel weniger nachzahlen als befürchtet, Bocholter-Borkener Volksblatt, 27. Januar 2010, abgerufen am 23. Februar 2011
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